Mittwoch, 29. März 2023

Bericht über die Bürgerfragestunde mit unserem Bürgermeister Tschentscher

 

Am 27.März 2023 hat in der Zinnschmelze in Barmbek die erste Bürgersprechstunde des Jahres statt- gefunden. Der Veranstaltungsraum war bis zum letzten Platz gefüllt. Interessierte konnten sich mit dem Smartphone beteiligen: 1. QR Code scannen oder über menti.com einen Zahlencode eingeben.2. Eine der vorgegebenen Optionen anklicken und auf senden drücken.3.Die Auswertung erfolgt auf dem Bildschirm. Es gab auch die Option schriftlich die Fragen zu formulieren, diese wurden dann eingesammelt. folgenden Themen haben zur Auswahl gestanden: Verkehr, Mobilität, ÖPNV; Energiesicherheit, erneuerbare Energien; Sicherheit, Sauberkeit im öffentlichen Raum; Wohnen, Mieten, Stadtentwicklung; Wirtschaft, Arbeit, Gewerbe; Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und eigene Fragen. Eine Moderatorin führte durch den Abend und erklärte den Ablauf. Die erste gesammelte Frage war zum Thema 15 Minuten Stadt. Es war nicht das Ergebnis der Umfrage, aber passte in das Vortragskonzept des Bürgermeisters. Mit schönen Bildern und Statistiken sprach er über die Angst vor Veränderungen und zeigte die Zukunftsweisenden Veränderungen für Hamburg in 45 Minuten auf. Wohnungsbau, Fahrradkonzept, Energiekonzept( Wärmepumpen an Bille und Elbe geplant), Ausbau des ÖPNV, sprach über Kosten und Mietspiegel, Sanierung der Schulen und der Kriminalstatistik, auch, wenn es nicht gefragt gewesen ist. Dem Hinweis, dass im Keller der Zinnschmelze nur ca. 12 Personen W-Lan Empfang hätten, das reichte ihm; sorgte nicht dafür, dass die Veranstaltung mit Handzeichen weitergeführt wurde. Abschließend wurde noch eine Frage zu Corona gestellt, die ausweichend beantwortet worden ist, da für Gedenkgottesdienste die Kirchen zuständig gewesen sind. Nach Ende des Vortrages wären noch persönliche Gespräche mit Bezirksabgeordneten und Herrn Tschentscher möglich gewesen. Die Bezirksabgeordneten haben mit dem Rücken zum Publikum gestanden und vor dem Bürgermeister. Sie hatten wie es scheint auch viele Fragen an den Bürgermeister, so dass die Interessierten mit ihren Fragen wieder nach Hause gegangen sind.

 

Mein persönliches Fazit dieser Veranstaltung: es ist eine Wahlkampfveranstaltung der SPD gewesen. Das Ergebnis einer Supervision“ Bitte sprechen Sie mit den gleichen Blinden“

Montag, 20. März 2023

Senior Service

 


Diese Zeit muss ein Jeder von uns aushalten können.

Ich bin ein gedanklich eigenständiger Mensch. Auch lasse ich es nicht zu, dass mich der sogenannte Mainstream in Politik und Medien verunglimpft. Wer mich als Schwurbler, Dummkopf, Feigling oder Blinddarm bezeichnet, oder weil ich mich für den Frieden einsetze, als Putin Versteher, vergisst eines: „Der Rufer dieser Worte zeigt mit seinen Fingern auf mich und vergisst, dass mindestens drei Finger seiner Hand auf ihn selber zeigen.“Als Kind habe ich oft den Spruch gehört:“So wie es in den Wald hinein schallt, schallt es auch wieder heraus!“

Ich lebe schon seit einigen Jahrzehnten auf dieser Welt und kann auf Bildung, Werte und einen reichen Erfahrungsschatz zurückreifen. Verinnerlicht habe ich einen Satz von B. Brecht: „Die Bürger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten unserer Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit.

So stelle ich weiter, wie es scheint, unangenehme Fragen. Sie ergeben sich oft aus den sogenannten festgelegten Standards, die oft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht kompatibel sind. Ich bin durch den Zeitgeist geprägt:“Wer nicht fragt, bleibt dumm“. Ich biete jedem Menschen an, der sich nicht traut, seine Fragen zu stellen, dass für ihn zu übernehmen.

Das ist mein Senior Service. Grundlage hierfür sind Nachdenken, Bedenken, überlegen, nach konstruktiven Lösungen suchen, im Sinne unserer Demokratie. Ein Verständnis für Demokratie und Politik entsteht, wenn ein Diskurs stattfindet.

Es ist nicht rechts, das ist Demokratie

Mara von Dule, im März 2023

Nachdenklich

 

Heute habe ich die Rede unseres Bundeskanzlers im Bundestag zum kommenden EU Gipfel vernommen. Er hat über den guten Zusammenhalt und das Zusammenstehen der Menschen berichtet und dafür gedankt. Er hat Rechenschaft über Bundesausgaben abgelegt. Zu den 2,75 Milliarden im letzten Jahr, hat unsere Regierung noch einmal 3,5 Milliarden draufgelegt, für den Unterstützungsfonds für die Ukrainischen Flüchtlinge. Dieser diene dazu, die Ukrainer in unser Sozialsystem zu integrieren, Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden übernommen. Unsere Länder und Gemeinden erhalten insgesamt 6,25 Milliarden.

Heute stehen im Bundestag noch einige Debatten an, u.a. zum Demokratieförderungsgesetz und die Wahlrechtsreform, das bedeutet, wenn sie positiv beschieden wird, dass die Grundmandatsklausel verabschiedet wird. Mit dem Entsetzten über die auf intellektuellem Niveau geführten Debatten und den verbalen Entgleisungen unserer Politiker, stelle ich meinen PC aus, genug gehört; es reicht.

Einen Tag zuvor habe ich das Interview mit unserem Gesundheitsminister gehört. Seine Erklärung, dass er um die Folgen der Impfung nicht richtig informiert gewesen sei, weiter berichtete er über seine Unterstützung bei der Forschung von Medikamenten, die Betroffenen helfen sollen, die Impfschäden erlitten haben und Impfschäden sollen anerkannt werden; mutiert zu ihrem Retter.

Unter dem Eindruck dieser Inhalte verlasse ich mein Haus. Mein Kopf beschäftigt sich mit den Fragen von Recht und Gerechtigkeit Unbeantwortet lasten sie auf meinen Schultern. Ich habe Fragen in mir,  habe ich alles Gehörte richtig verstanden? Fragen stellen ist nicht mehr opportun. Du bist ganz schnell rechts, warum?

Glücklicherweise  beschenkt uns das Wetter eine zögerliche Ahnung vom Frühling. Heute nehme ich an der Demo „Friday for global Peace“ teil. Warum? Einer meiner Gründe ist, dass mein Sohn hat mir berichtet hat, er wäre leer gehofft. Es ginge immer nur um Macht, Geld und Stimmen. Ich stehe mit seinem Wissen auch für ihn hier und widerstehe der Unvernunft und dem Hass, der gerade überall angesagt ist, und der latenten Gewalt, gleich ob in Wort und Tat, die überall spürbar wird. Im Friedensgefährt befindet sich Musik. Sie wirkt wie eine Hausapotheke, denn Musik verbindet und spricht jede Sprache. Während der Veranstaltungen ist ein Kennenlernen möglich, Gespräche, Austausch, auch um den Frieden im Gespräch zum Herz eines Jeden tragen, der offen dafür ist. Es funktioniert ohne Geschrei, Trommeln und Trillerpfeifen. Es ist eine schöne Veranstaltung. Heute befinden sich mehr Besucher auf dem Platz vor dem Rathaus. Ich habe nette Menschen getroffen und interessante Gespräche geführt. Ich fühle mich nicht mehr so allein. Nur kurzfristig fühle ich mich als Bürger zweiter Klasse,. Zwei Personen, die interessiert stehen geblieben sind, habe ich gefragt, woher sie kämen.“From Ukraine“, lautete ihre Antwort. An einem weiteren Gespräch waren sie nicht interessiert. Sie hatten sicher ihre Gründe. Eine weitere Community, die sich mir zeigt. Auch sie Ukrainer werden unter sich bleiben. So erlebe ich es mit anderen Community´ s seit Jahren in meiner Nachbarschaft .Das fehlende Miteinander der unterschiedlichen Kulturen in unserer Gesellschaft spaltet. Sie geben mir kaum Chancen, sie besser kennenzulernen. Um 22 Uhr ist der große Platz wie leer gefegt. Wir packen ein. Unser Friedensmobil hat mit Anlaufschwierigkeiten die Fahrt zum Rathaus geschafft. Erwähnenswert ist auch, dass mit vereinten Kräften der Motor  wieder angesprungen ist. Die Zuversicht des Fahrers hat das Gefährt wieder sicher nach Hause gebracht. Das nenne ich Einsatz!

Auf dem Platz erlöschen Laternen und die Beleuchtung der Bushaltestellen.  Es ist still und einsam. Es ist jene Art von Ödnis und Stille, die plötzlich den Raum schafft, für Italo Western, die mich allein an der Bushaltestelle stehend, beschleicht. Es fehlen lediglich die über die Straße getriebenen Büsche. Ein seltsames Gefühl beschleicht mich und ich bin froh, als der aus seinem Takt geratene Bus, die Haltestelle doch noch anfährt. Diese Situation lässt mich Hamburg´ s Plan zur 15 Minuten Stadt besser verstehen. Die Bürgersteige sind  hochgeklappt, dieser Stadtteil ist leer. Bitte verlassen sie diesen Sektor.

Dieses Gefühl konnte ich in diesem Stadtteil lassen. Ich bin froh, über das Gemeinschaftsgefühl, das in mir entstanden ist und freue mich auf den nächsten Freitag. Die Bezeichnung der Wochentag währt doch auch schon zu lange(?) Werde ich doch einmal verwegen. Sollten wir beantragen ihn in „Freutag“ zu ändern?

Friday for global peace

 


Heute ist unsere erste Veranstaltung auf dem Gänsemarkt. Das Wetter meint es heute gut mit uns, es stürmt und regnet nicht. Leider sind unsere Reihen durch fieberhafte Infekte geschwächt. Die Polizei kommt freundlich auf uns zu, und klärt uns auf. Sie hat Befürchtungen, dass zu viele Menschen kommen. Er hat sicherlich wie ich, die Stellungnahme unseres Kanzlers zum Ukraine Konflikt vernommen. Mir ist ein Satz dieser Rede haften geblieben.“ Er will jeden Quadratzentimeter des Nato Bodens verteidigen und sagt den baltischen Staaten Unterstützung zu“

 Ein Satz, der mich vor die Tür treibt. Krieg, gleich in welchem Land ist schrecklich. Da es sprachlich um Konflikte geht, stehen wir auf, denn Konflikte kann der Mensch auch gewaltfrei lösen. 

Ein Lichtblick und zu unser großen Freude, erhält unsere Aktion ein gemaltes Plakat geschenkt. Unter diesem Symbol, unsere Erde, die von einer Friedenstaube umarmt wird, werden wir auch weiter für den Frieden in Hamburg stehen. Weitere geplante Aktionen sind zukünftig im Netz zu finden.

Heute finden in Hamburg mehrere Demos statt; eine für den globalen Klimastreik, die andere gegen Werbung in Hamburgs Straßen. Die Besucher dieser Demos gehen an uns vorbei, wahrscheinlich nach Hause. Keiner von ihnen bleibt stehen.

Kein Hass-keine Hetze-Frieden-friedlich. Die Kälte hat uns für den Frieden singen und tanzen lassen. Was bedeutet Frieden?

Laut Duden: Eintracht,Einmütigkeit,Einvernehmen,Harmonie,Übereinstimmung,Ruhe, Stille und die Abwesenheit von Konflikten.

Über das, was wichtig für den Frieden ist, können wir uns austauschen.

Wir sind eine kleine friedliche Gruppe und werden hoffentlich beim nächsten Mal mehr.


Keine Lust mehr auf Sandkastenspiele

 Ich engagiere mich für den Frieden. So bin ich heute einer Einladung gefolgt, denn in Hamburg gibt es einen Zusammenschluss von einzelnen Friedensaktivisten. Um mich bei ihnen einzureihen ist es mir wichtig, diese Menschen zu treffen, um zu hören, wie sie Frieden definieren. Ich lebe im hier und jetzt und habe schon die seltsamsten Dinge erlebt und bin vorsichtig geworden.

 Zu Beginn des Treffens, sollten Unstimmigkeiten geklärt werden. Das finde ich grundsätzlich gut. Es erleichtert das Miteinander, falls eine Gruppe wachsen sollte. Auch ich hatte Fragen an diese Versammlung. Wie setzt sie sich zusammen? Es war von Ortsgruppen die Rede, von Vereinen, die sich gegründet haben und von einem Verein, mit dem Namen eines sehr alten Dichters, der über Götter, Bestien und schlaue Helden geschrieben hat und dessen Texte heute noch gesprochen wird. Dieser Verein, so wird mir berichtet, begleitet militärisch organisiert die Demonstrationen. Mir stellen sich unvermittelt meine Nackenhaare auf. Der Sprecher einer kleinen Gruppe hatte Fragen dazu und wurde dafür an den Pranger gestellt und mit Schmutz beworfen. Ein Vorwurf, er sei ein „Spalter“, hätte eine GbR und reagiere nicht schnell genug auf Messenger Nachrichten. Keine dieser Vorwürfe konnte belegt werden, eine Selbstständigkeit bedarf einer Form…Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass es an einer Debattenkultur mangelt und eine Angst vor Telefonaten bestehen muss. Als der, ich nenne ihn einmal „Ankläger“ seinen eigens schriftlich niedergelegten Worten widersprochen hatte, entspann sich ein Tumult. Aus einem Teil der organisierten Friedensbefürworter, wurden innerhalb von Sekunden freie Radikale. Entsetzt habe ich mir die Frage gestellt:“Wie frei ist die Meinung in einer Gruppe, die sich als solidarisch bezeichnet?“Warum kann eine gestellte Frage nicht friedlich und höflich und sachlich beantwortet werden? Ich sympathisiere mit der kleinen Gruppe des Fragestellers, scheinen sie doch aus einem kleinen gallischen Dorf zu kommen. Denn auch bei mir kommen Fragen auf. Ich stelle sie nicht, Frieden lässt sich nur durch friedfertiges Verhalten gewinnen. Geschrei ist dann fehl am Platz und wer laut wird, hat Unrecht.

 Mein Fazit: Es geht hier heute nicht um Frieden, Miteinander oder Menschen. Eine meiner Thesen bestätigt sich: Menschen werden durch das Leben im System unbewusst geprägt. Wären sie reflektierter, würde ein Teil der Menschen hier im Cafe bewusster, als Politiker und Mainstream Presse handeln .Es wurde ein Blitzableiter gesucht an dem die Vorwürfe abgeprallt sind, wie das Wasser an einem Erpel. Als ich im Gehen bin, entschuldigt sich der Moderator bei mir. Er hatte keine Chance. Ich bedanke mich nicht für die Einladung, denn ich bin einfach nur traurig. Einer der aggressiven Wortführer bittet mich um meine Kontaktdaten. Der Grund: er möchte diese Veranstaltung wiederholen und mir eine Einladung schicken. Was hatte der in seinem Kaffee, dass er meint, dass ich nach der Erfahrung von heute dieser Einladung folgen würde? Mein Entsetzen gewinnt und ich flüchte. In meinem Kopf entsteht ein Bild: Der Becken schlagende Affe auf dem Dreirad, der im Kreis fährt .Er stammt aus der Serie die Simpsons.

Hamburg, 5.März 2023-

Es sollte, wie es scheint eine Aussprache oder ähnliches werden. Als Neuling konnte ich mir die Namen nicht alle merken. Nun lege ich mein Entsetzen schriftlich nieder, es hat mir meinen Schlaf geraubt. Mit der friedvollen kleinen Gruppe halte ich Kontakt. Es ist eine sachliche und ruhige Kommunikation möglich. Wenn nicht, bleibe ich einfach zu Hause.