Sonntag, 1. Juni 2025

Unterwegs mit Social Media

 

Unterwegs mit Social Media

Heute mache ich mich unvoreingenommen auf den Weg, um eine aus den Social Media bekannte Person kennenzulernen. Ich hege die Hoffnung auf ein interessantes Gespräch. Ich kann Personen besser einschätzen, wenn ich ihnen begegne. bekannt geworden ist er aufgrund seiner kritischen Beiträge zu dem Geschehen in unserem Land. Er ist ein Migrant. Jeder Besucher wurde von ihm mit Handschlag begrüßt. Er kommt jeglicher Bitte nach einem Selfie mit ihm nach, immer lächelnd mit einem Daumen hoch. Es ist eine sehr charismatische Persönlichkeit. In seinem Vortrag berichtet er von seiner Migrationsgeschichte, die ihn durch mehrere Länder in Europa geführt hat. Er spricht über seine Dankbarkeit für das, was er in Deutschland erhalten hat. Auch heute würde er mit jedem der hungert, sein Essen mit ihm teilen. Er spricht über den Respekt gegenüber der Polizei und den Behörden, den nicht nur er als Heranwachsender in diesem Land gehabt hat; verurteilt die Respektlosigkeit der Migranten von heute. Den Zustand von früher hätte er gerne wieder hergestellt. Er redet über die Korruption in seinem Herkunftsland und in Deutschland; über fehlende Konsequenzen. Er fordert die Besucher auf, wieder für ein Miteinander und Füreinander bereit zu sein, um eine Änderung herbeizuführen. Er spricht über seinen Glauben und das Gott ihm in unglücklichen Situationen der Weg gezeigt hat. Er ist in seinem Herkunftsland ein erfolgreicher Unternehmer geworden, mit eigener Stiftung Auf meine Frage im persönlichen Gespräch hin, wie wir in unserem Land das Ziel erreichen können, gab er mir den Rat:“Aufklärung über das, was hier im Land los ist.“Erst räumen wir Deutschland auf, dann würde er vielleicht Präsident seines Landes.“ Das nenne ich einen Plan, der zielorientiert ist. Während der Veranstaltung sind meine sensibilisierten Antennen ausgefahren und haben mir Warnzeichen gegeben. Später habe ich von dem Veranstalter erfahren, was dieser Auftritt gekostet hat. Respekt! Sofort erhöhe ich unseren Stundenlohn. Am Ende von Veranstaltungen dieser Art, fühle ich mich wie so oft, mehr als befremdet. Unser Land befindet sich in einer wirtschaftlich desolaten Lage. Ich habe noch nie einen konkreten Plan vernommen, wie Bürger, wenn die Veränderung dann stattfindet, mitgenommen werden auf diesem Weg. Es werden weder Ziele, noch Zeiträume klar definiert. Für mich bedeutet es, das Gefühl der Hilflosigkeit für die Bürger bleibt, die uns die derzeitige Politik vermittelt.

Hamburg, Ende Mai 25 Es gibt noch viel zu tun.