Sonntag, 5. Juli 2020

Juli 2020 - Irgendwie ist alles doof

Aufregende und anregende Zeiten der Veränderungen, die wir gerade erleben.
Zum Thema Weltgeschehen will ich mich nicht äußern.
Wir Menschen scheinen in die Veränderung zu gehen.
Woran ich das fest mache?
In den letzten Tagen höre ich vermehrt von Freunden und Bekannten, dass sie sich komisch fühlen.
Leider nicht im Sinne von Lachen, eher mit Verwunderung und Bestürzung.
Eigentlich geht es mir gut und ich bin glücklich“, ist der Satz, den ich von beiderlei Geschlecht zu hören bekomme.
Wenn es drei Personen so geht, registriere ich es. Werden es aber so um die zwanzig, glaube ich nicht mehr an Zufälle.
Ich betreibe dann Innenschau und beobachte aufmerksam.
Hin und wieder hilft der Zufall. Jemand, der mich gut kennt, äußerte in einem Nebensatz: “Du bist aber im Moment ganz schön sensibel und verteidigst Deine Grenzen.
Später bin ich in mich gegangen und habe mich gefragt: „Ist das wirklich so?
Ja, da ist sie wieder, die Amazone in mir, den Köcher mit frischen Pfeilen bestückt auf der Schulter, den Bogen in der Hand, bereit zum Angriff.
Upps, danke für die Offenheit, wähnte ich mich auf dem Pfad des Friedens.
Innenschau ist nicht immer einfach und schmerzt hin und wieder.

Die Ursache könnte auch woanders zu finden sein.
Ein Blick auf das Programm des Planetariums erzählt mir, der Mars steht am Himmel und bestimmt über uns und unsere Welt, ein kriegerischer Aspekt.
Ich habe es nicht so mit der Astrologie, nutze hin und wieder aber die Numerologie, um mir mein Leben zu erklären.
Das Jahr 2020 steht für unsere Wurzeln und unsere Prägungen, mit denen wir in die Welt gegangen sind, und sie jetzt schmerzlich spüren.

Freut euch, dass ihr eure Gefühlen benennen könnt.
War es in den letzten Jahrzehnten angesagt, sie zu beseitigen.
Die Masken dürfen fallen. Geht durch eure Gefühle durch, das sich ungeliebt fühlen, wertlos, nicht gesehen werden, Wut, Trauer...
Versucht sie als Schatz in Euch zu sehen, der Gold wert ist.

Sensibel zu werden, macht jeden von uns zu einem mitfühlenden Individuum.
Wenn es das ist, was unser Miteinander für morgen braucht, lasst uns zu einer Verbrauchergemeinschaft werden.

Ich wünsche jedem, dem es gerade so geht, eine Zeit voller Sinnlichkeit und die Kraft, Frieden mit dem zu machen, was dich bewegt.

Mir wünsche ich, dass ich überlege, bevor ich den Bogen in die Hand nehme.







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