Mittwoch, 20. Juli 2022

Resilienz

 

Nein, ich bin nicht depressiv. Die Zeiten in denen wir gerade leben machen mich nur hin und wieder unendlich müde. Ich mag mich im Gezeitenkrieg nur nicht wie ein Objekt, auf dem großen Schachbrett unserer Welt hin und her schieben lassen. Ich gestatte es mir, mich so zu fühlen, um meine Mitte wieder zu finden. Den Erwartungshaltungen, die einem Objekt entgegengebracht werden, kann ich nicht entsprechen. Seit Jahrzehnten setze ich mich für ein liebevolles und friedliches Miteinander ein, ebenso für unsere Tiere und die Natur. Ich bewundere den Mut der Gruppe „Letzte Generation“, die sich auf Straßen und an Gebäude kleben. Man mag von diesen Aktionen halten, was man möchte. Über die Verzweiflung dieser jungen Menschen wird nicht berichtet. Ich lese fernab von allen Mainstream Medien, daß sie sich nicht gehört fühlen. Seit den siebziger Jahren habe ich für meine Werte demonstriert. Es hat nicht viel gebracht. Seit dieser Zeit höre ich den Slogan: „Es ist fünf vor zwölf“. Es ist ihre Welt, um die sie sich sorgen. Ich tröste mich, wenn meine Generation nicht demonstriert hätte, stünde es eventuell viel schlechter. Brauchen wir Krisen, um uns den unangenehmen Dingen zu stellen? Um das Gleichgewicht für Natur und Mensch wieder herzustellen, bedarf es Zeit. Schaffen wir es, zusammen zu rücken und gemeinsam nach Lösungen zu suchen? Wie bauen wir Brücken für die Zukunft? Habe ich mich von meinem Ausflug in die Stadt erholt, spüre ich, wie meine Flügel wieder wachsen und stärker werden. Ich fühle mich wieder frei und den Mensch den ich brauche, um im Vertrauen zu  bleiben, ist in mir. Im Mangel haben wir Menschen lange genug verharrt. Es ist Zeit für Fülle, liebevollem Miteinander und ein angstfreies Leben.

Hamburg Dulsberg im Juli 2022-

Eine Nachricht von Bjarne:“Die Zeit geht nicht spurlos an mir vorüber; ich aber auch nicht an ihr….

Danke für Deine lieben Worte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen