Freitag, 12. Dezember 2025

Pakete, Pakete

 

Ob Black Friday Weeks oder Weihnachten; der Dienst der Deutschen Post ist unterirdisch. Der Service, natürlich digital, funktioniert partiell. Die Postbank ist eine Bank und den Nachsendeantrag für den Umzug habe ich bei Edeka erhalten, am Tresen für Lotto, Tabak und Postdienstleistungen. Das Ganze als echten Schnapper, für 31,50 Euro Der Hinweis des Postmitarbeiters, als ich nach dem Nachsendeantrag gefragt habe war äußerst charmant. Seine Antwort:“Lesen Sie das Schild hinter mir? Da steht Postbank.“Hier gibt es Bankleistungen. Das Traurige an den Dienstleistungen ist, das ein berittener Bote sicherlich schneller wäre, und ein Sack Hafer günstiger, als die Gebühren. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die fast ihr gesamtes Leben im Internet bestellen und dann nicht zu Hause sind. Heute bin ich liebevoll bedacht worden. Der Paketbote klingelte an meiner Tür. In einem hat sich eine wunderbar wärmende Jacke befunden, die mit  herzlichen Gedanken nun den Weg zu mir gefunden hat. Sie hatte den Weg zwischen zwei naheliegenden Hansestädten zu bewältigen. Dieser dauerte vier Tage. Mein Paket in die Gegenrichtung ist länger unterwegs gewesen. In dem zweiten Paket haben sich Apfelmus und Apfelsaft aus Schleswig-Holstein befunden. Keine  24 Stunden und es war da. Die Gaben stammen aus dem Garten einer Freundin. Vor meinem Wegzug haben wir oft gemeinsam die Äpfel Ende Oktober geerntet. Es ist eine Gemeinschaftsaktion gewesen. Die Holzpresse hat im Garten gestanden, in der die Äpfel frisch vom Baum gepresst worden sind. Es geht nichts über frisch gepressten Apfelsaft. Über dem Lagerfeuer wurde dieser erhitzt und schmeckte nach und während getaner Arbeit, einfach köstlich. Der Vorrat an Saft reichte fast bis in den Sommer .Die in hauchdünne Scheiben geschnittenen Apfelringe, die zum Trocknen aufgehängt worden sind, auch. Ein wenig wehmütig fällt mir auf, in diesem Jahr habe ich kein einziges Feuer gemacht. Das gestaltet sich in einer Großstadt auch ein wenig schwierig. So fällt mir doch eine Geschichte ein, die sich vor ein paar Jahren zugetragen hat. Wir Nachbarn hatten uns in einem Lokal verabredet, dass Mittsommer feiern wollte. In der Ankündigung hat gestanden, es gäbe ein Lagerfeuer. Es wurde immer dunkler und die große Feuerschale  war immer noch abgedeckt. Kurzentschlossen haben wir diese entfernt und mit dem Holz, dass wir im nahen Park und auf den Baustellen eingesammelt haben, ein Mittsommer Feuer entzündet. Einer der unverheirateten Ü 40Nachbarn kam gerade vom Besuch bei Mutti .Sie hatte ihn gut versorgt und so haben wir Würstchen und Schinken über das Feuer gehalten. Die Besucher der Lokalität waren begeistert, der Wirt nicht, trotz des enormen Umsatzes, den er an diesem Abend gemacht hat. Es war ein schöner Abend.

 

Hamburg Dulsberg im Dezember 2025

Ich schwöre, es war lediglich Apfelsaft.Hätte ein Paketbote an unserem Feuer gesessen,möglicherweise wäre er motivierter beim Austragen gewesen.

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