Montag, 23. November 2020

 

Memories are made of this

Ich habe mich davon überzeugen lassen, daß meine CD Sammlung nicht mehr zeitgemäß ist. Nun befindet sich meine gesamte Musik auf meinem Computer. Durch Mithilfe und viel Geduld eines lieben Menschen, habe ich diese nun auch wieder gefunden auf meinem Rechner und kann sie hören. Ein wenig wehmütig habe ich meine CD Sammlung in Kisten gepackt. Sie kommen erst einmal inden Keller. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich meine Langspielplatten aus Platzgründen weggegeben habe. Mein Herz hat geblutet. Viele dieser Vinylscheiben habe ich auch bei Ausstellungen und kleinen Konzerten erstanden. Neu aufgelegt wurden sie nie. Oh, wie habe ich die liebevolle Covergestaltung der Schallplatten geliebt. Oft waren auf der inneren Hülle Texte, Bilder und Geschichten zu lesen. In der CD Generation hat man das auch versucht. Leider benötige ich mittlerweile zum Lesen dieser Informationen eine Lupe. Der zweite große Karton ist auch schon fast voll. Nein, entschlossen lege ich ein paar CD´ s heraus. Sie möchte ich nicht im Keller wissen. Ich halte gerade Stonehenge in der Hand. Dazu habe ich eine ganz besondere Erinnerung Die Schallplattenvorstellung habe ich 1980 im Hamburger Planetarium gehört und erlebt. Nach dreiunddreißig Jahren bin ich Anfang 2013 nach Hamburg zurück gekehrt. Als ich meine neue Arbeitsstelle angetreten habe, hatte ich plötzlich ein Lied aus dieser Platte in meinem Ohr, Sunrise. Ich habe die Musik lange nicht mehr gehört. Es war Januar und fünf Uhr morgens. Ich habe an der U Bahnstation Lattenkamp auf den Bus gewartet. Schnee ist vom Himmel gefallen und der Ort wirkte im Schein der Straßenlaternen unwirklich. Und es war still. Ich habe mich auf meinen Neustart in Hamburg gefreut und neugierig, auf das, was ich jetzt von Dorf kommend, hier in Hamburg erleben würde. Ich wache seit Jahren morgens mit einer mir ureigenen Hitliste im Ohr auf. So bin ich angefangen, auf jedem Flohmarkt nach dieser Platte zu suchen. Es gab sie noch nicht als CD, aber man konnte sie auf das Medium überspielen lassen. Im Dezember 2013 habe ich einen bezaubernden  britischen Weihnachtsmarkt im Baseler Hof besucht. Bei einer kleinen Pause an der Bar kam ich mit einem Besucher in ein längeres Gespräch. Irgendwann kam das Gespräch auf meinen Neuanfang in Hamburg und ich erzählte lachend von meinem Ohrwurm. Mein Gesprächspartner ist aufgestanden, zog seinen Hut und stellte sich vor. Aus seiner Jackentasche zog er eine CD mit dem mir unvergessenem Cover. Er war der Komponist und Erschaffer der musikalischen König Artus Legende; in die Jahre gekommen, genau, wie ich. Die CD war gerade frisch aus der Presse gekommen. Wir haben uns lange unterhalten Das Album wurde durch einige Lieder ergänzt. Jetzt ist die Geschichte nicht nur für mich vollständig. Auf dem Medium CD ist glücklicherweise mehr Platz. Ich war sehr gerührt, als er mir die CD schenkte.

 

 

 

Hamburg – Dulsberg im Oktober 2020.Ich habe den Umzug nach Hamburg nicht bereut. Für mich nach langer Abwesenheit ein Sonnenaufgang, an dem ich mich noch immer erfreue, und der mich glücklich macht.Danke Chris Evans

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