Freitag, 1. April 2022

Die Geschichte, die nicht gschrieben werden sollte

 Zeitumstellung. Sie ist meinen Mitmenschen anzumerken. Viele sind neben der Spur. Sie gießen ihren Missmut und ihr Unausgeschlafen sein über den Köpfen ihrer Mitmenschen gedankenlos aus. Im letzten Jahrhundert  wurde der Beschluss gefasst, sie einzustellen, diese Zeitumstellung. In unserem Land hält man leider an vielen alten Denkweisen und Systemen fest, die besser im letzten Jahrhundert geblieben wären Die Zeit eilt weiter. Sie bleibt nicht stehen, wie viele Menschen. Gefühlt bleiben sie dort, wo sie sich wohlfühlen und sich auskennen. Am Sonntag wurde im Saarland gewählt. Sie Konnten zwischen Pest und Cholera wählen. Die Tierschutzpartei, die Mensch und Tier im Mittelpunkt stehen hat, hat 2,4 Prozent erhalten. Jedes Land erhält die Regierung, die sie verdient. Veränderungen sehen für mich anders aus. Sie erklären sich damit einverstanden, daß Wälder abgeholzt werden für Windkraft und somit auch auf unsere Umwelt schädigen, unser Gesundheitsstatus von der Politik festgelegt wird ,sich den Konflikten angenommen wird, die nicht  die unseren sind und locker elf Milliarden dafür ausgegeben werden. Im Gegenzug werden wir verhöhnt, sollen bei fünfzehn Grad frieren und Strom sparen. Ich stelle mir vor, elf Milliarden fließen in das Gesundheitssystem, in die Bildung unserer Kinder und die Kultur. Während meines Frisör Besuches zwei Tage später, berichtete mir meine Frisörin, als ich sie fragte, wie es ihrem Mann ginge, daß sie 1500 Euro  für eine spezielle Röntgenaufnahme bezahlen musste, sonst wäre Mann nicht punktuell mit Chemotherapie behandelt worden. Sie hat ihre Tränen unterdrückt. Durch die Blume hat man ihr mitgeteilt, es wäre ja auch die zweite Chemotherapie. So sieht sie aus, unsere Welt ohne Liebe und Mitgefühl. Es geht nur um ausreichende Versorgung, und nicht um die bestmöglichste. Mich erfasst das blanke Entsetzen, über diese Art der Verachtung- Dagegen sind meine Erlebnisse in den letzten zwei Jahren Kranksein nicht ganz so heftig. In mir bricht kein heiliger Zorn mehr aus, wenn ich diese Art von Nachrichten höre. Mir fehlt die Kraft und weine leise nach innen. Ich komme mit meinem Gerechtigkeitssinn nicht mehr klar. Der Salonbesitzer fragte mich, wie es mir ginge. Er hätte über den örtlichen Supermarkt für seine Mutter den Einkauf organisiert. Den Hinweis, daß der Service viel Geld kostet, wischte er mit der Begründung weg, es wäre günstiger, als wenn mein Sohn aus Schleswig-Holstein kommen würde, bei den Benzinpreisen. Drei Jahre C, da spielen soziale Kontakte mit der Familie oder beim Einkaufen einfach keine Rolle mehr, ebenso die Ausgrenzung von Menschen, gleich welcher Gesinnung und welchen Alters. Viele Freundschaften sind zerbrochen, weil es keinen Meinungskorridor im Gespräch mehr gibt. Es beschleicht mich das Gefühl, Bürger müssen sich ihre Welt schön reden, sonst halten sie es nicht mehr aus. Für ihr unsoziales Verhalten haben sie mein Mitleid und ich vergebe ihnen. Sie spüren nicht, wie armselig sie sind. Diese Geschichte wollte ich nicht veröffentlichen und nicht schreiben, weil es einen kollektiven Aufschrei in unserem Land nicht mehr gibt. Meine Hausärztin wünschte mir noch ein paar schöne Jahre, als ich in Frührente geschickt wurde. Definiere bitte schön. Als ich in 2020  dieses Projekt mit der Frage begonnen habe:“Wenn Du mit Deiner Zukunft sprechen könntest, was würde sie Dir antworten?“Habe ich andere Geschichten und Wünsche vernommen. Was tut jeder Einzelne für die Umsetzung? Schweigen und Abwarten ist keine Lösung, oder? Fang bei Dir selbst an und für Deine Kinder und Enkel.

Hamburg Dulsberg im April 2022-

Da wunderbaren Vorschläge von unseren Politikern gekommen sind, verstehen sie sicherlich auch uns Bürger, wenn wir im Dunklen sitzen und frieren, besuchen wir Bürger Euch in euren Büros und Rathäusern, um uns aufzuwärmen. Wir bringen auch Kaffee mit. Hört ihr uns dann endlich zu? Hin und wieder verschwindet mein Verständnis, welches mir immer abverlangt wird. Wer versteht mich?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen