Wenn ich versuche meiner Welt sachlich zu begegnen, schlafe ich schlecht. Morgens fühle ich mich nicht ausgeruht und verbringe meinen Tag gefühlt auf einer anderen Ebene. Wenn ich durch meine Träume gleite, werde ich bedingungslos durchgerüttelt und begegne meinen Emotionen, die ich versucht habe tagsüber durch einen flotten Spruch zu verstecken. Ich bin ein emotionaler Mensch und die Menschen, denen ich begegne wissen oft nicht, damit umzugehen. Aber nachts holt mich dieses bedingungslose für mich Fühlen wieder ein. So wache ich ein wenig desorientiert auf und stelle mir die Frage:“Wer bin ich, wenn alles wegfällt?“Nach dem ersten Kaffee oder Tee, weiß ich es wieder. Ich habe Leute erlebt, die vor mir weggelaufen sind, wenn ich ihnen diese Frage beantworten konnte. Oft höre ich den Satz:“Wenn ich Dich sehe geht es mir gut, warum bist Du so fröhlich? Warum strahlst Du immer?“Jetzt habe ich eine Antwort:“ Lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf, bin ich emotional frei. So kann ich schöpferisch, klar und kraftvoll d durch meinen Tag gehen.“ Freigelassene Gefühle lassen mich spürbar glücklich fühlen. Leider ist das nicht ansteckend. Wie heißt es heute so schön:“ Vielleicht solle ich viral gehen?“ Ich begreife unser Leben als einen Fluss, auf dem wir uns fortbewegen. Er hält für mich Leichtigkeit und viel Gutes bereit, wenn ich mit ihm schwimme. Hin und wieder tauche ich ab. In einer Schatztruhe habe ich unterschiedliche Potentiale gefunden; auch Eigenschaften, die ungewohnt für mich gewesen sind. Sie haben meine Sichtweise verändert; ein wenig zäh, aber mittlerweile empfinde ich es nicht mehr so befremdlich Ich bin neugierig, was sich hinter der nächsten Biegung des Flusses befindet. Ich wünsche mir Menschen, die wie ich, der Stimme ihres Herzen s folgen, ihre Gefühle leben können, ohne das es ihnen peinlich ist. Es sind Anteile unserer Seelen, die zu uns gehören und uns authentisch machen.
Hamburg Dulsberg, 30.März 22
Ich danke meiner Freundin für ihren kurzen Kaffee Stopp in meiner Küche. Sie ist, wie viele anderen auch, in den letzten drei Jahren, noch sensibler geworden und ganz nah bei sich. Nichts bleibt so, wie es ist.
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