Mit Ungeduld erwartet, aber endlich ist er da, der Sommer. Die Sonne wärmt meine Knochen, blauer Himmel, und die Erdbeeren sind reif! Mal gucken, wo ich heute Beeren pflücken kann. Landwirte können ihre Hände nicht in ihren Schoß legen. So werde ich trotz des Pfingstfestes mein Glück versuchen. Während meiner Erkundungstour am Stadtrand freue ich mich über Beete, die üppig bis auf den Weg fallen, um mich an der Pracht der Farben und den Düfte der Natur, teilhaben lassen. Mein ehemaliger Garten ist das, was ich vermisse und die Möglichkeiten die er mir geboten hat, seit dem ich der Arbeit wegen vom Land in die Stadt gezogen bin. Kastanie und Flieder sind schon am verblühen. Die Eisdielen haben geöffnet; die Schafskälte ist noch da. In diesem Jahr sehe ich weniger Eichhörnchen, registriere aber mehr Singvögel. Leise hege ich die Hoffnung, dass auch die Schmetterlinge wieder kommen. Ich vermisse ihre Leichtigkeit. Ein ganz normaler Sommer und nur noch drei Wochen bis Mittsommer. Alle meine Sinne sammeln bereits für die dunkle Jahreszeit. So freue ich mich auf die selbst gepflückten Erdbeeren, in der Sonne gereift. Es gibt so unendlich viele Sorten. Meine liebste ist die Sorte Malwine. In ihr vereinen sich die gesamte Kraft und der Geschmack des Sommers. Es ist eine späte Sorte und zeigt mir das Nahen des Herbstes an. Um die Zeit bis zur neuen Ernte zu überbrücken, koche ich mir ein paar Gläser dieser Kostbarkeiten ein; Sommer im Glas und ich hüte sie, wie einen Schatz!