In Zeiten, wo so unendlich viel Irrlichter unterwegs sind, genieße ich gerade die Wärme und eine kleine Auszeit. Wolken malen ihre Geschichten in das Blau des Himmels, erzählen für einen kleinen Moment des Augenblicks. Plötzlich verspüre ich eine tiefe Sehnsucht in mir, nach meinem kleinen See, der in einem kleinen Wäldchen in Schleswig-Holstein liegt. Natürlich gehört er mir nicht. Er gehört mir für den Moment, wenn ich ihn besuche. Mein letzter Besuch ist jetzt vier Jahre her. Der Anblick, wenn die Sonne sich dem Abend entgegen neigt, und ihre letzten Strahlen, wenn sie sich auf seiner Oberfläche brechen. Sie funkelt dann, wie ein Diamant und der zu erwartende Sternenhimmel in der Nacht. Es ist ein kleines Stück Heimat, die mein Herz und meine Seele erfüllt; bis in jede Pore meines Seins, mit Glück. Ein Bad in seinem kupferfarbenen Wasser erfrischt ungemein. Es schenkt mir eine Form von Lebendigkeit, die ich in der Großstadt oft vermisse. Ein Gefühl, dass es nur eines kleinen Schubses bedarf, um mich heil und in mir zu Hause zu fühlen. In diesem Wäldchen liegt fernab von den Wegen, eine Lichtung. Die Bäume, die sie umfassen, erwecken in mir das Gefühl eines Kathedralen Besuches. Still, erhaben, fast heilig. Über mir tanzen die Wipfel , der Gesang der Vögel schenkt mir eine leise Ahnung von dem, was Schöpferkraft bedeuten mag. Ein Ort, den ich nur mit Herzensmenschen teile, die ein Geheimnis zu wahren wissen. So bleibt dieser kleine Flecken ein Kraftort, sicherlich nicht nur für mich. Die Wolkenreise lässt mich wieder Demut und Dankbarkeit spüren. Diese Welt ist ein schöner Ort. Gerade diesen Zauber gilt zu schützen und zu wahren. Ein Glückselixier, das nichts kostet.
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