Leo und ich sind verabredet; Treffpunkt Taverna Metaxa, unser Stammrestaurant in unserem Stadtteil. Unser Geld geben wir hier aus in den Geschäften, damit sie uns erhalten bleiben. Unsere seit Jahren bestehende monatliche Verabredung ist aus den unterschiedlichsten Gründen, für einige Zeit ausgefallen. Die Vorfreude, die wir in uns tragen, ist riesengroß, der Appetit mittlerweile auch. Ein Tisch ist bestellt. Beim Eintreten in das Restaurant, werden wir mit überwältigender Herzlichkeit begrüßt, fast in den Arm genommen. Behandelt, wie Familienmitglieder, die man lange nicht mehr gesehen hat. Sich im eigenen Land willkommen fühlen, ist etwas, was mir durch die Politik genommen wurde. Ich merke erst jetzt, wie schmerzlich ich das vermisse. Leise weine ich nach innen. Die Bestellung wird aufgenommen und wir werden nach unseren Befindlichkeiten gefragt. Nach dem ersten Ouzo kommt ein Gruß aus der Küche. Frisch gebackenes, warmes Brot mit einem leckeren Dip, köstlich .Hier gibt es eine excellente Küche. Das Wasser läuft uns bei den Düften im Mund zusammen. Unsere Bestellung wird gebracht. Wir genießen jeden einzelnen Bissen, herrlich. Wie erwartet sindn die Preise etwas höher, die Portionen auch ein wenig kleiner geworden. Die Portionen sind immer noch so groß, dass wir mehr als satt geworden sind. Die Reste werden uns eingepackt. Nach einem letzten Mocca gehen wir nach Hause. Es war uns ein Fest. Nein, Sirtaki tanzen lernen mussten wir nicht. Wir freuen uns auf den nächsten Monat und auf die Regelmäßigkeit, die wieder Einkehr in unser Leben halten wird. Nicht nur wir als Besucher sind loyal. Ein schönes ,fast unbemerktes Geschenk. Ein Wert, der hoffentlich erhalten bleibt.
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