Sonntag, 30. April 2023

Singing in the rain bei Fridays for Global Peace

 

Die Sonne scheint noch, als wir auf dem Rathaus Markt eintreffen. Kurzfristig ist vor der Friedensdemo noch ein Bürgerdialog genehmigt worden. Ein ehemaliger Demo Veranstalter gibt einen wunderschönen Blumentopf ab. Er bedankt sich für unser Engagement und erklärt, er wäre ausgelaugt und hätte gerade keine Kraft mehr. Pünktlich zur Rede des Moderators über den Corona Bericht der Bundesregierung, und Ablehnung des Bundestages für einen Untersuchungsausschuss, setzt der Regen ein. So bleibt die Teilnehmerzahl übersichtlich. Im Rathaus feiert die Handwerkskammer gerade ihr 150 jähriges Bestehen. Die Polizei kontrolliert den Umbau zur Friedensdemo. Vereinzelte Gespräche zum Thema Weltfrieden finden trotz Regen statt. Ein Pauli Fan nimmt seine Kauleiste aus dem Mund und zeigt damit auf das Rathaus. Menschen hasten mit hoch gezogenen Kragen über den Platz. Kaum einer möchte mit mir über das Thema Frieden sprechen. Sofort öffnet der Himmel noch weiter seine Schleusen, gibt alles. Das Rathaus verschwindet hinter einem grauen Schleier. Der Himmel weint, meines Erachtens aufgrund vulnerabler Intelligenz. Er spült die Menschen vom Platz. Wir fassen den Beschluss, vorzeitig abzubrechen. Zwei junge Frauen bitten darum, einen Titel von Charles Aznavour zu spielen und singen mit. Ihr Interesse gilt einer Bar, die sie zu finden hoffen. Es ist auch eine Art, Frieden zu finden. Auf meinem Heimweg registriere ich, wie die letzten Käufer die Geschäfte verlassen; Angestellt die Türen verschließen, um hastig zu Bus zu eilen. Das Licht der Laternen spiegelt sich auf den vergessenen Bistro Tischen vor dem Levante Haus. Mein Wunsch für den kommenden Freitag:“ statt Fred Astaire`s Singing in the rain, bitte die Magie von Mary Poppins mit Supercalifragilistischexperialigetisch.   

Ehrlichkeit und Sinnhaftigkeit

Schöne, neue Welt! Politiker bauen unser Land um. Mich erinnert es mittlerweile an Kriegswirtschaft. Lassen sich doch Analogien zu unserer Geschichte herstellen. Immer neue Verbote, die in unser Privatleben hinein regieren mit exorbitant hohen Strafen, die dann folgen, lassen vermuten, dass unser Land pleite ist. Unser Selbstbestimmungsrecht wird durch die Klimagesetze außer Kraft gesetzt. Neue Steuerrekorde tilgen nicht die Schuldenwerte. Wenn ich unser Land wie eine Firma betrachte, befinden wir uns in einer Schieflage. Wenn ich mit meiner kargen Rente so umgehen würde, wäre für mich schon am fünften eines Monat Ultimo. Anders kann ich mir die irrationalen Krisen, die unser Land erschüttern, nicht erklären. So stelle ich sie in Frage. An einer 15 Minuten Stadt wird gearbeitet, Bürger sollen in ihrem Quartier bleiben. Gemeinschaft wird dadurch zerstört, bei der Familie wurde es schon geschafft. Der Staat betreut unsere Kinder und legt mittlerweile fest, wie sie in Schulen und KITA´ s ernährt werden. In Hamburg wird gerade der neue Online Supermarkt Picknick propagiert .Eine Riesenhalle dafür wird gerade vor den Toren Hamburgs dafür gebaut. Es ist ein Startup Unternehmen, gefördert durch die Gates Stiftung. Bargeld wird so bald nicht mehr benötigt. Ein weiteres Stück Freiheit fällt weg. Deine nächste Grill Party wird es dann nicht mehr so schnell geben, wenn Du dann deine Co 2 Zertifikate verbraucht hast. Vielleicht mache ich einen Fehler beim Denken. Als fossiler Dinosaurier kann das schon einmal passieren. Es liegt nicht daran, dass ich mich nicht umstellen kann und will. Ich entscheide mich zeitig gegen die Mauern, die gerade gebaut werden. Jetzt sind sie für viele noch nicht sichtbar. Unangenehme Gefühle lassen sich ignorieren, aber für wie lange? Robert Habeck, seines Zeichens Wirtschaftsminister, hat gesagt:“Veränderung bedeutet Zumutung“. Hat sich je ein Hamburger Bürger gefragt, ob er das bekommen hat, was er wählte? Ich habe nicht gewählt, wer kritisiert, gehört nicht zur Gesellschaft! Das Vertrauen, um dass die Parteien vor der Wahl geworben haben, wurde missbraucht. Ehrliche Aufklärung durch die Politik fehlt. So entsteht eine Politik Verdrossenheit. Die Angst vor dem falschen Griff in den jetzt angesagten Sprachtopf, sorgt für das Verstummen.

 

Sonntag, 23. April 2023

Friday for global Peace Kaiserwetter

 

Die Sonne beschenkt Hamburg und seinem Rathausplatz mit Kaiserwetter. Zu meinem Leidwesen auch wieder mit Fußball; HSV gegen St. Pauli. Die Polizei zeigt wieder ihre Stärke in Form von Mannschaftswagen und in ihnen geparkte Polizisten. Der Platz ist gut gefüllt mit Besuchern, die dort  die ersten warmen  Sonnenstrahlen des Frühlings genießen. Es fehlt hier an Bänken. In München gibt es das Konzept der temporären Bänke. Ein schönes Konzept, denn sie können schnell wieder entfernt werden, wenn der Platz für etwas anderes genutzt werden soll. Es würde auch gut zu Hamburg passen und dem Platz vor dem Rathaus mehr Wärme schenken. Ich kann diesen Ort mittlerweile genießen. Den Platz mit seinen Büdchen und ausgewiesenen Stammtischen. Bodo, Werner und Ella sitzen immer dort. Zusammen haben sie fünf Zähne, ihre Unterhaltung schweigend. Sie sitzen immer mit dem Blick auf das Rathaus, ihr Bierchen in der Hand. Es ist schön, dass es sie gibt.

 Spontan wurde uns heute ein Bürgerdialog genehmigt. Wir werden lächelnd beobachtet, sprechen möchte niemand. Zu Beginn der Friedensdemo finden sich wieder neue Mitstreiter ein. Die „Demo Oma“ stellt sich mir vor und erzählt mir ihre Geschichte. Sie leistet hier weiter Widerstand und rät den Bürgern, dass sie nicht aufhören sollen, zu denken. Sie berichtet davon, dass Kritik zu einem Tatbestand wird und rechtliche Folgen hat. Alles beginnt mit dem Frieden im Kopf. Sie erzählt weiter von den Auswirkungen des Zerstörerischen unserer Regierung, bemängelt das Fehlen von konstruktiven und friedlichen Lösungen. 

Viele unterschiedliche Gespräche haben sich ergeben. Geschichtsstudenten, die sich an dem Begriff Angriffskrieg festklammern, und schwer zugänglich für andere Begrifflichkeiten. Ich erinnere mich noch an Zeiten, da sind Studierende differenzierter mit unserer Sprache umgegangen. Eine Künstlerin, bekennende Grünen Wählerin, lässt sich mit mir auf einen sehr konstruktiven Diskurs ein. Ein Gespräch über den Türkei/Griechenland Konflikt endet mit einem Konsens und einer Umarmung. Neue Ideen sind gefunden und werden am kommenden Freitag gemeinsam umgesetzt. Eine friedvolle Veranstaltung unter der Präambel der Hamburger Verfassung. Sie lautet:

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat als Welthafenstadt eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene, besondere Aufgabe gegenüber dem Deutschen Volke zu erfüllen. Sie will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.

Es wird Zeit, sich wieder dieser Worte zu erinnern.  Wir füllen sie mit Leben! Was ist mit Dir?

Heilende Kräfte

 

Über Nacht hat es nach dem ersten sonnig warmen Tag geregnet. Die Luft ist gereinigt. Der betörende Duft der Linden, der durch mein geöffnetes Fenster herein weht, fühlt ich an, wie eine zärtliche Umarmung und schenket mir das Gefühl von Geborgenheit. Geweckt hat mich der Gesang der Vögel, die in dem zarten Grün des Baumes Unterschlupf gefunden haben. Nach und nach entfaltet diese Schönheit ihr herzförmiges Blätterkleid. Das Honig Aroma der Linde beruhigt nicht nur meine Seele. In vorderen Zeiten hat auf vielen Plätzen eine Linde gestanden. Unter ihrem Dach herrschte Frieden, wurden Urteile gesprochen und gefeiert.

Als Bau- und Brennholz ist da Lindenholz ungeeignet. Die Sanftheit und Weichheit des Holzes ist den schönen Dingen des Lebens vorbehalten. Musikinstrumente aus ihrem Holz, haben einen wunderbaren Klang. Das Holz hat einen warmen Glanz und ist herrlich glatt. Bilder werden damit gerahmt und es lässt sich wunderbar schnitzen. Tilmann Riemenschneider hat wunderbare Marien Statuen als Zeugnis hinterlassen. Walther von der Vogelweide widmete ihr schon sehr früh ein musikalisches Denkmal.

Die Linde verschwindet leider aus dem öffentlichen Raum. Unter ihrem Blätterdach herrschte immer Frieden, Liebe, Freude und Gemeinschaft. Ich wünsche mir ein Meer von Linden in unserer Stadt, getragen von der Hoffnung, dass Menschen unter ihr wieder zueinander finden, sich ihrer Wurzeln besinnen, im wohlwollendem Miteinander Sein.

Dienstag, 18. April 2023

Untergang oder verlorenes Lebensgfühl

 


Anlass für diese Geschichte sind mir vorliegende Ton Dokumente über eine Veranstaltung im Hamburger Rathaus:“ Über die Zukunft des NDR´ s und dem Hinweis, kommen sie mit Verantwortlichen ins Gespräch.“Und es hat Rückmeldungen nach Veröffentlichung der Geschichte “Menschlichkeit oder die Reise in eine Parallelwelt“.

Zusammenfassend kann ich über die Rathaus Veranstaltung berichten, dass sich eine Vielzahl der Besucher für den NDR, kritische und unbequeme Fragensteller gewesen sind. Der NDR hat gegen die Vorwürfe der falschen und einseitigen Berichterstattung, gefälschten Bildern, Interviews, die verdreht und sprachlich verhunzt wiedergegeben werden, insistiert. Der NDR stellte klar, dass seine Berichterstattung nach einem journalistischen Kodex erfolgen würde. Die Berichte würden nach der Mehrheitsmeinung durch statistische Umfragen ausgewählt und unparteiisch und neutral berichtet. Die Veranstaltung endete mit großem Unmut und Fassungslosigkeit der Besucher. Ob sich der NDR noch einmal dieser Art von Fragen aussetzen möchte, wage ich zu bezweifeln. Nachweisen und Beweisen war er auf jeden Fall nicht zugänglich. Mehr Raum möchte ich den Öffentlich Rechtlichen nicht geben. In Hamburg läuft Vieles einfach nicht „rund“.

So komme ich zur Geschichte über die Menschlichkeit in unserer Stadt. Es hat einige Rückmeldungen und Gespräche gegeben. Sie hat traurig und betroffen gemacht. Es leiden mehr Menschen, als gedacht, unter dem Verlust von sozialen Werten und Umgangsformen. Am schmerzlichsten werden Verlässlichkeit, Fürsorge, Loyalität, Authentizität, Wahrhaftigkeit und Gemeinschaft vermisst. Es sind Werte, die sich Hamburg auf seine Segel schreiben konnte. Werte, die eine erworbene, historische Hinterlassenschaft sind. Ich frage mich, warum begehrt keiner auf, warum machen so viele Bürger mit? Warum und wann ist soziale Verwahrlosung so in Mode gekommen? Hast Du Dich das schon mal gefragt? Hier ein frisches Beispiel:“Ein älteres Ehepaar, beide am Stock gehend, möchten in den Bus steigen. Die Tür öffnet sich direkt vor ihnen. Zehn Personen drängeln an ihnen vorbei. Keiner gibt ihnen die Zeit, sicher in den Bus zu steigen. Egoismus, Dekadenz, Gier und der Verfall von Werten, hat schon viele alte Kulturen den Untergang beschert. Jeder mag für sich scheine Schlüsse ziehen.

Bjarne danke ich für seinen Vorschlag:“Lass uns so leben, als wäre die Welt, in der wir leben wollen, schon da.

Mittwoch, 12. April 2023

Arme, reiche Stadt Hamburg

 

Eigene Erlebnisse und Tatsachenberichte, die gegen mein Rechtsempfinden verstoßen, lassen mich zu Papier und Feder greifen.

Das staatliche Winternotprogramm  für Obdachlose ist Ende März zu Ende gegangen. Nachts ist es noch bitterkalt. In den Medien ist heute zu lesen, dass die Polizei mit dem heutigen Tage für obdachlose Bürger zu einem Erziehenden missbraucht wird. Wohnungslose sollen von den Bahnhöfen und vor den Geschäften entfernt werden. Ihr Vorhandensein mindert den Umsatz in den Geschäften, weiter sorgen sie für erhebliche Verschmutzung. Für sie wird kein Wohnraum zur Verfügung gestellt. Wo ist die Unterstützung für die Menschen, die aus welchem Grund auch immer, ihre Existenz verloren haben. Auch ihnen fehlt es an Trost und Zuspruch. Die ehrenamtlich helfenden Hände reichen nicht aus. Mir stellt sich auch die Frage:“Wo sollen sie hin?“Ein Video liegt mir vor. Einem Gast im Burger King in Altona hatte Mitleid mit einem Obdachlosen, der im Müll nach essbaren Resten suchte und teilte mit ihm ihr Menue. Der Inhaber wurde laut und warf den Obdachlosen hinaus. Er berief sich auf sein Hausrecht. Die se Frau mit dem großen Herzen ist zu Gast in unserem Land. Sie war sprachlos und im höchsten Maße ohne Verständnis, da keine Unterstützung von anderen Besuchern im Lokal erfolgt ist. Zum Glück gibt es in Hamburg einige Geschäftsleute, die ein offenes Herz haben und kostenfreies Essen an Bedürftige abgeben, ohne es an die große  Glocke zu hängen.

Weitere Absurditäten entstehen durch fehlende Anpassung durch unsere Gäste aus Kriegs-und Krisengebieten. Sie haben sehr kurze Zündschnüre und jetzt schon sichtbare Konflikte könnten zu einem Flächenbrand werden. Ein Erlebnis, das fast dazu geführt hat: Eine Frau drängelte sich auf der kostenpflichtigen Toilette vor. Sie erklärte, sie sei aus der Ukraine und müsste nicht bezahlen, das würde Deutschland tun. Die Toilettenfrau und Nutzer mit anderer ethnischer Herkunft haben die Ukrainerin fast durch die Tür geprügelt. Durch das unterschiedliche Behandeln von Migranten entsteht auch hier schon Spaltung und Sozialneid. Auch hier fehlen helfende Hände, um die Migranten zu unterstützen. Mich befremdet das Miteinander und macht mich traurig. Mittlerweile ist es so, dass ich mich wohler zu Hause fühle. Mit meinen Freunden und Bekannten, deren Wurzeln außerhalb Europas liegen, treffe ich mich privat. Nein, feige sind wir nicht, wir lieben unser Leben. Das Traurige ist, ich fühle nicht alleine so. Es werden immer mehr, die glauben, was sie sehen. Der Kragen der Jacken wird hochgestellt, Stöpsel ins Ohr und hastig ihres Weges eilen. Gibt es keine anderen Lösungen? Denke ich laut nach, werde ich gleich in eine Schublade gesteckt. Was nicht funktioniert, erlebe ich täglich. Ich suche den Austausch!