Die Sonne scheint noch, als wir auf dem Rathaus Markt eintreffen. Kurzfristig ist vor der Friedensdemo noch ein Bürgerdialog genehmigt worden. Ein ehemaliger Demo Veranstalter gibt einen wunderschönen Blumentopf ab. Er bedankt sich für unser Engagement und erklärt, er wäre ausgelaugt und hätte gerade keine Kraft mehr. Pünktlich zur Rede des Moderators über den Corona Bericht der Bundesregierung, und Ablehnung des Bundestages für einen Untersuchungsausschuss, setzt der Regen ein. So bleibt die Teilnehmerzahl übersichtlich. Im Rathaus feiert die Handwerkskammer gerade ihr 150 jähriges Bestehen. Die Polizei kontrolliert den Umbau zur Friedensdemo. Vereinzelte Gespräche zum Thema Weltfrieden finden trotz Regen statt. Ein Pauli Fan nimmt seine Kauleiste aus dem Mund und zeigt damit auf das Rathaus. Menschen hasten mit hoch gezogenen Kragen über den Platz. Kaum einer möchte mit mir über das Thema Frieden sprechen. Sofort öffnet der Himmel noch weiter seine Schleusen, gibt alles. Das Rathaus verschwindet hinter einem grauen Schleier. Der Himmel weint, meines Erachtens aufgrund vulnerabler Intelligenz. Er spült die Menschen vom Platz. Wir fassen den Beschluss, vorzeitig abzubrechen. Zwei junge Frauen bitten darum, einen Titel von Charles Aznavour zu spielen und singen mit. Ihr Interesse gilt einer Bar, die sie zu finden hoffen. Es ist auch eine Art, Frieden zu finden. Auf meinem Heimweg registriere ich, wie die letzten Käufer die Geschäfte verlassen; Angestellt die Türen verschließen, um hastig zu Bus zu eilen. Das Licht der Laternen spiegelt sich auf den vergessenen Bistro Tischen vor dem Levante Haus. Mein Wunsch für den kommenden Freitag:“ statt Fred Astaire`s Singing in the rain, bitte die Magie von Mary Poppins mit Supercalifragilistischexperialigetisch.