Der Titel ist bei einem anderen Schriftsteller geklaut, aber sehr passend. Ich genieße den Blick aus meinem Fenster. Hamburg hat Ferien. Ich kann es festmachen an der fehlenden Verunreinigung. Normalerweise sind die Bürgersteige und Innenhöfe unseres Quartiers übersät mit Pappen vom Pommes Stand, Getränkekartons u.v.a. mehr, von den Supermärkten, bis kurz vor den Schulhof. Gespräche mit den Schülern und der Schule laufen ins Leere, das Müll sammeln habe ich eingestellt. Als ich den gesammelten Müll auf den Schulhof gekippt habe, kam das nicht so gut an .Der Hinweis, ich könne doch den Melde Michel nutzen, dann würde die Stadtreinigung ihn entfernen, hat mich befremdet. Warum soll die Stadtreinigung die Spuren menschlichen Unvermögens beseitigen? Ich bin immer noch der Überzeugung, Kinder sind unsere Zukunft. Nur scheint mir, diese wird sehr düster, werden sie doch auf einer Müllhalde leben. Was fehlt den Kindern? Sind Gemeinschaft, Achtung von Umwelt und Nahrungsmittel zu abstrakte Begrifflichkeiten? Ein soziales Miteinander scheint nicht mehr vermittelbar. Es ist auch nicht nur die Aufgabe der Schule. Es ist auch die Aufgabe von Familie, ihnen diese Werte zu vermitteln.
Seit den achtziger Jahren ist es notwendig, dass beide Elternteile arbeiten, damit es für den Lebensunterhalt reicht Für die Kinder werden in KITA´ s und Ganztagsbetreuung in den Schulen angeboten. Es ist so selbstverständlich geworden, dass kein Bürger hinterfragt, was wir ändern können, um dem familiären Miteinander mehr Raum zu geben. In der Familie werden Werte gebildet; und wenn Eltern Zeit hätten, ihren Kindern Achtung für die elementaren Dinge des Lebens beizubringen. Ich könnte die Zukunft für diese Kinder dann in einem anderen Licht sehen.
Ich bin dafür, nicht nur das Wattenmeer unter Naturschutz zu stellen.
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