Mittwoch, 12. April 2023

Arme, reiche Stadt Hamburg

 

Eigene Erlebnisse und Tatsachenberichte, die gegen mein Rechtsempfinden verstoßen, lassen mich zu Papier und Feder greifen.

Das staatliche Winternotprogramm  für Obdachlose ist Ende März zu Ende gegangen. Nachts ist es noch bitterkalt. In den Medien ist heute zu lesen, dass die Polizei mit dem heutigen Tage für obdachlose Bürger zu einem Erziehenden missbraucht wird. Wohnungslose sollen von den Bahnhöfen und vor den Geschäften entfernt werden. Ihr Vorhandensein mindert den Umsatz in den Geschäften, weiter sorgen sie für erhebliche Verschmutzung. Für sie wird kein Wohnraum zur Verfügung gestellt. Wo ist die Unterstützung für die Menschen, die aus welchem Grund auch immer, ihre Existenz verloren haben. Auch ihnen fehlt es an Trost und Zuspruch. Die ehrenamtlich helfenden Hände reichen nicht aus. Mir stellt sich auch die Frage:“Wo sollen sie hin?“Ein Video liegt mir vor. Einem Gast im Burger King in Altona hatte Mitleid mit einem Obdachlosen, der im Müll nach essbaren Resten suchte und teilte mit ihm ihr Menue. Der Inhaber wurde laut und warf den Obdachlosen hinaus. Er berief sich auf sein Hausrecht. Die se Frau mit dem großen Herzen ist zu Gast in unserem Land. Sie war sprachlos und im höchsten Maße ohne Verständnis, da keine Unterstützung von anderen Besuchern im Lokal erfolgt ist. Zum Glück gibt es in Hamburg einige Geschäftsleute, die ein offenes Herz haben und kostenfreies Essen an Bedürftige abgeben, ohne es an die große  Glocke zu hängen.

Weitere Absurditäten entstehen durch fehlende Anpassung durch unsere Gäste aus Kriegs-und Krisengebieten. Sie haben sehr kurze Zündschnüre und jetzt schon sichtbare Konflikte könnten zu einem Flächenbrand werden. Ein Erlebnis, das fast dazu geführt hat: Eine Frau drängelte sich auf der kostenpflichtigen Toilette vor. Sie erklärte, sie sei aus der Ukraine und müsste nicht bezahlen, das würde Deutschland tun. Die Toilettenfrau und Nutzer mit anderer ethnischer Herkunft haben die Ukrainerin fast durch die Tür geprügelt. Durch das unterschiedliche Behandeln von Migranten entsteht auch hier schon Spaltung und Sozialneid. Auch hier fehlen helfende Hände, um die Migranten zu unterstützen. Mich befremdet das Miteinander und macht mich traurig. Mittlerweile ist es so, dass ich mich wohler zu Hause fühle. Mit meinen Freunden und Bekannten, deren Wurzeln außerhalb Europas liegen, treffe ich mich privat. Nein, feige sind wir nicht, wir lieben unser Leben. Das Traurige ist, ich fühle nicht alleine so. Es werden immer mehr, die glauben, was sie sehen. Der Kragen der Jacken wird hochgestellt, Stöpsel ins Ohr und hastig ihres Weges eilen. Gibt es keine anderen Lösungen? Denke ich laut nach, werde ich gleich in eine Schublade gesteckt. Was nicht funktioniert, erlebe ich täglich. Ich suche den Austausch!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen