Freitag, 4. Juli 2025

Wirtschaftsförderung in Planung

 


Ich habe etwas Neues gelernt. Heute habe ich gelesen, wie die neue Wirtschaftsförderung aussieht. In Berlin ist etwas Neues geschaffen worden, das Vergesellschaftungsrahmengesetz. In zwei Jahren soll es nach weiterer Prüfung in Kraft treten. Das Gesetz soll der Lenkung dienen, wenn in Betrieben offensichtliche, manipulative Fehlentwicklungen stattfinden. Das Gesetz kommt zum Tragen, wenn Klimavorgaben und Klimainvestitionen nicht stimmig sind; Betriebe werden dann vom Staat übernommen. Damit schafft sich die Politik einen Instrumentenkasten, um einzugreifen, so haben es CDU/CSU und die SPD verlauten lassen. Bitte auf den entsprechenden Seiten nachlesen. Das ist wohl der Ansatz der jetzigen Regierung. So habe ich es verstanden. Leider habe ich wieder Fragen. Unternehmer tragen doch schon jegliche Risiken ihrer Betriebe. Welche Anreize gibt es für sie? Meine Meinung ist, wer so etwas beschließt, will keine anderen Lösungen, oder ich sehe sie nicht,

Danke an die Politiker

 

Seit der zuletzt von mir gehörten Bundestagsdebatte ist mir endlich klar geworden, warum in meiner Stadt dem Gespräch ausweichen, oder die von ihnen erbetenen mails nicht beantworten. Der Oppositionspartei wurde vorgeworfen, dass sich ihre Nachfrage wie eine  Überkontrolle wirken und diese als störend wahrgenommen werden. Man mag von der Opposition halten, was man will, aber Nachfragen gehören zu ihren Aufgaben. Ich habe gelernt, dass gehört zur Demokratie. Ich bin Rentnerin und bemerke seit Jahren, dass sich der Ton in den Debatten stark verändert hat, ebenso das despektierliche Verhalten gegenüber mir, als Bürgerin. Ich komme in meinem Land nicht mehr vor. Das stimmt nicht ganz, als Steuerzahlerin bin ich wichtig, auch, wenn gewählt wird, buhlen sie um meine Stimme. Als junge Auszubildende hatte ich noch Anspruch auf eine Rente in Höhe von 80 % meines letzten Verdienstes. Heute habe ich noch die Stimme von Norbert Blüm im Ohr:“ Die Renten sind sicher“. Heute erhalte ich die Hälfte. Ich habe viele Regierungen und Minister der unterschiedlichsten Parteien erlebt. Es ist um Deutschland, seine Bürger und das Wohlergehen in unserem Land sind wichtig gewesen. Es ist heute nicht mehr so.

 Erst jetzt erschließt sich mir der neue Begriff „Unsere Demokratie“. Die Moral, die sie als Politiker von mir erwarten, kann ich mir aufgrund meiner schmalen Rente nicht leisten. Es geht nicht nur mir so. Ich fühle mich n meinem Land nicht mehr wohl. Der Grund ist einfach: ich muss mich den Schutzsuchenden anpassen und nicht umgekehrt, die Gäste an unser Land, dass ihnen diesen Schutz gewährt. Dafür erfahre ich als älterer Mensch ihre Missachtung, in meiner Kultur, Werten und im Miteinander. Sie haben ihre Kriege mit in unser Land gebracht. Meine Toleranz ist aufgebraucht.

 In der Schule habe ich intensiv die Geschichte der Kriege vermittelt bekommen. Es befremdet mich sehr, dass sich mein Land mit aller Macht, wieder an einem Krieg beteiligen möchte. Demokratie bedeutet, sich einzumischen. Die große Mehrheit in unserem Land ist für den Frieden. Wo bleiben die Diplomatie und Vermittlungsversuche?

Mir fehlt auch der umsichtige Umgang mit unseren Steuergeldern. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet  und in das Sozialsystem eingezahlt. Ich habe immer darauf vertraut, dass verantwortungsbewusst mit diesem, von uns Bürgern erwirtschaftetes Geld, umgegangen wird. Nun wird es ungefragt an andere Länder verteilt. Welche Perspektiven hat unsere Jugend? Haben sie diese schon einmal gefragt, wie sie sich fühlen? Ich fordere Sie auf, sprechen sie mit den Menschen auf der Straße. Das geht ja auch nicht mehr so einfach, denn unsere Vertreter der Demokratie gehen nur noch mit Polizeischutz auf die Straße. Ich erinnere mich, dass ich als Kind dem Bundespräsidenten W. Lübke auf der Kieler Woche begegnet bin. Da gab es noch keine Mannschaftswagen voller Polizisten. Ich weiß, die Zeiten ändern sich und ich mit ihr. Ich bedanke mich nicht bei Ihnen, denn Sie haben es geschafft, dass ich keiner Partei mehr vertraue und auch nicht mehr zur Wahl gehen werde. Ich durfte mit 18 Jahren das erste Mal wählen und ich bin stolz darauf gewesen, dies tun zu dürfen, durch damals interessante Debatten im Radio, auch gut vorbereitet, im Sinne für die Gemeinschaft. In meinem Alter lasse ich mich auch nicht mehr umerziehen. Ich habe mich schon als Kind gegen alte Erziehungsmaßnahmen á la Preußen gewehrt. Sie sind auch heute nicht mehr opportun .Erklären Sie ihre Politik, denn nicht nur ich komme nicht mehr mit. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum einige Nachbarländer auf ihre Souveränität pochen und der EU nicht mehr folgen wollen?

Ich erwarte von Ihnen, dass sie Kontakt mit uns Bürgern aufnehmen und das Gespräch suchen.

Mittsommer in Hamburg 2025

 

Auf dem Weg in den Hamburger Stadtpark, haben mich Unmengen an Blaulichtern und mindestens zwanzig bis dreißig Streifenwagen, die an mir voreigefahren sind, zur Umkehr bewogen. Ein Polizeieinsatz dieser Größe bedeutet, dass etwas Größeres passiert ist. Die Rauchwolken der Grills können es nicht gewesen sein. Die Grillwiese wollte ich auch nicht besuchen. Mein Leben ist das, was meine Gedanken im Kopf daraus machen. Als Kind mochte ich die Geschichten aus 101 Nacht. Das möchte ich mir für heute bewahren. Der Zauber der Märchen geht sonst in der Gegenwart für mich verloren. So ist es für mich auch mit meiner Stadt, der „Perle Hamburg“ ergangen. Ihren Glanz hat diese Stadt für mich verloren. Ich vermeide jetzt schon jeglichen Gang in die Innenstadt. Sichtbare Verschmutzung und Verwahrlosung ist sichtbar, Schutzsuchende, die mir bewusst vor die Füße rotzen, Verwirrte, die schreiend im Möncke Brunnen baden, Müll der wie selbstverständlich auf den Gehsteig fällt. Die Menschlichkeit im Miteinander ist verloren gegangen. Die Wertschätzung von der Stadt und ihrer Geschichte, von Bürgern jeglicher Couleur, fehlt. Das schmerzt mich sehr. Mir ist bewusst, unter dem Unrat liegt es, das Schöne, die verloren gegangene Seele, der einst so stolzen Stadt. Ich habe gelesen, dass der Alster Pavillon am Jungfernstieg umgebaut werden soll.Ich wünsche dem mutigen Investor alles erdenklich Gute.

Hamburg Dulsberg, Mittsommer 2025

Das Miteinander ist angelehnt an die 10 Gebote der Bibel. Im Koran gibt es einen ähnlichen Moralkodex. Toleranz bedeutet nicht nur, dass ich das Unbekannte toleriere. Das Unbekannte darf auch mich tolerieren. Bin ich doch eine von denen, die ihnen die Hand gereicht haben, als sie Schutz gesucht haben.

 

Hitzewallungen ?

 

Wir haben Sommer und die Stadt leidet. Schlechtes Benehmen bei einigen Bürgern ist vom Wetter unabhängig. In den Nachrichten höre ich von einem Hitzekompetenz Zentrum. Ich gehe schnell weiter, bevor mir weitere Absurditäten um die Ohren fliegen. Ich frage mich in der letzten Zeit öfters, wie ich ohne derartige Kompetenz so alt werden konnte. Viele Menschen haben immer noch nicht verstanden:“Hinter der Angst liegt die Freiheit“( Kierkegaard). Während ich anstehe, starre ich auf den Zeitungsstand. Im Harburger Rathaus haben die Liberalen einen ihrer Gedankenpupse, als Gesetzesvorlage eingebracht. Echt jetzt? Spielt mir jetzt die Hitze einen Streich?  Da die Nachfrage nach Wohnungen nicht gedeckt werden kann, sollen Kellerräume jetzt zu Wohnraum umgewidmet werden. Ein Beispiel sei Äthiopien. Aus Berlintönen die Grünen:“Freiwilligkeit muss ein Ende haben!“Sie schlagen vor, private Vermieter zu zwingen, ihren Wohnraum günstiger abzugeben. Spaltung wir weiter geschürt zwischen Jung und Alt, Sozialgeldbezieher gegen Familien und Doppelverdiener, usw. Ursachen für diese Nachrichten lege ich persönlich dem Klimawandel zur Last. Ich gehe lieber nach Hause, bevor ich meinen Unmut äußere und meine italienischen Momente zum Tragen kommen. Dort angekommen vernehme ich, dass Kontrafunk kurzfristig ein Vertrag für eine Veranstaltung aufgekündigt worden ist. Der Veranstalter hat dem Druck aus der Politik nicht Standhalten können. Mir wird immer bewusster, das die von den Politikern genannte “Unsere Demokratie“ bedeutet. Das hat es in unserer Geschichte schon einmal gegeben. Während meiner Schulzeit wurde ich sehr eindringlich darauf hingewiesen, sollte es noch einmal geschehen, den Mund aufzumachen.

Hamburg Dulsberg, Juli 2025 Freiheit ist ein wundersames Tier, doch manche Menschen haben Angst vor ihr(Georg Danzer, Freiheit)Warum versucht die Politik nicht, anstehende Probleme zu lösen?

 

Betrachtungen zu Pfingsten

 

Ich genieße gerade mein Leben. Ich sitze am sonnigen Pfingstsonntag auf meiner kleine Loggia und dem kleinen Stück Garten. So früh am Morgen riechen die Rosen aus dem Garten der Nachbarn einfach betörend. Die Blätter der weißen Kletterrose aus dem Garten gegenüber trudeln auf den Weg. Es schaut aus, als hätten Blumenkinder ihn für ein Brautpaar gestreut. Es ist kein Brautpaar, das den Weg beschreitet. Von links und rechts schreiten zwei tumbe Tauben aufeinander zu. Sie sehen leider nicht so elegant aus, wie die Cowboys aus den Western früher. Aber in ihrem Blick ist zu lesen:“Ich suche jemanden, der schon lange nicht mehr hier war und der heißt Streit! Ich habe die,  Taschen voll davon“. Leider wird der Showdown von einer Elster vereitelt, die in ihrem Flug auf sie zusteuert. Flugs verschwinden sie von der Bildfläche. Die Elster setzt ihren Flug weiter fort. Mit elegantem Sprung erscheint ein Eichhörnchen auf der Bildfläche. Es landet auf dem Zaun und beäugt mit schräg gelegtem Kopf meinem Beet. Es scheint zu überlegen, wo es die letzten Nüsse versteckt hat. Während es so überlegt, knickt es eine der wunderschönen Rosen in Nachbars Garten ab. Es denkt wohl, bevor ich mir bei dieser Wärme die Mühe mache, um etwas Essbares zu finden, fixiere ich doch erst einmal die Nachbarn, die es sonst regelmäßig füttern. Leider schlafen diese noch. Nach einer kurzen Rast springt es weiter. Der Platz ist sehr beliebt, denn nur Minuten später landet dort eine Kohlmeise. Sie schaut aus, wie ein gut gekleideter Herr aus den 30 er Jahren, mit Monokel und sauberem Frack, Das Federkleid glänzt in der Sonne. Auch sie spricht nichts an in meinem Beet, gebadet hat sie wohl heute schon. Bei meinem Nachbarn zur linken hängt ein Holzschild im Baum. Das hat gerade ein Buntspecht entdeckt. Sein Schnabel versucht dem Schild etwas Essbares zu entlocken; dabei ist er doch sehr ausdauernd.

Hamburg Dulsberg im Juni 2025

Wer benötigt schon Fernsehen, wenn vor dem Fenster so wunderbare Filme laufen. Die Natur hat etwas heilsames und ist volle Wunder.