Freitag, 4. Juli 2025

Mittsommer in Hamburg 2025

 

Auf dem Weg in den Hamburger Stadtpark, haben mich Unmengen an Blaulichtern und mindestens zwanzig bis dreißig Streifenwagen, die an mir voreigefahren sind, zur Umkehr bewogen. Ein Polizeieinsatz dieser Größe bedeutet, dass etwas Größeres passiert ist. Die Rauchwolken der Grills können es nicht gewesen sein. Die Grillwiese wollte ich auch nicht besuchen. Mein Leben ist das, was meine Gedanken im Kopf daraus machen. Als Kind mochte ich die Geschichten aus 101 Nacht. Das möchte ich mir für heute bewahren. Der Zauber der Märchen geht sonst in der Gegenwart für mich verloren. So ist es für mich auch mit meiner Stadt, der „Perle Hamburg“ ergangen. Ihren Glanz hat diese Stadt für mich verloren. Ich vermeide jetzt schon jeglichen Gang in die Innenstadt. Sichtbare Verschmutzung und Verwahrlosung ist sichtbar, Schutzsuchende, die mir bewusst vor die Füße rotzen, Verwirrte, die schreiend im Möncke Brunnen baden, Müll der wie selbstverständlich auf den Gehsteig fällt. Die Menschlichkeit im Miteinander ist verloren gegangen. Die Wertschätzung von der Stadt und ihrer Geschichte, von Bürgern jeglicher Couleur, fehlt. Das schmerzt mich sehr. Mir ist bewusst, unter dem Unrat liegt es, das Schöne, die verloren gegangene Seele, der einst so stolzen Stadt. Ich habe gelesen, dass der Alster Pavillon am Jungfernstieg umgebaut werden soll.Ich wünsche dem mutigen Investor alles erdenklich Gute.

Hamburg Dulsberg, Mittsommer 2025

Das Miteinander ist angelehnt an die 10 Gebote der Bibel. Im Koran gibt es einen ähnlichen Moralkodex. Toleranz bedeutet nicht nur, dass ich das Unbekannte toleriere. Das Unbekannte darf auch mich tolerieren. Bin ich doch eine von denen, die ihnen die Hand gereicht haben, als sie Schutz gesucht haben.

 

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