Mittwoch, 18. März 2026

Virtuelle Welt

 


Vor einem halben Jahr bin ich zu einer Community im Netz gestoßen, die ähnlich denkt, wie ich. Ich habe in dieser verrückten Welt den Austausch mit Gleichgesinnten gesucht. Voller Hoffnung bin ich beigetreten, um die Mitglieder zu erinnern, an da, was am Potential in jedem Einzelnen steckt. Miteinander reden, zuhören, diskutieren; Dinge, die wieder erlernt werden können, wenn es gewollt ist. Die andere Meinung akzeptieren, Mitmenschlichkeit leben. Einige haben geredet, aber nicht gedacht. Im Gespräch verteidigen sie ihr Ego, ein Kampf um ihre Wahrheit. Die Art von Wahrheit, wo alles umgedreht wird, bis es passt. Aufgrund von Überlastung vom Admin habe ich Hilfe und Struktur und Transparenz angeboten. Da wurde mit Freude angenommen, nach 14 Tagen wieder verworfen. Dann ist das miteinander reden verloren gegangen. Das hinter dem Rücken Gerede wurde transportiert  dabei wurde kräftig in den Phrasensalat gegriffen. Ich stehe für Kommunikation und Austausch. Wahre Stärke entsteht, wenn man bereit ist, tiefer zu gehen. Erst auf intensives Nachfragen ist mir das mitgeteilt worden. Respektlosigkeit gegenüber meiner Person akzeptiere ich nicht, Mein Beitrag für diese Gemeinschaft zeigt mir, ich bin zu früh mit meinen Wünschen und einer Klarheit, die Anderen befremdlich scheint und Angst entstehen lässt. Wir sehen die Welt doch zu unterschiedlich und ich ziehe weiter .Mut ist eine Einstellung, Schweigen auch. Virtuelle Welten bleiben für mich eindimensional, Wahrheitssucher sind ausgenommen.

Virtuelle Welt

Vor einem halben Jahr bin ich zu einer Community im Netz gestoßen, die ähnlich denkt, wie ich. Ich habe in dieser verrückten Welt den Austausch mit Gleichgesinnten gesucht. Voller Hoffnung bin ich beigetreten, um die Mitglieder zu erinnern, an da, was am Potential in jedem Einzelnen steckt. Miteinander reden, zuhören, diskutieren; Dinge, die wieder erlernt werden können, wenn es gewollt ist. Die andere Meinung akzeptieren, Mitmenschlichkeit leben. Einige haben geredet, aber nicht gedacht. Im Gespräch verteidigen sie ihr Ego, ein Kampf um ihre Wahrheit. Die Art von Wahrheit, wo alles umgedreht wird, bis es passt. Aufgrund von Überlastung vom Admin habe ich Hilfe und Struktur und Transparenz angeboten. Da wurde mit Freude angenommen, nach 14 Tagen wieder verworfen. Dann ist das miteinander reden verloren gegangen. Das hinter dem Rücken Gerede wurde transportiert  dabei wurde kräftig in den Phrasensalat gegriffen. Ich stehe für Kommunikation und Austausch. Wahre Stärke entsteht, wenn man bereit ist, tiefer zu gehen. Erst auf intensives Nachfragen ist mir das mitgeteilt worden. Respektlosigkeit gegenüber meiner Person akzeptiere ich nicht, Mein Beitrag für diese Gemeinschaft zeigt mir, ich bin zu früh mit meinen Wünschen und einer Klarheit, die Anderen befremdlich scheint und Angst entstehen lässt. Wir sehen die Welt doch zu unterschiedlich und ich ziehe weiter .Mut ist eine Einstellung, Schweigen auch. Virtuelle Welten bleiben für mich eindimensional, Wahrheitssucher sind ausgenommen.

Sonntag, 15. Februar 2026

Sterben

 


Gestern hatte ich Besuch von meiner kleinen Schwester. Sie ist eine Schwester im Geiste, ein Herzensmensch, wie man sich in seinem Leben wünscht. Ihr Papa ist verstorben. Es ist absehbar gewesen. Geschieht es dann, ist ein tiefer Schmerz  im Herzen und der Verlust spürbar und wiegt schwer. Sie ist traurig, dass sie in seiner letzten Stunde nicht an seinem Bett sitzen konnte. So hat sie sich am offenen Sarg von ihm verabschiedet und noch ein Zwiegespräch mit ihrem geliebten Vater gehalten. Sie hat es ihren Kindern freigestellt, ob sie ihren Opa noch einmal sehen wollten, um sich zu verabschieden. Es sind vier Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren. Sie wollten es nicht. Gerührt berichtet meine kleine Schwester, dass ihre Kinder, die ihren Schmerz gespürt haben, sie nicht allein gelassen haben. Nach und nach sind sie zu ihrer Mutter an den Sarg gekommen, um sie in ihrem Schmerz nicht allein zu lassen. Nach der Trauerfeier hat der Priester die Kinder gefragt, ob sie den  Großvater zu seiner letzten Ruhestätte begleiten möchten. Sie haben die Mulden am Sarg ergriffen und haben ihren Opa so mit zur letzten Ruhe gebettet. Diese Geste hat sie verstehen lassen, dass das Sterben zum Leben dazu gehört. Ihr Neffe, der  mit in die Familie gebracht worden ist, hat sich weinend am Grab bedankt, dass Opa ihn, wie einen eigenen Enkel angenommen hat. Abschiede sind auch für Kinder wichtig. In unserem Land redet man nicht über Werden und Vergehen. In unserer Kultur hält man die Kinder fern. Kein Schatten soll auf das junge Leben fallen. Ob diese Entscheidung so richtig ist? Das darf jeder Einzelne für sich überdenken. Der Tod des Vaters ist nicht der Grund des Besuchs bei mir gewesen. Es war eine Auseinandersetzung mit ihrem Bruder. Es ging um das Erbe. Meine kleine Schwester teilte ihrem Bruder mit, dass sie auf ihren Erbteil verzichtet. Sie hat sich das  gut überlegt. Alles, was sie mit diesem Haus verbunden hat, existiert nicht mehr. Es ist Materie. Sie hat ihre Wurzeln in Deutschland gefunden. Der Bruder ist ausgerastet. Er hat sich in der Familie als Opfer gefühlt. Das ist der zweite Grund, warum ich die Geschichte erzähle. Die Ursache für den Konflikt waren die nicht geführten Gespräche mit den Eltern und den Geschwistern, die unausgesprochenen Worte, die in der Trauer schwerer wogen, als jegliches Gebirge. Die angestaute Wut hat sich ihren Weg gebahnt. Der Bruder kann mit dem Frieden meiner kleinen Schwester nicht umgehen. Leider auch nicht mit Geschenken und bedingungsloser Liebe. Seid mutig und sucht das Gespräch, bevor es zu spät ist. Es ist lediglich ein Rat, den ich zu bedenken gebe.

Loyal

 


Leo und ich sind verabredet; Treffpunkt Taverna  Metaxa, unser Stammrestaurant in unserem Stadtteil. Unser Geld geben wir hier aus in den Geschäften, damit sie uns erhalten bleiben. Unsere seit Jahren bestehende monatliche Verabredung ist aus den unterschiedlichsten Gründen, für einige Zeit ausgefallen. Die Vorfreude, die wir in uns  tragen, ist riesengroß, der Appetit mittlerweile auch. Ein Tisch ist bestellt. Beim Eintreten in das Restaurant, werden wir mit überwältigender Herzlichkeit begrüßt, fast in den Arm genommen. Behandelt, wie Familienmitglieder, die man lange nicht mehr gesehen hat. Sich im eigenen Land willkommen fühlen, ist etwas, was mir durch die Politik genommen wurde. Ich merke erst jetzt, wie schmerzlich ich das vermisse. Leise weine ich nach innen. Die Bestellung wird aufgenommen und wir werden nach unseren Befindlichkeiten gefragt. Nach dem ersten Ouzo kommt ein Gruß aus der Küche. Frisch gebackenes, warmes Brot mit einem leckeren Dip, köstlich .Hier gibt es eine excellente Küche. Das Wasser läuft uns bei den Düften im Mund zusammen. Unsere Bestellung wird gebracht. Wir genießen jeden einzelnen Bissen, herrlich. Wie erwartet sindn die Preise etwas höher, die Portionen auch ein wenig kleiner geworden. Die Portionen sind immer noch so groß, dass wir mehr als satt geworden sind. Die Reste werden uns eingepackt. Nach einem letzten Mocca gehen wir nach Hause. Es war uns ein Fest. Nein, Sirtaki tanzen lernen mussten wir nicht. Wir freuen uns auf den nächsten Monat und auf die Regelmäßigkeit, die wieder Einkehr in unser Leben halten wird. Nicht nur wir als Besucher sind loyal. Ein schönes ,fast unbemerktes Geschenk. Ein Wert, der hoffentlich erhalten bleibt.

Respektlosigkeit


Respektlosigkeit Anderen gegenüber fällt mir täglich auf. Ich rede von dem Respekt, den jeder einfordert. Sei er Politiker oder Privatmensch. Vor ein paar Jahren wurde ich gebeten, mich an einem großen Projekt zu beteiligen. In meinem Stadtteil haben sich Institutionen und Geld zusammengetan, um ein Zirkusprojekt für die Kinder zu gestalten. Die Veranstalter waren alles Pädagogen. Die Veranstaltung krankte an fehlenden Hilfskräften. Lehrern und Eltern, die eine Zusage gemacht haben, fehlten unentschuldigt. Die Organisatorin fehlte, entschuldigt. Plötzlich war ich ihre Stellvertreterin, ohne Kenntnisse von Vereinbarungen und ehrenamtlich. Während des Projektes wurden zwei Kinder auffällig. Eine Mutter beschwerte sich sofort:“Sie erwarte, auch wenn ihr Kind nicht beteiligen will, es müsse öfters aufgefordert und eingeladen werden.“Bei 498 Kindern, die noch betreut werden sollten und fehlenden Unterstützern, schwierig. Mit ihrem Kind nach Hause lehnte sie ab. Die Veranstaltung war ja kostenlos. Ein weiteres Kind war sauer, weil es warten musst und wollte sofort schreiend nach Hause. So habe ich die Mutter angerufen, sie möge ihr Kind abholen. Die Mutter lehnte das am Telefon ab. Am Samstagmittag, die glückliche Frau. Ich teilte ihr mit, ich setze das Kind in ein Taxi. Der Shitstorm, der folgte, war enorm. In der Nachbereitung habe ich die Pädagogen gefragt, warum sie trotz Zusage nicht gekommen wären. Die lapidare Antwort von ihnen:“Es waren doch Ferien!“.Ich müsste das verstehen. Ja und ich hätte anders reagieren müssen, das wäre nicht in Ordnung gewesen. Seit diesem Sommer arbeite ich nicht mehr ehrenamtlich.  Respektlosigkeit ist immer schlimmer geworden. Menschen überschätzen sich; geben Zusagen, die sie nicht halten können. Sie richten Schaden an, da sie nur aus ihrer eigenen Perspektive denken. Es fehlt an Empathie, Fakten werden ignoriert, wenn sie nicht in ihr Weltbild passen.

Gilt das als vertrauensbildende Maßnahme? Ich mag so nicht leben, verlässlich unverlässlich

 

Dienstag, 27. Januar 2026

Zuhören

 

Ein seltsames Phänomen dieser Zeit ist für mich, das viele Menschen nicht mehr zuhören können. Ein Beispiel, welches mir in meinem Cafe immer öfters widerfährt .Ich stehe mit meiner Freundin am Tresen und bestelle  zwei doppelte Espresso. Die Fachkraft stellt ihre Maschine an und die zwei doppelten Espresso landen in einem großen Becher. Freundlich lächelnd stellt sie den Becher vor mich hin. Was soll ich sagen? Immerhin kann sie rechnen. Ich fühle mich den Geschäften in meinem Stadtteil loyal verpflichtet. Es wird mir aber gelegentlich wirklich sehr schwer gemacht, loyal zu bleiben. Zuhören ist eine aktive und aufmerksame Hinwendung zu einer Person oder Botschaft, auch um sie zu verstehen und Empathie zu zeigen. So frage ich mich, ob ich zu wenig nonverbale Signale aussende, damit mein Gegenüber die Möglichkeit hat, eine Nachfrage zu stellen. In persönlichen Beziehungen  gibt man sich den Raum, um Nachfragen zu stellen, um Missverständnisse zu vermeiden, um eine Bindung aufzubauen. Blicke ich in die Augen der Fachkraft, sehe ich ein aufgesetztes Lächeln und Leere. Sie bereitet sich auf ihre eigene Antwort, bzw. Frage vor. So fehlt ihr das Verständnis. Meine Botschaft hat für mich sichtbar, ihr Ziel verfehlt. Ihr Interesse an meinem Wunsch ist nicht präsent gewesen. Für die Zukunft: Zuhören könnte zu einer echten Superkraft werden. Kommunikation und aktives Zuhören sind Schlüsselkompetenzen jeglicher Verhandlungen. Es schafft Vertrauen und eine tiefere Verbindung. Ein sprachliches Problem kann es nicht gewesen sein. De Fachkraft ist in diesem Stadtteil geboren. Ich habe gelernt, dass Sprache, verbunden mit Handlungen, ein Kraftfeld sein kann. Das hat bei meiner Bestellung nicht funktioniert. Es ist nicht überheblich gemeint. Ich liebe unsere Sprache, denn  sie ist sinnlich. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. In der Sinn, Zugehörigkeit und vieles andere mehr, neu verteilt werden. Das sorgt für Verwirrungen. Mir vorzustellen, dass unsere bildhafte  Sprache, die es ermöglicht, komplexere Themen durch Beschreibungen oder Metaphern, sichtbar zu machen, stark verändert wird, blutet mein Herz. Das hat es schon getan, als aus Ronja Räubertochter, Ronja die Raubende wurde. Die Magie und Poesie unserer Sprache gehen verloren. Vor ein paar Tagen bin ich mit einem Ohrwurm aufgewacht. Mit dem Klang, Rhythmus, Tonlage und Worten bin ich mitgenommen worden in einen Moment, den der Künstler beschreibt, über die Schönheit unserer Welt, wenn man genau hinschaut. Er erzählt von Möwen am Himmel, ziehenden Schwänen, von einem seidenweichen Mond, wenn die Nacht kommt, den  er als atemberaubend und magisch empfindet. Von einem Moment, in dem es sich anfühlt, als hielte er die Träume unserer Welt in seinen Händen. Er fühlt sich beseelt und überglücklich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Text umgedeutet wird und jegliche Liebe für alles, was ist, aus dem Text verschwindet.

Hamburg Dulsberg im Januar 2026

Der Ohrwurm war A Winters Tale von Queen. Ich hege die Hoffnung, dass wir unsere Sprache wieder zurückerhalten.

Zuhören

Ein seltsames Phänomen dieser Zeit ist für mich, das viele Menschen nicht mehr zuhören können. Ein Beispiel, welches mir in meinem Cafe immer öfters widerfährt .Ich stehe mit meiner Freundin am Tresen und bestelle  zwei doppelte Espresso. Die Fachkraft stellt ihre Maschine an und die zwei doppelten Espresso landen in einem großen Becher. Freundlich lächelnd stellt sie den Becher vor mich hin. Was soll ich sagen? Immerhin kann sie rechnen. Ich fühle mich den Geschäften in meinem Stadtteil loyal verpflichtet. Es wird mir aber gelegentlich wirklich sehr schwer gemacht, loyal zu bleiben. Zuhören ist eine aktive und aufmerksame Hinwendung zu einer Person oder Botschaft, auch um sie zu verstehen und Empathie zu zeigen. So frage ich mich, ob ich zu wenig nonverbale Signale aussende, damit mein Gegenüber die Möglichkeit hat, eine Nachfrage zu stellen. In persönlichen Beziehungen  gibt man sich den Raum, um Nachfragen zu stellen, um Missverständnisse zu vermeiden, um eine Bindung aufzubauen. Blicke ich in die Augen der Fachkraft, sehe ich ein aufgesetztes Lächeln und Leere. Sie bereitet sich auf ihre eigene Antwort, bzw. Frage vor. So fehlt ihr das Verständnis. Meine Botschaft hat für mich sichtbar, ihr Ziel verfehlt. Ihr Interesse an meinem Wunsch ist nicht präsent gewesen. Für die Zukunft: Zuhören könnte zu einer echten Superkraft werden. Kommunikation und aktives Zuhören sind Schlüsselkompetenzen jeglicher Verhandlungen. Es schafft Vertrauen und eine tiefere Verbindung. Ein sprachliches Problem kann es nicht gewesen sein. De Fachkraft ist in diesem Stadtteil geboren. Ich habe gelernt, dass Sprache, verbunden mit Handlungen, ein Kraftfeld sein kann. Das hat bei meiner Bestellung nicht funktioniert. Es ist nicht überheblich gemeint. Ich liebe unsere Sprache, denn  sie ist sinnlich. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. In der Sinn, Zugehörigkeit und vieles andere mehr, neu verteilt werden. Das sorgt für Verwirrungen. Mir vorzustellen, dass unsere bildhafte  Sprache, die es ermöglicht, komplexere Themen durch Beschreibungen oder Metaphern, sichtbar zu machen, stark verändert wird, blutet mein Herz. Das hat es schon getan, als aus Ronja Räubertochter, Ronja die Raubende wurde. Die Magie und Poesie unserer Sprache gehen verloren. Vor ein paar Tagen bin ich mit einem Ohrwurm aufgewacht. Mit dem Klang, Rhythmus, Tonlage und Worten bin ich mitgenommen worden in einen Moment, den der Künstler beschreibt, über die Schönheit unserer Welt, wenn man genau hinschaut. Er erzählt von Möwen am Himmel, ziehenden Schwänen, von einem seidenweichen Mond, wenn die Nacht kommt, den  er als atemberaubend und magisch empfindet. Von einem Moment, in dem es sich anfühlt, als hielte er die Träume unserer Welt in seinen Händen. Er fühlt sich beseelt und überglücklich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Text umgedeutet wird und jegliche Liebe für alles, was ist, aus dem Text verschwindet.

Hamburg Dulsberg im Januar 2026

Der Ohrwurm war A Winters Tale von Queen. Ich hege die Hoffnung, dass wir unsere Sprache wieder zurückerhalten.