Dienstag, 20. April 2021

Ich träume von Freiheit

 

Freiheit bedeutet laut Duden:“Die Fähigkeit des Menschen aus eigenem Willen Entscheidungen zu treffen.“Für mich bedeutet Freiheit unter anderem:“daß ich mir selbst treu bleibe, meiner Meinung durch denken, sprechen und fühlen Ausdruck zu verleihen, sie zu offenbaren und frei wählen zu können. Heute habe ich etwas getan, was ich nie wieder tun wollte. Ich war auf einer Demonstration. Ich wollte nie wieder neben Menschen stehen, die nicht die gleiche Definition von Freiheit haben,  wie ich. Meine Entscheidung dafür kam tief aus meinem Herzen. Mir reichen die Auswirkungen des derzeitigen Politik Theaters. Ich möchte nicht in Absurdistan leben. Jeder ist ein Teil dieser Komödie, ob er will oder nicht. Über Theaterstücke kann man konstruktiv diskutieren. Das geht heute nicht mehr. Als Lautdenkender wird man in eine Schublade gepackt, die nicht liebevoll beschriftet ist. Einschränkungen durch die Politik und eine Uhrzeit, wann die Diskussionen beendet sind, wurden durch die Politik festgelegt. Das letzte Mal wurde mir mit sechzehn Jahren eine Uhrzeit mitgegeben, wann ich wieder zu Hause sein muss. Ich weiß, ich sollte nicht meckern, es gibt ja Zoom. Auf der Demo sagte eine Sprecherin:“Hamburg hat zwei Millionen Einwohner! Wo sind die denn Alle?“Eine berechtigte Frage. Einschränkungen und Bevormundung scheinen nur eine Handvoll Menschen zu stören. Freiheit bedeutet für mich auch Kulturhoheit. Haben die Anderen unsere Geschichte vergessen? Ich glaube, die meisten sind müde. Müde von der Theateraufführung .Das Stück heißt Angst. Unterstützt wurde sie von einer schwarz gewandeten Eingreiftruppe, die friedliche Demonstranten u.a. beschimpfte und darauf gewartet haben, daß die friedlichen Teilnehmer sich nicht mehr in ihrer Gewalt haben. Das hat glücklicherweise nicht stattgefunden. Die schwarze Gruppe hat allen gezeigt, daß in der Wut der Mensch seine Intelligenz verliert. Ihre Taten zeigen, daß ihre Worte nichts wert sind. Die zweite schwarze Truppe, zu Pferd, behelmt und mit Schlagstöcken bewaffnet, hat tatenlos zugeschaut. Frei nach dem Motto:“Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Dieser Gruppe wünsche ich nichts Schlechtes. Ich wünsche jedem Einzelnen, daß er sich einmal selbst begegnet. Mir wünsche ich mir mehr Menschen, die ihren Sehnsüchten und Wünschen Ausdruck geben. Kann man Mut auch impfen? Auf meinem Weg zur Bahn bin ich durch den Neuen Wall(Straße) gegangen. Die mondänen Geschäfte öffnen auf Klopfzeichen. Ist es Widerstand oder tatsächlicher Bedarf? Ich bin zu müde, um nachzufragen.

 

Hamburg im April 2021  Als ich meinen blog und diesen Kanal erstellt habe, war die Idee, daß jeder Leser schaut, wo er steht; Anregungen für eine Vision von Morgen in liebevoller undfriedlicher Absicht.

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