Heute gehe ich ins Wandsbeker Quarree. Es ist ein großes Einkaufszentrum. Der Weg ist unumgänglich, denn leider erhalte ich nicht alles auf dem Wochenmarkt. Kosmetikartikel und Blumenzwiebeln stehen auf meinem Zettel. Mit einem Arm voller Tulpen-und Narzissen Zwiebeln stehe ich an der Kasse. Um 8 Uhr 30 gibt es schon eine kleine Schlange, die sich zügig verringert. In meinem Nacken verspüre ich einen heißen Atem; meine Ohren vernehmen ein genervtes Seufzen. Als ich mich umdrehe, blicke ich in ein Gesicht mit dunklem Teint, langem schwarzen Bart, schwarze Kleidung …Ich werde traurig, spüre ich doch, wie diese Zeiten, die wir gerade erleben, sich auf mich auswirken. Hass, Hetze, Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Es ist ein schmaler Grat, der mittlerweile zwischen Respekt und Anstand liegt. Nun stelle ich wieder einmal fest, ich bin traumatisiert. Dafür entschuldige ich mich nicht, Mein Verständnis ist aus für unsere Gäste, die oftmals innerhalb kürzester Zeit unser Umfeld umdekorieren und mir vor die Füße rotzen. Ob ich, wenn ich eskaliere, auch so schnell wieder nach Hause entlassen werde? Wohl nicht, denn ich gehöre zu den Eingeborenen; für mich gelten Recht und Ordnung. Nach all diesen Gedankenblitzen frage ich meinen Hintermann, ob er es eilig hätte. Er verneint. Schwupps sitzt das nächste Teufelchen auf meiner Schulter. Hätte ich genügend Kleingeld in der Börse, meinen Einkauf hätte ich in Cent Stücken beglichen. Mein Einkaufszettel ist zur Hälfte erledigt. Für heute reicht es mir. Die anderen Dinge sind mir unwichtig geworden. Beim Verlassen des Shopping Centers komme ich an einem Stand der Linken vorbei. Man möchte mir einen Handzettel überreichen. Mein Unmut kommt hoch. Die Linken wollen die Rentner weiter schröpfen, um deren Geld umzuverteilen. Das ist als Neuestes auf ihren Seiten im Netz zu lesen. Nun werde ich doch laut und rufe ihnen mehrfach zu:“ Schämt Euch!“Passanten senken ihre Köpfe und gehen rascher weiter. Unterstützung kann ich nicht erwarten. Jeder möchte mit heiler Haut nach Hause kommen. Warum ich so gehandelt habe? Unsere lokalen Parteien und Politiker dürfen gerne mitbekommen wie es mir/uns als Bürger geht. Ich bin zu oft in den letzten Jahren auf Demos gewesen. Sie haben nichts bewirkt. Wird der lokale Druck auf die Politik größer, kommt es zu einer Veränderung.
Dulsberg im September 2025
Ich stehe auf für den Frieden und bin gegen Ungerechtigkeit und für den Dialog.
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