Morgens trinke ich meinen ersten Kaffee auf meiner Loggia; mittlerweile nicht mehr im Schlafanzug. Heute bin ich eingehüllt in Schal, Mütze und meiner dicken Winterjacke. Jetzt, wo die Bäume ihr Laub verloren haben, hallt das Rufen der Krähen seltsam durch den Frühnebel. Im November dürfen wir uns wieder daran gewöhnen, dass die Geräusche der Stadt, wieder anders klingen. Es ist an der Zeit, sich wieder an meinem großen Vorrat von Kerzen zu bedienen. In meiner kleinen Wohnung sind fast zwanzig Windlichter auf alle Räume verteilt. Der Duft nach Wachs und das Licht echter Kerzen lassen die Welt vor dem Fenster weniger trübe erscheinen. Der Schein der Kerzen nimmt den Sonntagen, die jetzt ins Haus stehen, das Traurige, dass zu diesem Wetter passt. Eine Kerze brennt bei mir für die, die nicht mehr bei uns sind. All die anderen leuchten für die schönen Erinnerungen, die ich im Laufe des Jahres gesammelt habe. Die letzten Wochen diesen Jahres bergen sicherlich noch etwas Schönes und Unerwartetes. Viele schieben gerade den November Blues.
Blickt in ein Kerzenlicht. Es macht warm ums Herz, lässt dich unverdorben und neugierig fühlen Das wärmende Licht schenkt euch Hoffnung.
Hamburg Dulsberg im November 2025
Die letzten Tage haben mir so viele Menschen erzählt, wie sehr sie den November nicht leiden können; und erst die Dunkelheit! Sie gehört zur Auskehr des Jahres und zur inneren Einkehr.Ich frage mich immer, warum?
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