Es ist Orioniden Zeit. Heute werden keine Sternschnuppen zu sehen sein. Dicke, dunkle Wolken haben sich über die Sterne am Firmament geschoben. Sie türmen sich am Himmel auf und jagen weiter.
Den Tag über hat ist der Wind durch die Straßen unserer Stadt gefegt und hat die Bäume ihres bunten Kleides beraubt. Gerne betrachte ich das nächtliche Treiben am Himmel.Das Schauspiel lenkt mich ab von den Geräuschen im Haus, die nachtaktiven Mitbewohner im Haus verursachen.
Vor meinen Fenstern leuchten Kerzen und sorgen in meinem kleinen Heim für mehr Behaglichkeit. Aus den Lautsprechern klingt leises Flötenspiel. So blende ich die Welt um mich herum aus und träume mich in die Nacht. Die Töne der Flöte lassen mich hinaus in das Himmelszelt schweben; weit hinaus über die turmhohen Wolken, zu den Sternen, die hier noch blitzen und blinken, an den Planeten vorbei. Ich fühle mich unbeschwert, frei, glücklich und von Frieden getragen.
Oh, es gibt eine Zwischenlandung auf der Insel meiner Träume. Ich bin noch nie dort gewesen. Mit den Augen habe ich sie schon in Bildbänden erkundet und auf Karten erforscht.
Meine Insel ähnelt Mauritius. Ihre Schönheit und die dort gelebte Toleranz haben meine Sehnsucht geschürt, dort einmal Zeit zu verbringen. Es wird berichtet, dass alle Religionen dort friedlich nebeneinander existieren, sogar sämtliche Feiertage gemeinsam begangen werden.
Himmlische Zustände, wenn es wirklich so ist. Meine Zunge schmeckt das köstliche Aroma der kreolischen Küche.
Diese Traumreise hat keine bunten Löcher in den dunklen Himmel gebohrt; ich sitze immer noch vor meinem Fenster.
Wo bleibt die Enterprise, wenn man ihrer dringend bedarf? Ein stummer Seufzer ist in mir, heute also keine Zeitreise.
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