Heute habe ich mir vorgenommen für meine Lieblingsmorning Show, die seit mehreren Sendungen ohne Bild Zeitung ist, eine zeitung zu liefern. Für mich bedeutet es, ich springe über meinen Schatten. Normalerweise durfte seit Jahrzehnten nicht einmal der Fisch auf dem Wochenmarkt in diese Zeitung eingewickelt werden. In der Nähe von Familie Brandt gibt es seit Tagen Lieferengpässe.. In Barmbek werde ich ja wohl eine Zeitung erhalten,wäre doch gelacht. Mit Kuchen und Franzbrötchen bewaffnet, bin ich ab 6 Uhr unterwegs. In den ersten Geschäften gibt es keine Bild. Zum Brötchen gibt es keine Zeitung. Ich erhalte aber dumme Sprüche .Jeden dieser Sprüche kann ich vorbehaltlos unterschreiben. Meine Laune steigt. Im 5. Geschäft erhalte ich eine Bild und einen dummen Spruch dazu. Als ich erkläre, damit möchte ich jemanden überraschen, werde ich gefragt:“Oh Gott, was hat Dir dieser Mensch angetan!“Ich fange an, schallend zu lachen. Nun mache ich mich auf den Weg in das Studio, das ich kenne. Es liegt in einem der nobleren Viertel in Hamburg. Zeitig dort angekommen, ist das Haus noch komplett dunkel. Mir ist bekannt, dass der Besitzer sehr eigene Ansichten hat. Ich stehe mit der Bild n der erhobenen Hand vor dem Haus und winke. ich ahne, hier stimmt etwas nicht. Mir wachsen leise Hörner. Ab 7 Uhr spiele ich auf dem Klingelschildern Klavier. Das wollte ich immer schon einmal machen. Nach dreißig Minuten geht endlich das Licht im ganzen Haus an. Jetzt verlasse ich das Grundstück und ich rufe Borris an. Er bedauert das Ganze sehr, aber gesendet wird von woanders. Macht nichts. Bis jetzt hatte ich Spaß. Es ist lange her, dass ich morgens so früh schon gelacht habe. Gerade dieser Montag lädt nach dem Volksentscheid nicht zur Fröhlichkeit ein. Mein Entschluss mit dem Bus bis zum Jungfernstieg zu fahren,steht fest. Um diese Uhrzeit schlafen die üblichen Stressfaktoren noch und ich kann einen Blick auf die Alster genießen. Jedenfalls für einen kurzen Augenblick. Ich treffe auf zwei Obdachlose, ihre Becher für Münzen stehen vor ihnen. Ich biete meine Brötchen an. Einer möchte lediglich die Zeitung, der andere möchte Geld. Das habe ich auch nicht. Suche lediglich Mitesser für mein süßes Frühstück. So fahre ich weiter nach Barmbek. Dort kenne ich die Stellen, wo die Obdachlosen schlafen. Als ich sie um Hilfe bitte, weil ich dringend Mitesser brauche, sind sie überrascht. Bei den meisten ist das Esszimmer nicht mehr komplett und sie strahlen, als sie bei Schokokuchen und die Franzbrötchen zugreifen. Mit Schoko verschmierte Münder, schöner kann ein Tag nicht beginnen.Das ist wie es scheint, wie Wassermelone essen. Gesicht und Hals sind dann auch gewaschen.Ich lerne: Schokokuchen mit Bier geht auch. Sie haben ihr Weniges mit mir geteilt. Würde ist das einzige, was man ihnen nicht nehmen kann, stehen sie in der Nahrungskette bei uns im Land doch ganz unten.,
Hamburg Dulsberg im Oktober 2025 Heute will uns die Sonne noch einmal verwöhnen. Wenn Du die Götter lachen hören willst, mach Pläne.
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