Montag, 29. Juni 2020

Ungeduld oder Ende in Sicht


Meine Söhne lachen oft über mich, wenn ich ihre Hilfe benötige.
Wenn ich auf meinem Handy oder Computer mal wieder einen Supergau verursacht habe und nichts mehr geht.
Ich hätte so viel Geduld mit Menschen, aber nicht mit Technik.
Aber in der letzten Zeit hätte ich mich verändert.
Ich bin in mich gegangen. Sie haben recht.
Aber warum ist das so ?

Ja, ich werde tatsächlich ungehalten, wenn aufgeblasene Egos auf der Bühne meines Lebens erscheinen.
Sie haben viel zu sagen, bewerten und verurteilen andere.
Sie sprechen von Würde, Wahrheit und Rechtschaffenheit, verteidigen sie aber nicht.
Sie fliehen vor der Verantwortung, statt ihre gepriesene Sozialkompetenz zu leben.
Ich merke oft, dass sie Menschen mit innerer Einstellung als Konkurrenz ansehen.
Andere besitzen wie es scheint, etwas, dass ihnen selbst fehlt.
Leider bemerken sie es nicht.
Sie handeln unbewusst. Das bezeichne ich dann, als betriebsblind im eigenen Haus sein.

Zu meinem Glück befinden sich immer mehr Menschen in meinem Umfeld, die die Seele der anderen berühren.
Eine kleine Gemeinschaft, in der Menschen menschlich sind.

Die es verstanden haben und in der Lage sind, durch die sanfte Berührung ihrer Seele, zu wachsen.
Das Ende meines Zeitstrahls auf dieser Erde ist in Sicht.
Ich werde in Frieden mit mir und meinen Lieben, diese Erde verlassen.

Bis dahin höre ich nicht auf, wahrhaftig zu sein; auch in meiner Ungeduld.


Toxisch- persönlich


Toxische Männlichkeit – diesen Begriff nutze ich nur ungern, ist er doch ein Relikt aus vergangenen Zeiten.Irre ich mich ?
Vor einem halben Jahr hatte ich einen netten Mann kennengelernt.
Mit dem Versprechen ehrlich miteinander zu sein, haben wir uns einige Male getroffen.
Ich bin auf ein Auslaufmodell getroffen, traditionell patriarchal.
Es hätte mir nichts ausgemacht.
Leider konnte er nicht über sich selber lachen..
Unterdrückte Gefühle, Dominanz und Grenzüberschreitungen in Gesprächen, haben schnell zu meiner Entscheidung beigetragen, das ein weiteres Kennenlernen uninteressant ist.
Kontrollzwang und übersteigertes, sinnloses Konkurrenzdenken sind befremdlich für mich.
Höflich und mit Wertschätzung habe ich mich für die gemeinsamen Stunden bedankt ,und die Beziehung beendet.

Uncharmant bekam ich zu hören:“ Der Junge auf dem weissen Pferd, der kommt nicht mehr und ich sollte mein Alter bedenken.
Oh, hätte er gewusst, wie alt ich wäre...“
Eine Rose ohne Blatt, für den, der keine Ehre hat.

Ein halbes Jahr später trafen wir uns vor meiner Haustür wieder.
Er ist Handwerker und hatte bei uns in der Strasse zu tun.
Er setzte sich zu mir und den Nachbarn auf die Bank im Hof.

Er fing gleich zu reden an : „Er hätte von dem Polizeieinsatz gehört, und es wäre ihm klar gewesen, dass ich 150 Euro Strafe zahlen müsste.
(Nachbarn hatten u.a. auch mich, während der Corona Phase denunziert).
Er wüsste,wer es gewesen wäre, den Namen würde er nicht nennen.
Ich wüsste schon, wen er meinen würde... „
Das ist Zwietracht säen.
Meine Nachbarn verstummten peinlich berührt.
Zum Glück für mein Gegenüber, bin ich nicht Affektgesteuert.
Mein Kaffee blieb in der Tasse.

So werden scheinbar nette Männer einfach nur hässlich.






Essenz


Das,was mir mein Leben so schwer gemacht hat,habe ich hinter mir gelassen.
Es war all das, was ich nie gewesen bin.
Was ich zurück lasse, ist ein Leben ohne Liebe.
Das ist der schlimmste Tod, weil man danach noch immer weiter lebt.

Das Geschenk, was ich erhalten habe, ist das Ausschalten des Gedankenkarussells.

Weggefallen dadurch sind Vorurteile und Interpretationen.
Ich lasse die Menschen hinter mir,die sich nicht wandeln wollen.
Es sind die Traumzerstörer, die in der Großartigkeit des Miteinanders es nicht geschafft haben, Schattenthemen zu bearbeiten.
Sie arbeiten an ihrer Selbstidealisierung .
Da ist für Andere kein Platz.

Wenn Du wahre Liebe und den Frieden in Dir gefunden hast,ordnet sich um Dich herum alles neu.
Die bewusste freie Wahl lässt mich die Stimme meines Herzens hören.
Ihr folge ich.

Ich halte meine Frequenz und bleibe im Sein.
Es ist der Weg meiner Seele.
Der Grund, warum ich hier bin.



















Holunder

Meistens gehe ich alleine in die Natur.
Es hat sehr gefreut, spontan jemanden an meiner Seite zu wissen, der ähnliche Demut und Liebe für dieNatur empfindet, und um ihre Schätze weiss.
Ein wenig berauscht von dem blumigen Moschusduft der Blüten, haben wir mehr gepflückt, als wir benötigt haben.
Die weissen, leicht gelblichen Blütenkleider sind so einladend und prächtig gewesen.
Jeder weitere Blüte, die uns in die Augen gesprungen ist, war schöner, als die vorherige, und musste noch gepflückt werden.
Den ein oder anderen Ast haben wir zu uns hinunter gezogen. Der Blütenstaub rieselte auf uns herab gerieselt und es hat ausgesehen, wie Sternenstaub.
Holunder ist eines der ältesten nachgewiesenen Heilmittel.
Trinkt man Tee aus seinen Blüten, oder den Saft der Beeren, ist er schweisstreibend bei Infektionen. Er hilft bei Blasenentzündungen, Krämpfen und Muskelschmerzen, sorgt für weiche Haut und Haare.
Früher hat ein Holunderbaum vor jedem Haus gestanden.
Man hat sogar die Strassen um ihn herum gebaut.
Wusste man doch, dass Frau Holle, Hulda und Hel, die Göttinen, die den Strauch bewachen und bewohnen, dafür Sorge tragen, dass Kinder und Vieh gedeihen.
Die Häuser haben unter ihrem Schutz gestanden. Einst hat man sich vor Ehrerbietung vor ihm verneigt.
In der Mythologie steht Holunder für Licht und Schatten, Weichheit und Stärke, Geburt und Tod.
Die Blüte des Holunders geht bis Mittsommer.
Alte Geschichten berichten, dass man die wichtigsten Fragen an diesem Tag, unter ihm überdenken sollte.
Der Duft des Holunders öffnet dann sein Tor zur Anderswelt.
Vielleicht vermagst du unter dem Schleier des Holunders, Elfen und Feen sehen.
Solltest du dort sitzen, hörst du mit viel Glück ,Pan auf seiner Flöte spielen.
Sie ist aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Lächeln

Sitze gerade in dem Weinladen,in dem ich arbeite und beobachte die Ameisen,die emsig auf der Fensterbank herumlaufen.
Ihre Anzahl ist größer,als die der Menschen auf der Straße.
Ich lebe in einer Millionenstadt und es ist Freitag.
Normalerweise für viele ein Freutag, Endlich ist Wochenende.
Die Gesichter ,in die ich schaue ,erzählen etwas anderes.
Vor einigen Monaten habe ich mir angewöhnt,wenn nichts zu tun ist,vor dem Geschäft zu stehen und die Menschen mit einem Lächeln zu begrüßen.
Erst waren sie irritiert. Nach zwei Wochen grüßten sie zurück .
Wenn sie mich heute dort stehen sehen,kommt ein Lachen.
Heute geschah etwas wirklich Verwegenes.
Ein Vater hielt sein Kind an,mir zuzuwinken.
Sollte Lächeln ein probates Mittel sein,um hin und wieder in Kontakt mit seinem Nächsten zu kommen?
Einfach nur so,unverbindlich im achtungsvollen Miteinander? Ein schöner Gedanke .


Liebe oder die Welt des Marktes

Früher war Liebe wie eine Reise.
Neugierig haben wir uns, verliebt und gemeinsam ,auf den Weg gemacht.
Das Geschenk, daß wir mit unserem Leben bekommen haben, ausgepackt.
Mit Freude, Lust und dem Gefühl von Abenteuer ,sich gemeinsam entdecken.
Die Gabe des gemeinsamen Geniessens, ......
 Liebe funktioniert heute nicht mehr so.Sie ist analog.
Heute ist der PC die neue Interaktions Plattform für Begegnungen; ein virtueller Swingerclub. Menschen vertrauen einem Algorithmus, der den Weg aus der Einsamkeit zeigt, und den oder die Richtige in Dein Leben bringt.
Wissen wird theoretisch erworben,Praxis gleich null.
Hingabe to go, statt Lust Fastfood.
Viele von uns bestellen fast ihr gesamtes Leben im Internet, warum nicht auch den Partner.
Wird dann von UPS oder Hermes gebracht, mit 14 tägigem Rückgaberecht.
Virtuell kommen wir weiter. Oftmals glauben Menschen das, was im Internet steht.
Mir wird von sagenhaften Profilen in Partnerschaftsbörsen erzählt. Suchende haben sich so optimiert, daß sie ihrer Darstellung selber glauben.
Kommt es tatsächlich zu einer realen Begegnung, halten sie ihrem Selbstbild nicht mehr stand.
Ich frage mich, was sieht der Einzelne, der so handelt, im Spiegel? Warum versteckt man heute seine Gefühle?
Was bleibt ist bei denen, die wahrhaftig suchen, ist die Sehnsucht nach Aufrichtigkeit in der Begegnung ohne Angst und Lüge.
Das Internet:Fluch oder Segen?
Oft wünsche ich mir, daß diese künstliche Intelligenz sich so optimiert und zur Superintelligenz wird. Dann ist sie erfahrungsgemäß wieder uninteressant.
 Wenn es Dich da oben gibt, laß bitte Hirn vom Himmel regnen, daß der Mensch dann auch zu nutzen weiß.
Wenn nicht, dann möchte ich einfach nur nach Hause, ohne Rückgaberecht.

 Oft halte ich die Angst vieler meiner Mitmenschen vor Liebe, nicht mehr aus.

Im Hof 2019

Ein silbrig glänzendes Papier wirbelt gerade vom Wind getrieben über unseren Hof.
Mensch und die Kräfte der Natur haben es zu einem kleinen Propeller geformt.
Er rollt unter der Schaukel hindurch, verfängt sich in den rosaroten Geranien Blüten, die über die Begrenzung der Beetkante in den Hof hinein fallen.
Durch die Sonne des Spätsommers leuchten die Farben besonders intensiv.
Wir Nachbarn haben diesen Hof für uns umgestaltet.
Im Mittelpunkt unseres Hofes steht eine große Hainbuche.
Wer es vermag,kann in ihrem Stamm Geschichten lesen über Verrat,Streit,Versöhnung,Lachen und Weinen. In ihrer ganzen Schönheit zeigt sie uns den Sinn für Farben,Proportionen und Zerbrechlichkeit.
Ihre Krone wölbt sich schützend über Tische und Bänke. An diesem Platz haben schon viele wunderschöne Treffen stattgefunden. Nachbarn,die sich zum ersten Mal begegnet sind.
Ihr Dach beschützt uns vor Regen und Wind. Nicht nur ich fühle mich hier geborgen.
Wer unter ihr verweilt merkt irgend wann vielleicht,die Hainbuche ist wie eine Mutter.
Auch,wenn es kaum einer bemerkt hat,hat sie vielen das Vertrauen geschenkt,weiter den Weg in das Unbekannte zu gehen, ohne Angst.
Ihr Geschenk an uns ist unter anderem auch der Sinn für Kreativität.
Bei dem ein oder anderen Besucher hat sie den Künstler geweckt,der bis dahin noch nicht entdeckt wurde.
Noch bleiben uns wärmende Sonnenstrahlen in diesem Jahr und Begegnungen in unserem Hof,der wie ein Wohnzimmer ist.
 In der ungemütlichen Jahreszeit werde ich mich an das leise Plätschern des kleinen Brunnens in den Beeten erinnern und an den zarten Duft der Kräuterbeete.
Ein kleiner ,feiner, friedvoller Ort,von dem so unendlich viel Kraft ausgeht.
Ganz heimlich ist es ein kleines Stück Heimat geworden ,nicht nur in meinem Herzen.
Der kleine Propeller hat sich aus den Ranken befreit.
Er rollt leise knisternd aus meinem Blickfeld auf die Straße ins Freie hinaus

Sonnenblumen

Gestern hat Hubertus auf unserer Bank im Hof, den Sommer verabschiedet.
Ich bin dagegen. Nein, noch kam der Herbst nicht an.
Wenn ich ehrlich bin, liegt er schon auf der Lauer. War es die Wärme oder der Wein ?
Gefühlt hat der Sommer doch gerade erst begonnen und viel zu langsam Fahrt aufgenommen.
Als er startete, saßen wir plötzlich in einer Achterbahn , im Miteinander und unseren Projekten.
Eine Fahrt, die noch nicht zu Ende ist, uns in Erstaunen versetzt und glücklich macht.
Gestern habe ich Rudi in seinem Garten besucht. Sonnenblumen schauten keck über die Hecken.
Sie ragten teilweise über die Dachrinnen der kleinen Gartenhütten, hinauf in den Himmel.

Unglaublich schöne Blumen in ihrer Haltung ,und ihrem facettenreichen Strahlen. Sie haben den heftigsten Sommergewittern und Regenfällen getrotzt.
Wir Menschen sind den Sonnenblumen sehr ähnlich. Wir blicken wie sie ,bei Sonne in die gleiche Richtung. Wird es dunkel, lassen die meisten ihre Köpfe hängen, bis der neue Tag anbricht,und erwartet, von uns umarmt zu werden.
Im Menschenleben schauen viele in andere Richtungen, die nicht ihrer Seele entspricht.
Sie haben die Orientierung verloren. Sonnenblumen stehen für Wärme und Frieden.
Schließt Euch mit denen zusammen, die die Sonne sehen können. Schaut gemeinsam in eine Richtung, damit ihr friedvoll und mit Dank den neuen Tag begrüssen könnt.
Wenn ihre Blüte verwelkt ist, dienen ihre Kerne als Futter für Vögel und andere Kleintiere. Im kommenden Jahr werden die Kerne, die übrig geblieben sind, uns an Standorten mit ihrem Wachstum überraschen, wo wir sie nicht vermutet haben.
Ein zauberhafter Tag, der mit Aussichten auf einen sonnigen und bunten Herbst endet.

Der Virus - März 2020

Die Welt steht still,weil es Corona so will. Der Feind ist ein Virus.
Die Realität lässt sich nicht verdrängen durch die Mediengewalt.
Durch das rigide Handeln unseres Staates kommt fast alles Leben zum Erliegen. Wir werden sozial isoliert und kontrolliert,befinden uns im Kriegszustand.
Es wird dafür gesorgt,das die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. Jeder,der die Anordnungen infrage stellt,oder seine Bedenken äußert, ist ein uneinsichtiger Schädiger.
Der Spielplatz vor der Tür ist mit mit Trassierband abgesperrt.Alle die nicht vor die Tür müssen,sollen zu Hause bleiben,kuschen uns unterordnen.
Es wird entschieden zu unserem Wohl.Das hat man beschlossen,denn ich bin unmündig
Meine größere Angst ist,bei der gerade herrschenden Terminologie in den Medien,das wir schnell dem nächsten Hitler hinterher laufen.
Die Regale in den Supermärkten sind fast leer. Solidarität und Mitgefühl gehen verloren.
Asoziales Verhalten zerstört jede Gesellschaft. Die lähmende Angst in den Augen meiner Nachbarn erschreckt mich.
 Da wo Angst ist ,fehlt Liebe und Hoffnung. Die Gefahr zu erkranken vergrößert sich.
Angst frisst die Seelen auf.
Die Stimmung im Stadtteil ist angespannt. Das Krisenmanagement unseres Staates zeugt wieder von chronischer Überbewertung der eigenen Fähigkeiten.
Je lauter sie erklären,das alles überdacht wurde und im Eilverfahren neue Gesetze beschlossen werden,die die Grundrechte außer Kraft setzen,desto weniger glaube ich diesen Worten.
Tschernobyl und Fokushima hätten statistisch auch nicht geschehen dürfen. Sie kamen viel zu früh,laut Statistik bzw .hätten nicht geschehen dürfen.
Hatte gehofft,das unsere Regierung und die Wirtschaft aus diesen kognitiven Verzerrungen der Geschehnisse etwas gelernt hätte.
Trotz Ge-und Verboten,die erlassen wurden und denen wir folgen sollen,gehe ich vor die Tür.
Und denen,die keine Angst haben,schenke ich eine Umarmung. Das nenn ich Reparatur auf kurzem Wege.
Ich pflanze Frühjahrsblüher in unseren Hof.. Ihre bunten Farben erfreuen hoffentlich die Nachbarn und sind ein Lichtblick in dieser seltsamen Zeit.

Die Bank im Hof

Der letzte endlose Sommer mit seinen zauberhaften Farben und Düften , Dürre, und einer uns unbekannten Hitze ,ist uns zu Kopf gestiegen und in unsere Herzen gekrochen.
Und fast jeder hatte das Bedürfnis alles in sich aufzusaugen.
Was gab den Startschuß für Begegnungen,Berührungen ,Achtung und Geschichten ?
Wo alles begann ?
Es gibt da diese eine Bank in unserem Hof,wir nennen sie mittlerweile Werkstatt der Möglichkeiten . Jeder Besucher hat seinen Teil in diese Werkstatt hineingetragen oder geschleppt.
Es wird gewerkelt,verändert,getauscht,verlassen oder ausgespuckt.
Und diese warmen und weichen langen Nächte,zauberhaft und oftmals nicht endend wollend,werden immer in unser Erinnerung bleiben.
Oft bin ich an dieser Bank vorbei gegangen. Die Menschen,die dort saßen haben mich nie interessiert.
Die Bank hat mich nie angesprochen und ich hatte nie das Bedürfnis Platz zu nehmen,zu verweilen,oder irgend etwas anderes zu machen,dazu zugehören.
Mir ist nicht bewußt gewesen,dass ich dort Begegnungen haben werde mit Menschen,die genau so denken und fühlen,wie ich .
Alle hatten sich so an die Einsamkeit gewöhnt,dass sie dem Glück davon laufen.
Bei den Begegnungen habe ich zum ersten mal erlebt,dass es keine Vorbehalte,Verurteilungen oder Vorhaltungen gibt.
Im Gespräch entstehen konstruktive Energien,man ist ganz bei sich .
Und der Focus ruht auf dieser einen Person,die spricht.
Diesen Ort kann es eigentlich überall geben auf unserer Erde.
Ein Platz,wo man Vertraute,Bekannte,Freunde finden kann und Freude.
Träume werden Wirklichkeit und mit Leben und Liebe gefüllt, Das Labor der Möglichkeiten.


Gong Meditation

Ein paar Worte zur Gong Meditation.
Wir freuen uns, daß ihr bereit seid, alles, was ihr von Eurer Außenwelt mitbringt, loszulassen.
Ich meine Eure Herausforderungen und persönlichen Krisen.
Auch die,die in der Welt statt finden, wie Rechtsruck, Corona, unser Klima. Dinge, die uns Angst machen.
Bei dem Ein oder Anderen macht sich plötzlich der Wunsch breit, an die Hand genommen zu werden.Bitte,möge jemand Anders diesen ganzen Mist für uns regeln.
Wir fühlen uns überfordert. Wir geben diesen Wunsch ab, oder sprechen ihn aus, ohne zu hinterfragen, ob das wirklich wahr ist.
Wir geben damit unsere Verantwortung ab.Unsere Gefühle können wir nicht abgeben. Sie haben immer etwas mit uns zu tun. Verantwortung für seine Gefühle zu übernehmen, bedeutet aus der Bedürftigkeit heraus kommen.
Wir geben uns damit die Chance, zu wachsen.Und wir vergessen oftmals, was wir sind. Liebe.
Wir leben in modernen Zeiten, so lange sie nicht oberflächlich sind. Die technische Entwicklung ist schneller, als die soziale.
Was kann dazu beitragen, Dein Grundgefühl zu verbessern?
Heute gibt es eine Anregung zur Selbsthilfe: Schreibe Dir bei Deinem Morgenkaffee auf, mit welchen Gedanken und Gefühlen Du aufgestanden bist. Dein Gedankenkarussell zieht Dir Tagesenergie ab,ohne,daß es Dir bewusst ist.
Die halbe Erholung ist verschwunden, wenn Du Dich auf den Weg in Deinen Tag begibst.
Schreibe drei Wochen lang auf,mit welchen Gedanken und Druck Du Deinen Tag beginnst.
Sonntags liest Du Deine Notizen durch und überlegst Dir, wie Du diese Gedanken in positive umwandeln kannst.
Das Leben serviert uns schwierige Situationen,wie betrachte ich sie? Es kann unter Umständen bedeuten, daß Du auf Menschen in Deinem Umfeld verzichtest, oder andere für Dich wichtige Entscheidungen fällst. Nach drei Wochen gehst Du mit Dir einen Vertrag ein,den Du unterschreibst.

 Was hat das mit dem Gong zu tun? Wir sind in Resonanz mit uns und unserem Umfeld. Der Klang des Gongs ist Resonanz- Musik ist Resonanz. Musik ist Liebe.Es gibt kein schöneres Gefühl, damit in Resonanz zu gehen, denn die immaterielle Welt, ist die größere. Laßt Euch vertrauensvoll in das Spiel vom Musiker hineinfallen und Euch von seinem Spiel umarmen.

Ein Wunder im Winter

Was mich gerade begeistert, sind die Christrosen in unserem Hof.
Ich freue mich,daß sie so kraftvoll und üppig blühen.
Habe ich sie doch erst im letzten Jahr gepflanzt.
Sie sollten zur Verschönerung des Raumes dienen, für eine Musikveranstaltung,die ich mit einem Freund gestalte.
Ich bin für den äußere Rahmen zuständig,er ist die Musik.
Zu Anfang habe ich Schnittblumen gekauft. Irgendwann erwähnte er,daß er Schnittblumen nicht leiden könne.
Ich musste über mich lachen. Bin ich doch der Annahme erlegen,daß Künstler mit dem Prozeß des Verfalls von Schönheit und Vergehen ähnlich umgehen, wie ich.
So kamen die Christrosen zu uns,ein Symbol der Hoffnung. Ihre magische Ausstrahlung war als Begleiter auf den musikalischen Reisen,mit dabei.
Die Veranstaltungsreihe hat aus den merkwürdigsten Gründen in diesem Raum ein Ende gefunden. So haben die Pflanzen mit Hoffnungen auf Wachstum und Gedeihen belegt,ihren Platz im Hof gefunden.
offnungen,die sich erfüllt haben. Es gibt einen neuen Raum,in dem wir uns gemeinsam auf musikalische Reisen begeben.
Mit ihren zarten und hellen Tönen rührt sie mein Herz.
Natur und Musik gehören zusammen.
Vom Klang zur Schönheit der Stille. Ihr Wachsen ist weiter mit Hoffnung erfüllt.
Stolz und kraftvoll stehen sie im Beet.

Krokus

Der Frühling kommt.
Die ersten Krokusse stecken mutig ihre Köpfchen aus der noch mit Herbstlaub bedeckten Erddecke. Das erste Aufschlagen der Vier-Jahreszeitendecke birgt so unendlich viel Hoffnung und Vorfreude in sich . Krokus,eine Blume der Freude für mich. Ich bewundere immer wieder den Mut dieser zarten und filigranen Pflanze,trotz unsichererer Außentemperaturen und kleiner,als meine Hand, in Schönheit und Wachstum zu gehen.
Und ihr Duft,so betörend,zart und sinnlich. Ich freue mich,daß sie in unserem Garten wachsen.
Ihre unendliche Farbenvielfalt schenkt so viel Freude und Hoffnung. Sollte noch ein Frühjahrssturm kommen,der sie in ihrer Zartheit zerzaust,zerfleddert und in alle Einzelteile zerlegt,bleiben uns ihre Blätter noch lange als Farbklecks in der Natur erhalten.
Krokusse schenken ,oftmals unbemerkt,ein kleines Glück.
Für mich sind sie der erste Weckruf an die Menschen nach dem Winter.
Unbemerkt scharren wir mit den Füssen. Es fehlt nur noch die Kraft der Sonne,damit wir endlich wieder vor die Tür,in die Freiheit gehen.
Im Laufe des Jahres gerät der Krokus in Vergessenheit.
 Die Natur beschenkt uns mit einer großartigen und üppigen Palette voller Farben,den unterschiedlichsten Formen und Aromen,die gelegentlich wie trunken machen ; wenn man schnuppert und mit einer unglaublichen Schönheit.
as wahrzunehmen erfüllt mich immer wieder mit einer tiefen Dankbarkeit.
Gleich,was das Leben mir an Merkwürdigkeiten schenkt.
In der Natur kann ich jedesmal wieder meinen Frieden mit mir und der Welt machen.
Zum Jahresende treffen wir den Krokus wieder.
Diesmal in einem zarten violett und hoch giftig.
Ein Bote der Natur,der uns das Ende des Zyklus ankündigt.
Die meisten Menschen sind nicht mehr mit der Natur verbunden .
Sie erkennen das Geschenk,das die Herbstzeitlose birgt nicht.
Entwurzelt sprechen sie von der Klimakatastrophe,glauben an einen zweiten Frühling.
Aber in kleinen Dosen genossen ist die Herbstzeitlose ein wunderbares Heilmittel.
Die Farbe violett steht heute für Macht und Leidenschaft. Sie aus weiß,rot und blau gemischt. Diese Farben stehen für Selbstbezogenheit,Genügsamkeit,Ruhe,Kühle,Kraft und Energie, auch für meine Eitelkeiten.
Ich nenne diese Zeit Putz-und Flickstunde.
 Im Innen ,sowie im Außen geniesse ich den Winterschlaf in meiner Höhle

Ringelblumen


 Es ist Anfang März. Die Sonne hat mich heraus gelockt,auf die Bank im Hof.
Ich freue mich so sehr über die Ringelblumen.
Einige haben den Winter überlebt.
Sie zeigen sich als kleine Sonnenbälle in einem wilden Orange und wärmenden Gelb,das mich zum Strahlen bringt.
Gelb und Orange: Das pure intensive Leuchten,daß mich erschaudern lässt.
Sie erinnern mich an einen innigen Wunsch aus meiner Kindheit: immer mit unserer Erde und ihrer Schönheit verbunden zu sein.
Ihr Duft lässt mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder besser atmen,der Druck von meiner Brust verschwindet.
Wie beschreibe ich ihren Duft? Er ist ein wenig würzig,süß,modrig und erdig.
Er eröffnet in mir neue Räume,die von liebevollen Gedanken und Kreativität angefüllt wird.
Danke an Euch,ihr wilden Schönheiten .
 Ihr seid ein Geschenk der Natur für Körper,Geist und Seele.
Die meisten Menschen haben Eure heilende Kraft vergessen.
 Ein Wissen aus der Zeit, als die Menschheit mit der Natur gelebt hat, und um ihre Schätze wussten. Auch um den Schatz ihres irdischen Daseins.

Frühling


Ich gehe gerne in unseren Hof.
 Es ist das kleine Beet, für das ich Verantwortung übernommen habe.
Meine Hände schicken damit ein Lächeln auf die Erde.
Es ist ein kleiner Beitrag für die Gemeinschaft.
Gerade im Frühling gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken.
Die Bäume und Sträucher haben jeden Tag ein anderes Grün.
Und sie fangen jeden Tag mehr an zu leuchten,je weiter sich die Zeit zum Sommer nähert.
Blumen, die sich tagtäglich in ihrer neuen Farbenpracht und Herrlichkeit zeigen.
Heute war es mir eine besondere Freude.
Habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr, Bienen und Hummeln gesehen.Sie summen und brummen gehört.
Das war wie Musik in meinen Ohren. Mit diesem kleinen Paradies hoffe ich,daß die Bienen und Hummeln in unserem Leben erhalten bleiben.
Sie haben eine wichtige Aufgabe und sorgen für Fruchtbarkeit.
Zum Ende des Sommers kann ich beim Imker frischen Honig kaufen; Sommer im Glas.
Wenn der Honig dann auf mein Brötchen kleckst, oder in meine Teetasse rinnt,ist es ein leiser Wink des Sommers.
Ich danke täglich für das Wunder der Natur und mein Leben in ihr.

Meistens jedenfalls. Sollte ich für einen Moment das Strahlen der Sonne nicht mehr sehen können, schenkt mir der Honig mit seiner Süße und seiner gelbgoldenen Farbe, die Erinnerung an sie.

Sonntag, 28. Juni 2020

Pluto im Plankton

Ich habe schlechte Laune.
Heute will ich sie mir nicht von jemand anderen verderben lassen.
Mich richtig bemitleiden und darin suhlen.
Heute brauche ich eine Tüte Mitleid und Trost,oder lieber nicht ?
Weltschmerz, nein besser noch, ich will auf den Arm!
Warum ist mir noch nicht klar.
Heute habe ich schon viele Geschichten gehört über schlechten Schlaf und schlechte Träume.
Die Planeten sind schuld. Wenigstens weiss ich jetzt, auf wen ich schimpfen kann.
Schon steht der nächste vor mir, und erzählt mir seine Mondgeschichten.
Plötzlich stelle ich fest, dass mein fester Wille mir, und der ganzen Welt übel zunehmen, weicht.
Vor mein inneres Auge schiebt sich ein Bild.
Pluto in Gummistiefeln. Er steckt mit seinen dürren Beinchen im Plankton fest.
Es fällt im schwer, sie aus dem Sumpf zu ziehen. Die Idee kam ihm bis jetzt nicht in den Sinn. Pluto schafft es, einen Fuß zu heben.
Mit einem gurgelnden und schmatzendem Geräusch ist er befreit.
Das Schwere, dass ihm im Sumpf festgehalten, fällt von ihm ab.
Ich muss über mich lachen.
Zuerst war ich grimmig und zufrieden. Habe ich einen Schuldigen für meine schlechte Laune gefunden .
Aber ich war der Verursacher.
Warum, das gilt es noch zu betrachten.

Freundschaft

Freundschaft ist das zärtlichste und riskanteste Geschenk,das man in seinem Leben erhalten kann.
Ein guter Freund/in ist wie eine Liebkosung für die Seele,geboren aus Mitgefühl,verständnisvoller Zuneigung,stärkend,klärend,unterstützend, tröstend und aufbauend.
Einander vertrauen. Vertrauen,ein wunderbares Paradoxon.
Die Zuversicht hat mich öfters eine blinde und naive Haltung einnehmen lassen.
Bin vorsichtig geworden. Wenn ich vertraue , bedeutet es,daß ich meinen Verteidigungswall,durch den ich mich selbst zu schützen versuche,aufgebe. Dahinter verborgen sind meine Angst und mein Kummer.
Ich habe festgestellt,daß diese Haltung unendlich viel Freude und Zuversicht birgt.
Plötzlich verschwindet das Bedürfnis alles selbst in die Hand zu nehmen,um sich selbst und andere zu schützen.
Im aufrichtigen, liebevollen und wertschätzendem Miteinander schafft man es,gemeinsam Steine aus dem Weg zu räumen.
Freunde können alles klären und über jedes komische Gefühl reden.
So kann keine Distanz entstehen.
Hin und wieder bedürfen solche Klärungsprozesse Unmengen an Kaffee,Wein und Zigaretten, daß sich der Hals wie die Wüste Gobi anfühlt.
Wahre Freundschaft bedeutet für mich: Glauben an Wahrhaftigkeit,liebevolle Verbundenheit,Leichtigkeit,Freude und Freiheit.
Danke an meine Freunde.


Donnerstag, 25. Juni 2020

Markt der Kulturen

 Ich liebe meinen Stadtteil Dulsberg.
Er ist ,wie man heute sagt: Multikulti. Oft ist er laut, gelegentlich schräge, bunt, aber unglaublich liebenswert.
Wenn ich abends durch den Stadtteil streife, dringt aus den Fenstern Musik aus aller fernen Ländern , exotische Gerüche,die mich mit auf innere Reisen in andere Kontinente nehmen und ein Sprachgewirr, das ich oft nicht zuordnen kann.
Gefühlt ist in meinem Stadtteil die ganze Welt zu Hause.
Mit wunderschönen Bildern in mir,überquere ich unseren Marktplatz. Neu hergerichtet, nach heutigen Gesichtspunkte sicherlich ästhetisch, aber ohne Seele.
Daran ändert auch die Frohbotschaftskirche nicht, die dort steht.
Äußerlich war der Name nur kurzfristig Programm.
Der Anblick zeigte nach dem Umbau ein schönes Portal.
Es wird nun durch den Neubau verdeckt, der dort entsteht. Wohnraum ist knapp, und das schöne denkmalgeschützte Haus, musste weichen.
Es ist unser Marktplatz.
Früher war ein Marktplatz das Herzstück eines jeden Ortes.
Die Stände auf dem Markt kämpfen gegen die großen Supermarkt Ketten, ringen um Akzeptanz und ihr Überleben .

Oft kommen wir aus dem Urlaub zurück , mit wunderschönen Erinnerungen im Gepäck.
Erzählen begeistert, von den bunten Märkten dort, dem pulsierenden Leben.
Wir sind angefüllt von der Vielfalt, der Lebendigkeit und der Leichtigkeit.
Berauscht nur von der Lebensfreude, die einem dort entgegen springt und der Einfachheit.

Stellt Euch einmal vor, wir hätten auf unserem Platz so einen herrliche bunten Markt.
Mit Möglichkeiten zum Verweilen,den Düften aus vielen exotischen Ländern...
Du würdest bleiben und Dich wohlfühlen.
Ein Markt der Kulturen, zwei Mal wöchentlich...
Du würdest Dulsberg nicht mehr verlassen .
Gelebte Lebensfreude und ausgelebte Neugier würde entstehen.
Das Schönste,wären aufrichtige Begegnungen ohne Angst vor dem Unbekannten.
Es würde keine kulturellen Einzelgruppen geben.
Ein ehrliches und gedeihendes Miteinander wäre möglich...
Haben wir den Mut zur Veränderung ? Ich finde, es wäre doch einen Versuch wert, oder ?


Dienstag, 23. Juni 2020

Gestaltung ist Haltung

Unterhaltung:laut Duden selten. Unterhaltung ist Zeitvertreib, Zerstreuung,Aufmunterung,Erheiterndes, Gedankenaustausch,Konversation,Ansprache,Plauderei. Wir leben in artgerechter Haltung in unseren Wohnungen,die instand gehalten werden,wenn wir dafür Sorge tragen. Jeder von Euch ,der Mut hat,also eine innere Haltung,kann zu Unterhaltung beitragen.

Unterhaltung ist Gestaltung und Diplomatie,so geschehen hier im Hof,durch Klönschnack. Es ist eine andere Haltung entstanden zu alten und pragmatischen Idealen und Ideen,die der Veränderung bedurften. Der Hof,eine Veränderung,die wir als Teil unserer Gesellschaft bzw. Nachbarschaft wahrgenommen haben. Geschmerzt hat nur der Rücken. Und glaubt mir,es hat eine Riesenfreude bereitet sich mit ungezügelter Lust und Leidenschaft mit der Politik ,dem Guten und dem Bösen zu verbinden. Es ist ein kleines Paradies geworden für alle,die dazu beigetragen haben,gleich in welcher Form auch immer. Gestaltung ist Haltung und in diesem Zug sind noch Plätze frei.

Montag, 22. Juni 2020

Unter dem Himmel von Dulsberg, Nachlese II

Auf der Ausstellung sind zwei Besucherinnen über den Text „Freundschaft“ ins Gespräch gekommen.
Beide haben zugegeben, dass die Auszeit durch den Virus, ein ungeahntes Geschenk gewesen ist.
Es ist plötzlich der Raum dagewesen, um auch über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Eine der Frauen erzählte, sie habe sich bewusst nach Jahrzehnten entfreundet.
Weiter berichtete sie von der Wut ,dem Schmerz und der Trauer, die in ihr durch den Verlust entstanden ist.
Die zweite Frau erzählte ähnliches. Sie hat festgestellt, dass sie von Herzen gibt und der Seelenmülleimer für die anderen ist.
Nach den Begegnungen fühlt sie sich oft kraftlos. Auch sie spricht über ihre Traurigkeit, die sie bei ihrer Erkenntnis verspürt hat.

 „Ich hätte ihnen so gerne zugerufen: Umarmt eure Gefühle und würdigt den Augenblick der Erkenntnis mit Freundlichkeit!“
Es sind Narzissten, die aus euren Leben gehen.
Habt ihr nicht festgestellt, dass diese Menschen ein extremes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit haben? Es bereitet ihnen oft Schwierigkeiten, sich in Andere hineinzuversetzen.
Ihnen fehlt es an Interesse für die eigene Lebensqualität. Narzissten reden oft über ihre Befähigungen wie Status und Intelligenz.
Genauer betrachtet ist ihr Verhalten herablassend; sie haben veränderte moralische Werte. Sie sind manipulativ und treten, oft unbemerkt von dir ,auf die Hand, die du ihnen reichst.
Es sind Verursacher von Schmerz und Leid, brauchen Macht und Kontrolle und haben große Angst vor Veränderungen .
Narzissmus ist das Gegenteil von Liebe
Ist es nicht seltsam, dass sich keiner dieser Menschen je fragt,:“Wenn ich etwas verändere, was ist mein Gewinn?“
Ich habe eine Bitte an alle, die die aufrichtig und wahrhaftig lieben und geben,ohne Erwartung: Bleibt mit euren Gedanken in der Gegenwart.
Lächelt euch jetzt zu und verknüpft die Achtsamkeit für euch, mit diesem Text.
Seid glücklich über den Freiraum, der entstanden ist!

Nachlese II Unter dem Himmel von Dulsberg

Während meiner Ausstellungen unter freiem Himmel, kommt es durch meine Texte immer wieder zu Gesprächen.
Es ist von mir auch so gewünscht. Kunst darf zum Austausch anregen.
Ich bin seit März mit Fragen und Bildern in der Öffentlichkeit unterwegs. Meine Fragen lauten:“ Wenn du mit deiner Zukunft sprechen könntest, was würde sie dir antworten ?und„ was wünscht du dir ?“ .

Zum ersten Mal hat sich eine für mich ein deutliches Gruppenbedürfnis für eine Veränderung im Miteinander ergeben.
Tief empfundene Wünsche , nach mehr Achtung, Wertschätzung und einem liebevollem Miteinander ohne Schnick Schnack.
Auf meine Frage hin, was jeder einzelne zu dieser Veränderung beitragen kann, ist bei den Gästen erst Verwunderung und dann Sprachlosigkeit entstanden. Sind sie doch selten nach ihren Wünschen gefragt worden.
Ich möchte erwähnen, dass ca. 80% der Besucher einen anderen kulturellen Hintergrund hatten. Sie hatten die Zeit und den Mut, sich dieser Frage zu stellen. Sie fühlten sich ernst genommen .

Trotz einiger Sprachbarrieren, haben wir geredet und miteinander gelacht.. Das Wetter hat es nicht gut mit dieser Ausstellung gemeint.
Mir wurde aber von einem Afrikaner angeboten, beim nächsten Mal für gutes Wetter zu tanzen.
Mit den Dealern im Park bin ich auch in das Gespräch gekommen.
Ich habe ihnen erklärt, dass es nicht um Vertreibung aus dem Park geht. Die Marihuana Rauchschwaden werden aber als störend empfunden.
Wir gehen in den Grünzug und können uns im Rosengarten nicht einmal am Duft der Blumen erfreuen.
Ich habe sie gebeten, dass sie sich einen Vorschlag zur Veränderung überlegen.
Sie haben Zeit für eine Antwort.
In vier Wochen stehe ich wieder im Grünzug, dann reden wir weiter. Ihr Dank für das Gespräch hat mich gerührt.



Beziehungen oder Angst

Was Beziehungen so wertvoll macht?
Man bezieht sich aufeinander. Man schenkt einander Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.
Es ist das kostbarste, was Du schenken kannst Es ist dabei gleich, ob es sich um familiäre ,kollegiale, oder freundschaftliche Beziehungen handelt.
Gemeinsam schafft man Dinge, die Du alleine nie geschafft hättest. In Beziehungen kann jeder viel im Miteinander lernen.
Sich zu verschenken, sich bei Fehlern zu vergeben, einander heilen, oder sich neu finden.
Es können gemeinsam Potentiale und Möglichkeiten frei gesetzt werden, von denen man noch nichts geahnt hat. Sie können Glück und Frieden schenken.
Jeder ist gleich (un)vollkommen und gibt sich dem Leben hin
Diese Beziehungen werden nur enttäuscht, wenn sie nicht aufrichtig waren, d.h. keine wirkliche Begegnung statt gefunden hat. Beziehungen funktionieren nicht, wenn man auf Leute triffst, die mit gezinkten Karten spielen.
Sie brechen auseinander, wenn verstanden wird, daß Du nicht käuflich bist, für Anerkennung. Beziehungen funktionieren auch nicht, wenn Du Angst hast.

Hast Du Dich schon einmal gefragt, woher die Angst kommt, und was sie ist ?
Angst ist eine antrainierte Emotion.Das, was so entstanden ist, kann doch auch wieder gehen, oder ? Angst führt zu Erstarrung, Kreativität geht verloren, zieht Dich runter und macht Streß.

Wir benötigen lediglich Furcht, die in uns wohnt; es ist wichtig zu wissen,daß die Herdplatte heiß ist und daß wir vor einem Bären davon laufen sollten.
Stell Dir vor, Du sagst aus Deinem Innersten heraus „ Ja“ zu einem Miteinander.
Es könnte eine gemeinsame neue Werte Schöpfung erwachsen. Das Wissen und die Weisheit von Vielen macht frei.
Ich wünsche uns Allen Menschen im Umfeld, die in der Lage sind, so ein soziales Miteinander zu leben.Es zu pflegen,wie einen gedeihenden Garten.




Wann wird es endlich wieder so,wie es früher niemals war

Wir haben eine merkwürdige Art,mit uns und unserer Welt umzugehen.
Alles verlangt nach Rendite. Lebensbereiche sind ökonomisiert,auch die ,die man nicht ökonomisieren durfte. Natürliche Ressourcen werden verheizt.
Wir wissen längst,was zu tun ist,verändern für uns und unsere Erde aber nichts. Tun wir doch etwas mit den kostenfreien Ressourcen,die in uns wohnen. Das kann uns keine Gremium nehmen.
Durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit und Überschüttungen mit Nachrichten und Informationen,finden wir immer weniger Raum,um zu überprüfen,nachzudenken und hin zu fühlen,was wirklich wichtig und richtig für uns ist.
Ich bin gegen die Verdrängung des Ökosystem „Mensch“ aus dem öffentlichen Raum. Ich möchte nicht,das der Mensch verschwindet,leise und fast unbemerkt,wie derzeit 74 Prozent der Insekten und wir reagieren nicht.
Ich vermisse den Raum um nachzudenken, über die Möglichkeiten zur Veränderung.
Wo ist in der Eile die Zeit geblieben fürs Kochen,Lieben und Denken.
Hin und wieder empfinde ich die Digitalisierung,die über uns hereingebrochen ist,als Beleidigung meines Verstandes. Ich besitze weder Radio noch Fernseher.
Aus Zeitgründen glauben wir den Expertenmeinungen,ausgeführt in einer Sprache,die wir oft nicht verstehen. Macht nichts.Sind es oft nur leere Worthülsen oder subtil verpackte Drohungen.
Neueste Erkenntnisse der Wissenschaft haben in einigen Bereichen kein Gewicht mehr. Sie werden nur noch wichtig,wenn sie dazu dienen,um neue Steuern zu erheben.
Für mich fühlt es sich an,wie die Wiedereinführung von Ablassbriefen der Kirche. Meinen Reibepunkt für die Entschleunigung habe ich gefunden.
Ich bin Lobbyistin geworden für den Mensch,die Natur und die Künste.
Kunst ist so viel mehr,als Bilder,Musik und Tanz. Es gibt kaum Raum,um diese Künste zu teilen. Und wenn es ihn gibt,ist er zu teuer,zu groß,zu klein oder der Raum lässt anderes Wachstum nicht zu.
Ich habe einen Wunsch.
Nutzen wir Alle unsere Ressourcen.
Mehr Solidarität für uns und kommende Generationen.
Gedeihendes Leben und gönnendes Miteinander sein. Wir Menschen sind soziale Wesen.

In meinem Garten grasen Helden

Eine große Herde von Haudegen,grauen Zauseln und Wind um die Ecke Schaufler steht in meinem Garten.
Sie stehen dort, dicht gedrängt, mit gesenktem Blick stumm ihre Mantras murmelnd.
Dieser Gruppe gilt mein Dank .Er kommt von Herzen.
Erzählt sie doch von dem, was hätte sein können.
Von dem Feuer,daß sie in sich trugen, ihrer Vision .
Von beidem ist nur noch ein Hauch rauchender Asche verblieben.
Sie heißen: Vielleicht, man sollte, man könnte,man müsste,wenn..........
Einige von ihnen sind kurzfristig ausgezogen, weil ihre Sehnsucht nach einem schöneren Garten,ohne Zäune und viel prächtiger, sehr groß war.
Sie wollten etwas verändern, hin zum Besseren. Was den Einzelnen auch immer bewogen haben mag. Sie stehen im Garten und grasen. Was ist geschehen ?
Warum haben sie ihren ureigenen Weg verlassen ? Ich kann es nur vermuten.
Wurden sie nicht oft genug gestreichelt ?
Reichte das Futter nicht aus ?
Hat sie, als Sturm und Wind kamen,ihr Vertrauen sie verlassen?
Kamen sie deshalb zurück in den Garten, weil sie sich an den Komfort dort erinnert haben?
 Es sind nicht Alle zurück gekommen.
Einige haben ihre Freiheit und den Weg dahin, lieb gewonnen.
Sie sind weiter gegangen . Sind auf Andere getroffen.
Eine neue und junge Gemeinschaft wächst heran. Langsam, vorsichtig und leise ,suchen sie weiter. Sie geben ihre Träume nicht auf.
Als Beobachterin sehe ich ihren Glauben und ihre Liebe für die Welt.
Meine Vision: beide Gruppen begegnen sich,und es kommt zu einem gönnenden und liebevollen Miteinander Sein.
Hatten sie doch einst das gleiche Ziel.

Sonntag, 21. Juni 2020

Gemeinschaft - Irrtum ?

Was mich gerade traurig macht, ist der Verlust von Menschen, mit denen ich mich verbunden gefühlt habe.
Ich habe Werte und eine Haltung, die zu mir und meinem Leben gehören. Im Laufe der letzten Jahrzehnte, sind Menschen, die Werte haben, sehr rar geworden.
Ich bin auf neue Menschen getroffen und im ,Gespräch stellt sich heraus,sie haben die gleichen Werte, wie ich. Wie habe ich mich gefreut,vertraut und Perspektiven gesehen. Es gibt sie noch diese Exoten. Du fühlst Dich nicht allein. Im offenen und freundschaftlichen Miteinander sind gemeinsame Projekte entstanden. Du lebst gemeinsame Werte. Es hat Spaß gemacht, mit Liebe und Begeisterung gemeinsam in die Kreativität zu gehen.
Wann merkst Du, daß es im Miteinander anfängt zu hinken?
Plötzlich werden persönliche Probleme wichtiger, als das gemeinsame Projekt.
Hände, die plötzlich mehr nehmen, und mit ihrem Geben geizen.
Dann stellst Du fest, daß das Niveau der Ausreden größer ist, als das der Motivation.
Du gibst die meiste Energie in das Projekt. Wir sind im Leben nicht alle immer gleich stark.
Dann kann man den Anderen ein Stück des Weges tragen. Das geht aber nicht auf Dauer.
Ich reflektiere mich und das Geschehen.Stelle mir die Frage,was hat das mit mir zu tun?
Leider komme ich zu der Feststellung, daß ich Mogelpackungen aufgesessen bin.
Hübsche, bunte Schachteln mit Versprechungen. Das was darauf steht, ist nicht drin.
Es sind Personen, die von ihrer aufrichtigen Selbstreflektion überzeugt sind. Es gibt so viele Standpunkte, wie es Menschen gibt.
Sie haben viele Bücher gelesen und verstanden.Sind aber nicht in der Lage etwas davon umzusetzen. Werte gelebt mit den entsprechenden Eigenschaften sind verloren gegangen. Beständigkeit,Kommunikation und Teamfähigkeit - dafür sind dann Andere zuständig.
Ein gemeinsamer Konsens wird nur scheinbar erreicht.
Ich merke, wie ich wieder eine Mauer um mich herum errichte, um meine Werte und mich zu schützen.
Hin und wieder wird mir dann die Frage gestellt,warum ich so komisch geworden bin.
Mir ist nicht zum Lachen, eher nach Weinen. Die Betriebsblinden im eigenen Haus nennen es öfters Egoismus.
Für mich ist es Selbstliebe und Wertschätzung.
Und so zieht die Karawane dann weiter.
 Ich glaube und hoffe weiter auf wahrhaftige Menschen mit offenem Herzen ,die einen Mut Anfall leben können.
uf die, für die ein Handschlag und ein Versprechen mehr ist, als nur ein Wort, im Sinne einer Gemeinschaft.
oher kommt der Werteverlust? Ist es die schnelllebige Zeit, Egoismus,Angst, oder der Konsum von Drogen jeglicher Art?
Nicht nur ich suche immer noch nach einer Antwort.

Hoffnung – Akzeptieren und Gestalten

Wir leben in stürmischen Zeiten.
Jetzt gilt es nicht leise zu sein.
Laut werden für die gemeinsamen Wünsche, unsere Welt zu einer besseren zumachen.
Die Wünsche nach Veränderung kommen aus den Mündern der jüngeren Leute.
Ihre Visionen sind getragen, für den Schutz von Mutter Erde und einem wertschätzendem Miteinander sein.
Wir Alten sind statistisch gesehen, in der Überzahl.
Verurteilt die Jüngeren nicht.
Jede Generation braucht ihre eigene Revolution.
Sie benötigen unsere Unterstützung für ihre Welt von Morgen.
Auch sie denken, wie wir, unsere Eltern und Großeltern, an ihre Kinder und Kindeskinder.
Unser irdisches Verweilen ist mittlerweile so begrenzt, dass wir unser Ende sehen können.
Lasst sie ihre eigenen Erfahrungen machen.
Wir wollten die gebrauchten Erfahrungen unserer Eltern auch nicht.
Die Mehrheit von uns Alten ist oft in alten Denkweisen verhaftet und bemerken es nicht.
So hab ich es gestern erlebt, auf unserer Bank im Hof, während eines Gespräches über gesellschaftliche Veränderungen.
 „ Du naive Sozialromantikerin „ wurde ich beschimpft.
Er wüsste ganz genau, wann ich wieder etwas auf die Fresse bekäme.
Er hat mit seiner polternden Rede und der Unfähigkeit, zu zuhören, eine interessierte Gesprächsrunde zerstört.
Auch hat er nicht verstanden, dass er es war, der mir ins Gesicht geschlagen hat.
Als ich ihn darauf angesprochen habe, ist er wütend und feige abgezogen.
Fehlten ihm Argumente? Sein Verhalten hat für den Moment den Austausch zwischen Nachbarn , eine aufrichtige Begegnung zwischen jung und alt , zunichte gemacht.