Ich liebe meinen Stadtteil Dulsberg.
Er ist ,wie man heute sagt: Multikulti.
Oft ist er laut, gelegentlich schräge, bunt, aber unglaublich
liebenswert.
Wenn ich abends durch den Stadtteil streife, dringt aus den Fenstern
Musik aus aller fernen Ländern , exotische Gerüche,die mich mit auf
innere Reisen in andere Kontinente nehmen und ein Sprachgewirr, das ich
oft nicht zuordnen kann.
Gefühlt ist in meinem Stadtteil die ganze Welt zu Hause.
Mit wunderschönen Bildern in mir,überquere ich unseren Marktplatz.
Neu hergerichtet, nach heutigen Gesichtspunkte sicherlich ästhetisch,
aber ohne Seele.
Daran ändert auch die Frohbotschaftskirche nicht, die dort steht.
Äußerlich war der Name nur kurzfristig Programm.
Der Anblick zeigte nach dem Umbau ein schönes Portal.
Es wird nun durch den Neubau verdeckt, der dort entsteht.
Wohnraum ist knapp, und das schöne denkmalgeschützte Haus, musste
weichen.
Es ist unser Marktplatz.
Früher war ein Marktplatz das Herzstück eines jeden Ortes.
Die Stände auf dem Markt kämpfen gegen die großen Supermarkt Ketten,
ringen um Akzeptanz und ihr Überleben .
Oft kommen wir aus dem Urlaub zurück , mit wunderschönen Erinnerungen im
Gepäck.
Erzählen begeistert, von den bunten Märkten dort, dem pulsierenden
Leben.
Wir sind angefüllt von der Vielfalt, der Lebendigkeit und der
Leichtigkeit.
Berauscht nur von der Lebensfreude, die einem dort entgegen springt und
der Einfachheit.
Stellt Euch einmal vor, wir hätten auf unserem Platz so einen herrliche
bunten Markt.
Mit Möglichkeiten zum Verweilen,den Düften aus vielen exotischen
Ländern...
Du würdest bleiben und Dich wohlfühlen.
Ein Markt der Kulturen, zwei Mal wöchentlich...
Du würdest Dulsberg nicht mehr verlassen .
Gelebte Lebensfreude und ausgelebte Neugier würde entstehen.
Das Schönste,wären aufrichtige Begegnungen ohne Angst vor dem
Unbekannten.
Es würde keine kulturellen Einzelgruppen geben.
Ein ehrliches und gedeihendes Miteinander wäre möglich...
Haben wir den Mut zur Veränderung ?
Ich finde, es wäre doch einen Versuch wert, oder ?

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