Gestern hat Hubertus auf unserer Bank im Hof, den Sommer verabschiedet.
Ich bin dagegen.
Nein, noch kam der Herbst nicht an.
Wenn ich ehrlich bin, liegt er schon auf der Lauer.
War es die Wärme oder der Wein ?
Gefühlt hat der Sommer doch gerade erst begonnen und viel zu langsam
Fahrt aufgenommen.
Als er startete, saßen wir plötzlich in einer Achterbahn , im
Miteinander und unseren Projekten.
Eine Fahrt, die noch nicht zu Ende ist, uns in Erstaunen versetzt und
glücklich macht.
Gestern habe ich Rudi in seinem Garten besucht.
Sonnenblumen schauten keck über die Hecken.
Sie ragten teilweise über die Dachrinnen der kleinen Gartenhütten,
hinauf in den Himmel.
Unglaublich schöne Blumen in ihrer Haltung ,und ihrem facettenreichen
Strahlen.
Sie haben den heftigsten Sommergewittern und Regenfällen getrotzt.
Wir Menschen sind den Sonnenblumen sehr ähnlich.
Wir blicken wie sie ,bei Sonne in die gleiche Richtung.
Wird es dunkel, lassen die meisten ihre Köpfe hängen, bis der neue Tag
anbricht,und erwartet, von uns umarmt zu werden.
Im Menschenleben schauen viele in andere Richtungen, die nicht ihrer
Seele entspricht.
Sie haben die Orientierung verloren.
Sonnenblumen stehen für Wärme und Frieden.
Schließt Euch mit denen zusammen, die die Sonne sehen können.
Schaut gemeinsam in eine Richtung, damit ihr friedvoll und mit Dank den
neuen Tag begrüssen könnt.
Wenn ihre Blüte verwelkt ist, dienen ihre Kerne als Futter für Vögel und
andere Kleintiere.
Im kommenden Jahr werden die Kerne, die übrig geblieben sind, uns an
Standorten mit ihrem Wachstum überraschen, wo wir sie nicht vermutet
haben.
Ein zauberhafter Tag, der mit Aussichten auf einen sonnigen und bunten
Herbst endet.
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