Montag, 29. Juni 2020

Toxisch- persönlich


Toxische Männlichkeit – diesen Begriff nutze ich nur ungern, ist er doch ein Relikt aus vergangenen Zeiten.Irre ich mich ?
Vor einem halben Jahr hatte ich einen netten Mann kennengelernt.
Mit dem Versprechen ehrlich miteinander zu sein, haben wir uns einige Male getroffen.
Ich bin auf ein Auslaufmodell getroffen, traditionell patriarchal.
Es hätte mir nichts ausgemacht.
Leider konnte er nicht über sich selber lachen..
Unterdrückte Gefühle, Dominanz und Grenzüberschreitungen in Gesprächen, haben schnell zu meiner Entscheidung beigetragen, das ein weiteres Kennenlernen uninteressant ist.
Kontrollzwang und übersteigertes, sinnloses Konkurrenzdenken sind befremdlich für mich.
Höflich und mit Wertschätzung habe ich mich für die gemeinsamen Stunden bedankt ,und die Beziehung beendet.

Uncharmant bekam ich zu hören:“ Der Junge auf dem weissen Pferd, der kommt nicht mehr und ich sollte mein Alter bedenken.
Oh, hätte er gewusst, wie alt ich wäre...“
Eine Rose ohne Blatt, für den, der keine Ehre hat.

Ein halbes Jahr später trafen wir uns vor meiner Haustür wieder.
Er ist Handwerker und hatte bei uns in der Strasse zu tun.
Er setzte sich zu mir und den Nachbarn auf die Bank im Hof.

Er fing gleich zu reden an : „Er hätte von dem Polizeieinsatz gehört, und es wäre ihm klar gewesen, dass ich 150 Euro Strafe zahlen müsste.
(Nachbarn hatten u.a. auch mich, während der Corona Phase denunziert).
Er wüsste,wer es gewesen wäre, den Namen würde er nicht nennen.
Ich wüsste schon, wen er meinen würde... „
Das ist Zwietracht säen.
Meine Nachbarn verstummten peinlich berührt.
Zum Glück für mein Gegenüber, bin ich nicht Affektgesteuert.
Mein Kaffee blieb in der Tasse.

So werden scheinbar nette Männer einfach nur hässlich.






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