Montag, 29. Juni 2020

Holunder

Meistens gehe ich alleine in die Natur.
Es hat sehr gefreut, spontan jemanden an meiner Seite zu wissen, der ähnliche Demut und Liebe für dieNatur empfindet, und um ihre Schätze weiss.
Ein wenig berauscht von dem blumigen Moschusduft der Blüten, haben wir mehr gepflückt, als wir benötigt haben.
Die weissen, leicht gelblichen Blütenkleider sind so einladend und prächtig gewesen.
Jeder weitere Blüte, die uns in die Augen gesprungen ist, war schöner, als die vorherige, und musste noch gepflückt werden.
Den ein oder anderen Ast haben wir zu uns hinunter gezogen. Der Blütenstaub rieselte auf uns herab gerieselt und es hat ausgesehen, wie Sternenstaub.
Holunder ist eines der ältesten nachgewiesenen Heilmittel.
Trinkt man Tee aus seinen Blüten, oder den Saft der Beeren, ist er schweisstreibend bei Infektionen. Er hilft bei Blasenentzündungen, Krämpfen und Muskelschmerzen, sorgt für weiche Haut und Haare.
Früher hat ein Holunderbaum vor jedem Haus gestanden.
Man hat sogar die Strassen um ihn herum gebaut.
Wusste man doch, dass Frau Holle, Hulda und Hel, die Göttinen, die den Strauch bewachen und bewohnen, dafür Sorge tragen, dass Kinder und Vieh gedeihen.
Die Häuser haben unter ihrem Schutz gestanden. Einst hat man sich vor Ehrerbietung vor ihm verneigt.
In der Mythologie steht Holunder für Licht und Schatten, Weichheit und Stärke, Geburt und Tod.
Die Blüte des Holunders geht bis Mittsommer.
Alte Geschichten berichten, dass man die wichtigsten Fragen an diesem Tag, unter ihm überdenken sollte.
Der Duft des Holunders öffnet dann sein Tor zur Anderswelt.
Vielleicht vermagst du unter dem Schleier des Holunders, Elfen und Feen sehen.
Solltest du dort sitzen, hörst du mit viel Glück ,Pan auf seiner Flöte spielen.
Sie ist aus dem gleichen Holz geschnitzt.

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