Sonntag, 2. Oktober 2022

Die Kraft der Liebe

 

Ich habe gerade mit meiner kleinen Schwester telefoniert; so nenne ich meine Freundin. Sie ist der fröhlichste Mensch, den ich kenne. Mit ihren 160 cm ein Mensch voller Energie, dabei immer aufmerksam, höflich und den Menschen zugewandt. Weiter unterstützt sie hilfsbereit die Menschen, wenn nach Lösungen gesucht wird und es ein Problem gibt. Sie ist immer gepflegt, kommt ohne teure Handtaschen, Schmuck und Gelfingernägel aus. Ihr Haus ist offen für Alle. An ihrer Tafel haben viele Freunde und Verwandte Platz genommen, und das Leben mit ihr gefeiert. Das Leben so funktioniert, wurde ihr durch die südländischen Wurzeln mit in die Wiege gelegt. Ich habe staunend an diesem bunten, lauten Treiben teilgenommen. Es wurde gegessen, gespielt, getanzt und gelacht. Auch hat sie ihre kranke Mutter von ihrer Teenager Zeit bis zu ihrem Tod gepflegt und kümmert  sich um ihren Vater, der nach langer Lebensleistung nicht mehr gesund ist. Meine kleine Schwester ist einer der wenigen Menschen, die ich kenne, die jedem Tag Gott dankt, daß ihre kleine Großfamilie gesund ist, und es ihnen gut geht. Sie ist immer zur Arbeit gegangen, wenn die Kinder einen Platz in der KITA gefunden haben. Ihrem Mann ist sie Geliebte, Freundin und die Mutter seiner Kinder. Wenn es klappt, stehlen sie sich ein wenig Auszeit, damit sie nicht vergessen, daß sie nicht nur Eltern, sondern auch noch ein Liebespaar sind. Sie wissen um den Schatz, der sie füreinander sind. Während des großen C. erblickte das vierte Kind das Licht der Welt; nicht ohne Komplikationen. Das Kind  behauptet mit Kampfgeist und Präsenz seinen Platz, den es sich in dieser Welt ertrotzt hat. In dieser für alle Menschen schwierigen Zeit, hat meine kleine Schwester, als sie in Sorge um ihr Baby gewesen ist, zum ersten Mal erlebt, wie ihr Missgunst , Boshaftigkeit und fehlende Unterstützung von Freunden und Familienmitgliedern entzogen wurde. Sie, die sonst so stark ist, hat geweint und ist in ihren Grundfesten erschüttert worden. Natürlich wurde auch noch diabolisch nachgetreten, als sie geschwächt war. Menschen mit diesen Strukturen ändern sich nicht, wenn es an Reflektion fehlt, das hat sie schmerzlich gelernt.. Sie hat Konsequenzen gezogen und diese Zeit hinter sich gelassen. Ihre Kinder sind wohl geraten, jedes hat seine Aufgaben in der Familie. Sie kochen und backen gemeinsam, es gibt kein Fastfood. Auch die Schulaufgaben werden erledigt. Jedes Kind darf sich in seinen Neigungen ausprobieren. Es bedeutet nicht, daß ihre Kinder die üblichen Fallen im Heranwachsen auslassen, kleine Schwindeleine, Diebstahl, Geschrei wegen Ungerechtigkeiten, Pubertät….Alles wird in gemeinsamen Gesprächen in Ruhe geklärt.  Nun ist es soweit, der Benjamin hat einen KITA Platz und meine kleine Schwester zweifelt, wie immer, wenn es soweit ist, ob diese Entscheidung richtig ist. Weiß sie doch um die Wichtigkeit der ersten drei Jahre. Ich habe sie gebeten, ihre Zweifel zu unterlassen, denn sie hat das rechte Maß für ihre Kinder nie aus den Augen verloren. Es ist eine liebevolle Familie im Miteinander, immer noch verheiratet und glücklich, warum sollte es diesmal nicht auch funktionieren. Als Mutter hast du so vielfältige Aufgaben und stellst dich immer als letzte in die Reihe. Ich ziehe  meinen Hut vor meiner kleinen Schwester, die Mutter, Krankenschwester, Geliebte, Freundin, Ehefrau, Organisator und gelegentlich Dompteuse einer Rasselbande, u.v.a. mehr ist. Die Glückseligkeit strahlt nicht nur aus ihren Augen schaut sie auf ihre Familie, und sie ist voller Liebe für sie. Sie hat sich damit ihren Wunsch erfüllt. Das ist so unendlich viel mehr wert, als das Entgelt, daß Du im Job außerhalb verdienst. Du befindest dich in guter Gesellschaft, in der Gruppe ewig zweifelnder Mütter. Du leistest unwahrscheinlich viel. Es wir nur selten gesagt und schon gar nicht anerkannt. Wenn dir keiner einen Thron hinstellt, tue es selber, du hast ihn verdient.

Hamburg Dulsberg im Oktober 22

Jeder Tag ist Muttertag. Sie geben sich mit diesem einen Tag  zufrieden.

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