Heute hatte ich eine Besorgung in einem Hausmeisterbüro zu erledigen. In einem Nebenraum standen zwei Hausmeister. Einer erklärte dem anderen etwas auf einer Zeichnung. Er starrte angestrengt auf die Zeichnung und sah für diesen Moment aus, wie ein zerknautschter Mops.“So sehe ich also aus, wenn meine Kinder mich fragen:“Mama, wo ist Deine Brille“, entfuhr es mir lachend. „In solchen Situationen fehlt einem ja immer der Spiegel!“Der ältere Hausmeister fing an zu lachen.“Er glaubt mir ja nicht, daß eine Brille hilfreich wäre.“
Mein Anliegen haben wir lachend auf Plattdeutsch schnell erledigt. Mundart verbindet und die Unsäglichkeiten des Lebens, über die man plaudert, hören sich um einiges liebevoller an. Ich musste zu meinem Glück nichts unterschreiben. Ich hatte meine Brille vergessen. Das breites Lächeln in meinem Gesicht und das leises Gekicher, hörten nur die Krähen, die auf den Autodächern pickend, nach Nahrung suchten.
Hamburg Dulsberg, im Oktober 2022
Das Leben ist schön, wenn der Tag mit sonnigen, blauen Himmel beginnt und dem Lachen über die eigenen Macken.
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