Montag, 17. Oktober 2022

Oh ein Fettnäpfchen, ist das noch frei ?

 

Khalil Gibran, ein libanesischer Dichter und Philosoph hat geschrieben:“Zwischen dem was gesagt, aber nicht gemeint ist, und dem, was gemeint, aber nicht gesagt ist, geht die meiste Liebe verloren.“Das ist wohl war. Meine Liebe für Menschen kommt mir langsam abhanden. Mein Drang für die Tür zu gehen, wird immer seltener. Einige Menschen sind wie Blätter im Wind. Sie sind ohne jeglichen Halt. Die Angstmatrix, die sie umgibt, geben sie destruktiv weiter und sie sind tatsächlich der Meinung, sie meinen es nur gut. Gefühlt wird bei einigen die geistige Entwicklung zerstört.  Meine gelebten Werte und Empathie sollen zerstört werden. So empfinde ich gerade das sogenannte Miteinander. Ich soll für alles Verständnis haben und tolerant sein, Mangel akzeptieren. Ich mache da nicht mehr mit. Es reicht. Ich nehme auch keine Kritik an von jemand, den ich nicht um Rat gefragt habe. Geschichten, die mich befremden, so geschehen in den letzten Tagen. Aus einer Zusage wird eine Absage; eine Bitte um Hilfestellung für ein Kind, das mich nicht mag, während des Einkaufs. Hätte ich hinter der Person an der Kasse gestanden, hätte ich ihr ein Paket Kümmerlinge mit auf das Laufband gelegt. Ein Familienmitglied bittet mich aus dem Urlaub heraus, von dem er wohl aus Zeitgründen nichts berichtet hat, ich möge mich doch über den Job, den der Partner annehmen möchte, Erkundigungen einziehen. Eine Nachbarin freut sich, mich zu sehen. Sie ist neugierig und klatscht gerne. Sie hätte mich mit einem Mann gesehen. Da rät sie mir doch gleich, ich solle diplomatischer werden. Als ich sie frage, ob ihr eigenes Leben so langweilig wäre, wird ihr Blick starr. Den Blick kenne ich von meiner Schwiegermutter, wenn ihr die Antwort nicht gepasst hat. Wo Vernunft, Sachverstand und der Wille zum Diskurs fehlt, verbrenne ich keine Energie mehr. Es mutet einfach seltsam an. Mit ihrer Kindheit im Gepäck heischen sie um Toleranz. Diese gilt dann bitte aber auch für mich. Sie meinen es sicherlich nicht böse, oder? Aber seltsam ist es doch.

Für einige Menschen darf ich ein Leuchtturm sein. Sie behandeln mich anders. So habe ich beschlossen, meine Mailbox zu aktivieren und neu zu besprechen:“Hallo, hier spricht die Sahara. Mit welchem Kamel darf ich sie verbinden?“In einer Welt, wo Achtung und Wertschätzung nicht mehr gilt, weil sie nicht mehr gewollt ist, eine angemessene Reaktion.

Hamburg Dulsberg, Oktober 22

Sie lachen über mich, weil ich anders bin. Ich lache über sie, weil sie so gleich sind. Kurt Cobain

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