Montag, 29. Dezember 2025

27. Dezember 2025 in Hamburg

 

27.Dezmber 2025 in Hamburg

Ich habe keine Milch mehr zu meinem Kaffee. Für den für mich richtigen Start in den Tag, ist der Gang zum Supermarkt nun leider unumgänglich. Vorgenommen hatte ich mir, bis zum Jahresende nicht mehr vor die Tür zu gehen. Ich bin noch angefüllt von Weihnachten, angefüllt mit Liebe, guten Gesprächen, Spielen und viel Lachen Ich hätte es noch gerne länger in mir bewahrt. Am Straßenrand liegen die ersten entsorgten Tannenbäume. Ich erinnere mich an meine Kindheit und an die meiner Kinder. Nach Neujahr wurde der Tannenbaum geplündert. Das bedeutete Kerzenhalter und Kugeln wurden entfernt und sorgsam für das nächste Jahr verpackt. Dann hingen nur noch Zucker Kringel, Nüsse und Schokolade im Baum. Das Fest nach Neujahr. Wir Kinder durften  den Baum dann plündern, um ihn dann in kleine Stücke zu sägen und im Ofen zu verheizen. Es hat herrlich gerochen nach Tannengrün und das knacken und singen des Holzes erklang im Zimmer. Die letzten begehrten Süßigkeiten der Weihnachtszeit  wurden geteilt und behandelt, wie ein Schatz. Nun weht der Wind die achtlos an den Straßenrand gelegten Bäume auf die Fahrbahn. Einige Menschen schaffen es, das schönste Fest des Jahres schnell abzuhaken, Im Supermarkt ist alles was mit Weihnachten zu tun hat, auf zwei Gondeln verteilt. Im Preis reduziert, endlich auf Vorjahresniveau. Ältere Nachbarn umkreisen diese Gondeln.  Die Rente ist noch nicht da, aber Lebkuchen Herzen und Dominosteine locken und schmecken auch noch nach Weihnachten. Alte, durch Arbeit gezeichnete  Hände legen den Ministollen zurück. Ich lege ein paar Ministollen zu meiner Milch in den Einkaufswagen, Dominosteine und Lebkuchen. Die leeren Regale im Supermarkt warten darauf, mit allerlei Kram und Böller für Silvester, gefüllt zu werden. An der  Kasse fällt mein Blick auf den Ständer mit den Tageszeitungen. Auf der ersten Seite die wichtigsten Botschaften der Weihnachtsansprachen von Politikern. Sie verheißen für uns Bürger nichts Gutes für 2026.Sie plündern die Kassen unseres Landes weiter. Die Rentenkasse, Krankenversicherung an deren Topf sie sich bedienen und nicht wieder auffüllen. Stopp 1Wie war es mit dem Bewahren des wohlig warmen Weihnachtsgefühls? So warte ich vor dem Supermarkt auf die älteren Nachbarn, die ich beobachtet habe. Ich  habe jeden angesprochen und gefragt, wie es ihnen ginge. Weil wir uns vor Weihnachten nicht gesehen hätten, hätte ich noch etwas für sie. Ich weiß, es ist gemein diese Leute ein wenig zu verwirren. Das strahlen ihrer  Augen zeigt  mir, auch für sie ist Weihnachten noch nicht abgehakt.

 

Hamburg Dulsberg 2025 Das, was ich im Alltäglichen erlebe lässt mich nicht ruhen, aufgrund von Ungerechtigkeiten in meinem Land, den Mund zu halten. Ich bin nicht mehr bereit arm gespart zu werden, für Menschen, die mich verabscheuen.

Freitag, 12. Dezember 2025

Pakete, Pakete

 

Ob Black Friday Weeks oder Weihnachten; der Dienst der Deutschen Post ist unterirdisch. Der Service, natürlich digital, funktioniert partiell. Die Postbank ist eine Bank und den Nachsendeantrag für den Umzug habe ich bei Edeka erhalten, am Tresen für Lotto, Tabak und Postdienstleistungen. Das Ganze als echten Schnapper, für 31,50 Euro Der Hinweis des Postmitarbeiters, als ich nach dem Nachsendeantrag gefragt habe war äußerst charmant. Seine Antwort:“Lesen Sie das Schild hinter mir? Da steht Postbank.“Hier gibt es Bankleistungen. Das Traurige an den Dienstleistungen ist, das ein berittener Bote sicherlich schneller wäre, und ein Sack Hafer günstiger, als die Gebühren. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die fast ihr gesamtes Leben im Internet bestellen und dann nicht zu Hause sind. Heute bin ich liebevoll bedacht worden. Der Paketbote klingelte an meiner Tür. In einem hat sich eine wunderbar wärmende Jacke befunden, die mit  herzlichen Gedanken nun den Weg zu mir gefunden hat. Sie hatte den Weg zwischen zwei naheliegenden Hansestädten zu bewältigen. Dieser dauerte vier Tage. Mein Paket in die Gegenrichtung ist länger unterwegs gewesen. In dem zweiten Paket haben sich Apfelmus und Apfelsaft aus Schleswig-Holstein befunden. Keine  24 Stunden und es war da. Die Gaben stammen aus dem Garten einer Freundin. Vor meinem Wegzug haben wir oft gemeinsam die Äpfel Ende Oktober geerntet. Es ist eine Gemeinschaftsaktion gewesen. Die Holzpresse hat im Garten gestanden, in der die Äpfel frisch vom Baum gepresst worden sind. Es geht nichts über frisch gepressten Apfelsaft. Über dem Lagerfeuer wurde dieser erhitzt und schmeckte nach und während getaner Arbeit, einfach köstlich. Der Vorrat an Saft reichte fast bis in den Sommer .Die in hauchdünne Scheiben geschnittenen Apfelringe, die zum Trocknen aufgehängt worden sind, auch. Ein wenig wehmütig fällt mir auf, in diesem Jahr habe ich kein einziges Feuer gemacht. Das gestaltet sich in einer Großstadt auch ein wenig schwierig. So fällt mir doch eine Geschichte ein, die sich vor ein paar Jahren zugetragen hat. Wir Nachbarn hatten uns in einem Lokal verabredet, dass Mittsommer feiern wollte. In der Ankündigung hat gestanden, es gäbe ein Lagerfeuer. Es wurde immer dunkler und die große Feuerschale  war immer noch abgedeckt. Kurzentschlossen haben wir diese entfernt und mit dem Holz, dass wir im nahen Park und auf den Baustellen eingesammelt haben, ein Mittsommer Feuer entzündet. Einer der unverheirateten Ü 40Nachbarn kam gerade vom Besuch bei Mutti .Sie hatte ihn gut versorgt und so haben wir Würstchen und Schinken über das Feuer gehalten. Die Besucher der Lokalität waren begeistert, der Wirt nicht, trotz des enormen Umsatzes, den er an diesem Abend gemacht hat. Es war ein schöner Abend.

 

Hamburg Dulsberg im Dezember 2025

Ich schwöre, es war lediglich Apfelsaft.Hätte ein Paketbote an unserem Feuer gesessen,möglicherweise wäre er motivierter beim Austragen gewesen.

Dienstag, 9. Dezember 2025

Kalender, Kalender

Ja, er ist schon sehr dünn. Meine Nachbarn haben jeden freien Fleck mit Weihnachtschnickschnack dekoriert, im Hof, ihre Fenster und ihre Gärten. Ich frage mich, ob es dazu beiträgt, die Welt auszublenden. Das zu viel von allem und das wilde, grelle blinken an Fenstern und Tannenbäumen erzählt von dem Überfluss, der in unserer Welt existiert; auch von dem Geld ausgeben, das nicht vorhanden ist. Grelles Licht überspielt nicht die Angst, die sich in den Herzen vieler Menschen befindet. Für mich wird sie dadurch lauter und sichtbarer. Ich schätze das leise. Vor ein paar  Tagen habe ich ein Bild von einem Tannenbaum gesehen; geschmückt in Rot und Gold. Es sind für mich die Farben, die zu Weihnachten gehören. Rot für die Liebe, die mit diesem Fest verbunden ist und der goldene Schein für das Licht, das in dieser dunklen Zeit wieder anfängt, stärker und heller zu werden. Es wächst langsam und ist zart und leise. Es bleibt oft unerhört, in unserer lauten und grellen Zeit, die durch hinterher jagen, Atemnot und Erschöpfung geprägt ist. Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der man sich noch ein gesegnetes Weihnachtsfest gewünscht hat. Was bedeutet Segen? Segnen ist eine Form des Empfangens. Jeder von uns hat es in der Hand, ob er dieses Geschenk, in Form von guten Wünschen, annimmt, oder es ausschlägt. Gerade gibt es Bemühungen, das Weihnachtsfest aufgrund alter Schuld,zu verändern. Das geschieht gerade heimlich, still und leise. Auch dieses Jahr ist für uns Menschen eine Herausforderung gewesen. Die meisten sind erschöpft und verfallen in Agonie. Ich bewahre mir die Adventszeit,als altes Ritual für mich. Ausgelacht werde ich, als Weihnachtshasser. Sollen sie lachen, denn sie wissen ja eh alles besser. Durch das Laute hören sie nicht die Worte, die in dieser Zeit mitschwingen: alles ist möglich, dem der da glaubt. Das bedeutet für mich auch, dass jeder dazu beiträgt, dass die Hoffnung auf ein liebevolles miteinander, mit Leben durch jeden Einzelnen gefüllt wird.

 Hallo Dezemer, Du bist der letzte Monat des Jahres.Ich wäre bereit für ein Happy End.

Mittwoch, 26. November 2025

Verrückte Tage

In meinem Umfeld hat es gerade doch einiges an Aufregung gegeben. Es ist nicht immer einfach, wenn eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, zusammen wachsen möchte. Missgunst, üble Nachrede, Geltungsdrang und Menschen, die heute vergessen haben, was sie dir gestern erzählt haben. So endete der eine Tag mit einem teuren Geschenk für mich und mit der Entschuldigung eines Menschen, der mitteilt, er würde nicht mehr mitmachen. Ich habe in der Ausbildung in Psychologie viel gelernt, aber auf das, was dir begegnen kann, wirst du nicht wirklich vorbereitet. In den letzten Jahren sind die Menschen in diesem Land immer dünnhäutiger geworden. Die apokalyptischen Reiter, die seit Jahren durch unser Land getrieben werden, hinterlassen arge Spuren. Ich bin froh, dass ich mit einigen anderen aus der Gruppe darüber lachen konnte Fassungslosigkeit und Unverständnis haben sich so ihren Weg gesucht. Einer der  Punkte, der uns eint; wir sind die von Politikern vergessenen Bürger. Das werde ich jetzt nicht weiter ausführen. Um Uhr 30 habe ich mich mit gesammelten Decken und Schaffellen auf den Weg  gemacht. Am Barmbeker Bahnhof schlafen viele  Obdachlose. Sie werden immer jünger und es werden immer mehr. Großartige Hilfe erhalten sie nicht. Im Rucksack hatte ich Brot, Tee und Kaffee. Wir haben uns unterhalten und einige haben mir in der Kälte ihre Geschichten erzählt. Oft ist eine Umarmung  eine Reparatur auf kurzem Wege. Ihr Dank beschämt mich. Es bedarf nur weniger Dinge, um ihnen ein Lächeln in die Augen zu zaubern. In meinem Stadtteil muss ich keine Befürchtungen haben, dass hier Gutmenschen unterwegs sind. Das habe ich in St. Georg schon einige Male erlebt. Dort sind sie unterwegs mit der Presse. Wenn die weg ist, haben unsere „Gäste“ ihre geschenkten Daunenjacken angezündet weil ihnen kalt ist-. Sie haben ja eine warme Jacke am Körper und sie wissen, es gibt Nachschub. Den Rentnern in meinem Quartier geht es nicht so gut. Heute bin ich in der Suppenküche Mittagessen gewesen. Hier treffen sich Alleinstehende, um für 3,50 Euro Mittag zu essen. Die meisten haben einen kleinen Topf dabei. Eine Hälfte der Portion wird für den nächsten Tag eingepackt. Der Raum ist mit gespendeten Stühlen aus einem Theater und ausgemusterten Schreibtischen bestückt. Ich gehe dort hin, um einen Klönschnack zu halten. Die meisten von ihnen sind einsam. Ich durfte jemanden glücklich machen. Ich hatte für Emma einen warmen Wintermantel gefunden. Eine Nachbarin wollte ihn in die Tonne werfen. Ich habe den Mantel gewaschen und Emma hat das Geschenk angenommen. Ihren Mantel trägt sie schon seit vierzig Jahren. So richtig gewärmt hat er sie nicht mehr. Sie hat sich sehr gefreut. Diese Suppenküche wird nicht von unseren Gästen besucht. Ein veganes Essen hat es hier noch nie gegeben. Meine über den Herbst gekochte Marmelade und Weihnachtsgebäck habe ich dabei. Die Art von Großmutter Gebäck, das man am besten ohne Zähne zu sich nimmt. So brechen die Besucher ihr Schweigen und kommen miteinander ins Gespräch .Sie lachen sogar miteinander .Der überwiegende Teil ist weit über 80 Jahre alt. Auf meinem Weg nach Hause bin ich dankbar für meine kleine Familie, Freunde und Bekannten. Ich spüre, wie unendlich reich ich doch bin.

 

Hamburg Dulsberg im November 2025

Emma lebt seit 87 Jahren in ihrer Straße. Als ihr Wohnhaus durch Bomben zerstört wurde, ist sie bei  Nachbarn im Haus gegenüber untergekommen. Sie ist nach dem Wiederaufbau in ihr altes Haus zurückgezogen. Von ihren vier Kindern lebt noch eins. Sie will in dieser Wohnung sterben und wird ihre große Wohnung nicht für Gäste räumen.

Montag, 24. November 2025

Der erste Schnee in diesem Jahr

 

In meiner Community, deren Mitglieder verteilt auf das ganze Land sind, haben einige  heute Bilder von der Winterpracht gepostet, die vor ihrer Tür mit allen Sinnen zu erfahren ist. In Hamburg ist es lediglich kalt. Von Schnee, der fallen soll, erzählt der Wetterbericht schon seit Tagen. In einem Telefonat habe ich trotz der späten Zeit, das Lachen der Kinder gehrt, die sich über den Schnee gefreut haben. Nun habe ich fünf Minuten nicht aus dem Fenster geguckt. Siehe da, nun hat sich die Welt um mich herum, auch schön gemacht und ein sauberes Kleid angelegt. Es scheint mit Perlen und funkelnden Steinen besetzt zu sein. Der erste Schnee ist immer etwas Besonderes. Er dämpft die Laute und macht die Welt für eine kurze Zeit friedlich. Ich tanke gerne Frieden auf, denn gefühlt ist die halbe Welt in Unfrieden. Vor zwei Nächten habe ich eine Sternschnuppe gesehen und ihr meinen Wunsch mit auf ihre Reise gegeben. Hoffentlich war ich schnell genug. Schnell habe ich mich angezogen und  bin vor die Tür gegangen. In meiner Straße liegen die Kinder schon in ihrem Bett. Ich wünsche ihnen, dass der Schnee morgen noch liegt, wenn sie aufwachen. Die Fenster in den benachbarten Häusern sind teilweise schon weihnachtlich geschmückt. Die warmen Lichter schicken Zuversicht in den Hof. Ich wünsche meinen Nachbarn, dass sie diese noch spüren, wenn sie in ihren Tag gehen. Statt verkniffener Gesichter, ein Lächeln auf den Lippen; eine schöne Vorstellung. Der erste Advent ist in Sicht. Das ist die Zeit, wo ich die Einkaufstraßen meide. Es sind dann überwiegend genervte Gesichter mit zu vielen Taschen unterwegs, die rücksichtslos schubsen und drängeln. Ich kann diese Spezies nur für eine kurze Zeit verdrängen. Sie tun mir leid, aber nicht im Sinne von mitleiden. Wenn das Fest der Liebe bei ihnen so aussieht, möchte ich kein Teil von ihnen sein. Ich bereite mich auf die Wintersonnenwende vor. Die Zeit bis dahin, wird wie im Flug ergehen. Es ist kalt und meine Bettdecke ruft, Am nächsten Morgen ist die Schneedecke  vor meinem Fenster noch ein wenig dichter geworden .Von den Regenrinnen tropft es. Ein Blick auf das Thermometer zeigt vier Grad plus. Es war ein kurzes Gastspiel des Winters. Er hat den Tag, an dem wir an die Menschen gedacht haben, die nicht mehr bei uns sind, ein weniger leichter gemacht.

 

In der größten Dunkelheit findet jeder, der möchte, ein Licht.

Sonntag, 16. November 2025

November Blues?

 

Morgens trinke ich meinen ersten Kaffee auf meiner Loggia; mittlerweile nicht mehr im Schlafanzug. Heute bin ich eingehüllt in Schal, Mütze und meiner dicken Winterjacke. Jetzt, wo die Bäume ihr Laub verloren haben, hallt das Rufen der Krähen seltsam durch den Frühnebel. Im November dürfen wir uns wieder daran gewöhnen, dass die Geräusche der Stadt, wieder anders klingen. Es ist an der Zeit, sich wieder an meinem großen Vorrat von Kerzen zu bedienen. In meiner kleinen Wohnung sind fast zwanzig Windlichter auf alle Räume verteilt. Der Duft nach Wachs und das Licht echter Kerzen lassen die Welt vor dem Fenster weniger trübe erscheinen. Der Schein der Kerzen nimmt den Sonntagen, die jetzt ins Haus stehen, das Traurige, dass  zu diesem Wetter passt. Eine Kerze brennt bei mir für die, die nicht mehr bei uns sind. All die anderen leuchten für die schönen Erinnerungen, die ich im Laufe des Jahres gesammelt habe. Die letzten Wochen diesen Jahres bergen sicherlich noch etwas Schönes und Unerwartetes. Viele schieben gerade den November Blues. 

Blickt in ein Kerzenlicht. Es macht warm ums Herz, lässt dich unverdorben und neugierig fühlen Das wärmende Licht schenkt euch Hoffnung.

Hamburg Dulsberg im November 2025

Die letzten Tage haben mir so viele Menschen erzählt, wie sehr sie den November nicht leiden können; und erst die Dunkelheit! Sie gehört zur Auskehr des Jahres und zur inneren Einkehr.Ich frage mich immer, warum?

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Ein Hoch auf uns, oder lieber doch nicht?

 

 

Das Thema alternative Heilmethoden, eine davon wurde in einer Sendung von Borris Brandt vorgestellt, nicht ohne Folgen für ihn.

 Ich möchte zu diesem Thema eine Geschichte erzählen, die wahr ist. Sie hat sich an einem heißen Sommertag in einem Museum ereignet, während der Ferienzeit. Es war ein Museumsdorf. Häuser und Inneneinrichtung erzählen uns die Geschichte unserer Vorfahren; ein Leben ohne Telefon, Strom, Waschmaschine und Thermomix. Ein Besucher dieser Örtlichkeiten ist wohl staunend, mit offenem Mund durch diese Räumlichkeiten gewandert. So kam es, dass er versehentlich eine Biene verschluckte. Er erlitt eine allergische Reaktion, drohte zu ersticken. Es war bedrohlich. In dem Haus befand sich eine alte, homöopathische Hausapotheke. Ein weiterer Besucher hatte diese wahrgenommen und hatte aus welchem Grund auch immer, Fachkenntnisse. Er  griff nach dieser Hausapotheke und eilte zu dem Menschen, der um Luft rang. Der Besucher entnahm die entsprechenden Globuli, legte sie dem Kranken unter die  Zunge und in die Nase. Er tat es solange, bis der Notarzt kam. Die Schleimhäute waren schon am Abschwellen, der Mann bekam schon besser Luft. Er wurde schulmedizinisch weiterbehandelt. Ohne Homöopathie wäre dieser Besucher verstorben. Zu sehen, wie ein Mensch erstickt und das Gesicht sekündlich die Farbe wechselt, ist nicht lustig. Eine über 150 Jahre alte Hausapotheke, ein Ausstellungsstück in einem Museum, hat geholfen. Ich habe nicht vernommen, dass unter den Besuchern ein Arzt gewesen ist, der einen Luftröhrenschnitt hätte vornehmen können,  Mc Gyver hatte gerade woanders einen Einsatz. Die Homöopathie hat dem Besucher das Leben gerettet, die Schulmedizin hat die weitere Behandlung übernommen. Ich sehe es als sinnvolle Kooperative. Ich habe meine schulmedizinische Ausbildung habe ich in einem Unfallkrankenhaus gemacht. Vor mehr als dreißig Jahren hatte ich einen schweren Verkehrsunfall. Nach einem Besuch auf der anderen Seite, bin ich mit Geschenken zurück gekommen. Ich habe die Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht und viele Medizinstudenten scheitern sehen, heute sind sie Ärzte.

Ich erzähle diese Geschichte, weil der Recht hat, der heilt. Jeder Einzelne ist für sich und seine Gesundheit verantwortlich. Jetzt im Alter leide ich unter den Spätfolgen ´des Unfalls. Schulmedizinisch bin ich nicht zufrieden. Mir ist es immer schlechter, statt besser ergangen. Die Kooperative Medizin hilft mir gerade sehr. Die Gesetze und Vorschriften haben es nicht zugelassen, dass ich als Heilpraktikerin gearbeitet habe. Plötzlich war ichAlleinerziehend .Da bin ich meiner Verantwortung für meine Kinder, die ich sehr liebe, nachgekommen. Diese Ausbildung hat mich nicht dümmer gemacht. Mein Gesichtsfeld wurde erweitert. Wo wären der ein oder andere Leser ohne Osteopathie, Liebscher und Bracht, Akupunktur…

Es sind gerade durch die EU neue Gesetzte und Bestimmungen, die der Pharmalobby dienen, erlassen worden. Leider beschränken diese die alternativen Möglichkeiten. Das gebe ich zu Bedenken. Dein Kopf sitzt nicht auf dem Hals, damit es nicht hineinregnet. Dein Kopf ist rund, damit das Denken die Möglichkeit hat, seine Richtung zu ändern. Wo bleibt die Akzeptanz für anderes und Andersdenkende. Es geht um Eigenverantwortung, eine Option, die jeder freiwillig ziehen kann.In Eppendorf gibt es einen Hausarzt, der schon vor Jahren mit diesen Patches garbeitet und gute Erfahrungen gemacht hat.Ich bespreche Gürtelrose. Kunden werden mir von Ärzten geschickt.Hexenverbrennung gibt es heute noch, sie erfolgt nur anders. 

Danke und Achtung

 

Es war ein aufregendes Community Treffen. Damit alles klappt, haben im Hintergrund viele Menschen ihren Beitrag geleistet. Zwei Personen, die sich um alles kümmern, was den Messenger Dienst, den wir gemeinsam nutzen, betrifft helfen .Sie helfen mit Ruhe und Gelassenheit all denen, die nicht so sicher in ihrem Umgang mit Tablet, PC oder Handy sind. Timea und Danish Dude haben eine Engelsgeduld. Höflich, immer freundlich und oft mit einem Augenzwinkern. Ich lerne immer etwas dazu. Ich gehöre auch zu denen, die fragen .Anna Waffel hatte in diesem Chat einen Aufruf gestartet und um Bilder und Durchhaltesprüche für Familie Brandt gebeten. Ich hatte die Ehre, ihr unter meinem Dach einen Schlafplatz anbieten zu dürfen. Das von ihr, mit unendlicher Liebe gestaltete Buch, durfte ich als Erste sehen. Es ist zauberhaft geworden; es hat mir Tränen in die Augen getrieben. Mit der Gestaltung war sie noch nicht 110% zufrieden. So hat sie es bei mir noch weiter bearbeitet. Nach diesem wunderbaren Wochenende haben wir telefoniert. Sie berichtete traurig von einem schriftlichen Vorwurf, sie hätte ein Geschlecht verwechselt( aufgrund der Nick Names war es nicht eindeutig) und ihr wurde vorgeworfen, diese Person hätte das Buch, in dem jeder die Möglichkeit noch während der Veranstaltung  erhalten hat, etwas beizutragen, sie nicht erreicht hat. Annas Einsatz war für mich bemerkenswert. Sie hat jedem ohne Bild  fotografiert, mit ihrem Drucker aus der Handtasche, das Bild ausgedruckt und es in das Buch geklebt. Sie war anwesend auf der Veranstaltung, hat aber von der Veranstaltung nicht viel mitbekommen. Sie hat auch die Bilder bezahlt, nur so mal nebenbei. Diese Vorwürfe hat sie nicht verdient. Sie hat sich gekümmert, Verantwortung übernommen, während einige den Vorschlag aus dem Chat nicht mitbekommen oder behalten haben. Sie hat umgesetzt. Jeder mag sich seine eigene Meinung bilden. Diese Art von Störfeuer ist in unserer Gruppe nicht wohl gelitten. Nicht nur ich werde ein Auge darauf haben. So habe ich in der Sendung vom  28.10. am Nachmittag vernommen, daß Borris ein längeres Gespräch mit einem Chatmitglied hatte, wegen eines Beitrages über Energie Patches. Es ging gegen Borris  in Richtung Verantwortungslosigkeit. Dieser Beitrag diente dazu: Oh, kenne ich nicht, jeder mag sich seine eigene Meinung bilden, informativ. Nach dem am Sonntag im Elbmaster, ein mir bekannter Vogel aus der Stadt aufgefallen ist, leuchten meine inneren Alarmsirenen. Formate, wie die Morning Show,auch andere Formate, erkenne ich, gemeinsam mit Mister T. eine sich ständig wiederholende Vorgehensweise. Erst wird in einer Gruppe über Themen geredet, sich dann vernetzt, dann kommen schräge Vögel, dann der Staat und dann das Ende. Wir benötigen eine gemeinsame Strategie, denn unsere Gruppe existiert ohne Schutz. Ich bin schon einige Jahre in HH aktiv und berichte von einem sehr aktuellen  Gespräch, welches Mr. T und mich betrifft. Aus einer anderen Community kam die Frage, warum ein von uns angebotenes Gespräch nicht in Anspruch genommen wird, folgende Antwort: „ Die haben noch zu wenig Follower.“

Ich bitte Euch alle, es  geht mir um den Erhalt unserer Gruppe. Ich bin hier, weil ich nach langer Zeit wieder Hoffnung geschöpft habe .Mir sind virtuell und in Echtzeit, wunderbare Menschen begegnet. Ich bin sehr sensibilisiert. Bleiben wir wachsam und achtsam.Den Anlass zu dieser Geschichte kam durch den Shitstorm auf Kay Rays und Borris Facebook Account.

Montag, 27. Oktober 2025

Kapitän Klaus, der Held des Tages

 

Wir waren doch sehr neugierig  auf unseren  Kapitän. Er ist immer höflich dabei und sparsam mit seinen Worten im virtuellen Chat. Stimmt das Bild, das Alter, die Geschichten???Der Kapitän hat im Chat erzählt, er mache die Tür im Elbmaster, Eintritt nur mit dem Passwort Lauch. Also haben wir uns einen Scherz für ihn überlegt, kurz zu DM und Fotos von Lauch ausgedruckt. Klammern, Klebe und was Frau sonst noch so benötigt. Danach wurde geschnippelt und geklebt und die Rollen verteilt. Wir waren auf die Reaktion gespannt. Am Sonntag vor dem Elbmasterhaben wir unseren kleinen Scherz ausgeführt. Kapitän Klaus hat wirklich vor der Tür gesessen, vor einem großen Fass, darauf eine Hopfenkaltschale, auf dem Kopf eine Schiffermütze. Als er unserer ansichtig wurde, hat Anna Waffel als Erste ihren Pullover hochgerissen, darunter prangten die Lauchstangen. Biggi hat nach einem „Moin“ ihre Jacke auseinandergerissen darunter die Lauchstangen auf der Brust. Ich habe mich zu ihm hinüber gebeugt, meine Jacke en wenig aufgeschlagen und ihm ins Ohr geflüstert:“Willst Du einen Lauch kaufen?“ Wir hatten unseren Spaß, die Überraschung war gelungen und der Kapitän doch ein wenig sprachlos. Seine Reaktion:“ Das ist ja…, dann ein Schluck Bier. Die anderen Chatteilnehmer, die noch dort gewartet haben, mussten lachen. So sind wir schnell ins Gespräch gekommen und kamen kaum aus dem Vorraum weg. Leider habe ich Borris im Weg gestanden. Er hat zu jedem Neuankömmling gesagt:“Ich kann nichts dafür“. Ich  stand nach zwei kurzen Nächten auch ein wenig auf dem Lauch Schlauch. Dem Kapitän musste ich noch Mitteilung machen, dass einen großer kräftiger  Mann auftauchen wird, der das Passwort nicht kennt, Mister T. Den Spaß, den wir drei Frauen hatten, war es allemal wert. Es ist ein großartiges Wochenende gewesen, mit viel Austausch und Lachen. Mister T, berichtete, ich wurde eingelassen mit den Worten:“ auf Dich wird gewartet.“Dann hat uns das Kennenlernen gefangen genommen, danach das kurzweilige Programm. Mister T. habe ich nur am Rande von Bob` s Morning Show erzählt. Er war angenehm überrascht. Flugs waren drei Stunden um. Wir hatten zwei Becher Kaffee, alles andere war vergessen. Wir haben nicht einmal mitbekommen, dass ein Verwirrter nackter Mann den Elbmaster entern wollte. Sein Ansinnen unbekannt. Kapitän Klaus hat regiert mit Unterstützung seines Kumpels. Der Verwirrte hat die Veranstaltung nicht gestört. Das war Kapitän Klaus Einsatz. Die Polizei hatte ihn abgeholt. Kapitän Klaus hatte auch ein Anlegen. Er hatte Flyer mit dabei zum Thema Einsamkeit. Hannelore, die Handarbeitsfee aus dem Chat, hatte Borris mit Lauchwürmchen bedacht. Jeder, der ein Würmchen haben wollte, durfte sich einen Lauch mitnehmen. Ich habe auch ein Würmchen an mich genommen, und ihn Kapitän Klaus gebracht. Er hat ihn tiefgerührt an sich genommen und mir zum Dank die Hand geküsst. Das hat mich wiederrum tief gerührt. Einige aus dem Chat haben mich von den Demos wiedererkannt. Und kennen meinen Texte aus meinem BLOG; DA ICH ZWEI Jahre als selbsternannte Stadtschreiberin, über die Ereignisse in Hamburg berichtet habe. Ein weiteres Treffen im Elbmaster ist angedacht. Wir freuen uns auf den Austausch in kleinerer Runde. Mit meinem Besuch bin ich noch in die Speicherstadt gefahren. Hamburg zeigte sich angriffslustig mit starkem Wind, der Schirme vernichtete und Mützen vom Kopfgerissen hat. Trotz  Schietwetters , war die Schlange vor der Elphi zu lang.

 

Hamburg Dulsberg, Oktober 2025 Kapitän Klaus herzlichen Dank für Deinen Job als Wächter. Unter Deinen Segeln darf man sich wirklich sicher fühlen. Auf ein nächstes Mal. Dafür stand dieser Tag und auch  Kapitän Klaus: Wir brauchen Echtes!

Sonntag, 26. Oktober 2025

Nicht Hamburg 75, Hamburg 2025

 

Mit Hamburg 75, wie Gottfried und Lonzo es vor einem halben Jahrhundert besungen haben, hat das Hamburg in 2025 nichts mehr gemein. Heute ist Community Treffen im Hamburger Elbmaster, auf der Reeperbahn. Borris Brandt hat nach seiner abgesetzten Late Night Show, ein Früh Format geschaffen, Bob´ s TV. Sein Anliegen, sich mit Menschen auszutauschen, die mit dem Geschehen und der Abschaffung unserer Kultur und Wirtschaft in unserem Land, nicht mehr klar kommen. Bürger erleben eine Spaltung in unserem Land und ein Verbot von freiem Meinungsaustausch. Kritik wird  in unsrem Land immer öfters mit Anzeigen durch  Politiker geahndet. Menschen und ihr Leben werden zerstört. Durch die C Zeiten haben die meisten von uns Freundschaften, Familie und Jobs verloren, weil ihre offenen Fragen nicht beantwortet worden sind. Alle wurden in Schubladen geworfen; beschriftet mit  :wahlweise Schwurbler, Aluhüte, Reichsbürger. Was bei einigen von uns  für Angst und schlaflose Nächte sorgt. So etwas hat es im Jahr 1934 gegeben. Diese Zeiten sind doch vorbei, oder? Es besteht Redebedarf und der Wunsch nach Austausch einer virtuellen Community, das Ganze in realen Begegnungen. Borris  hat es innerhalb von drei Wochen geschafft, dieses Treffen  zu realisieren. Fehlendes Geld wurde in Form von Spenden gesammelt. Aus dem ganzen Land  sind tatsächlich Menschen zu diesem Treffen angereist. Ich habe zwei Frauen, die ich aus dem Chat kannte, bei mir einen Schlafplatz angeboten; eine kam aus Berlin, die andere aus Tübingen. Wir sind alle aufgeregt gewesen. Es wurde ungemein lustig. Geschnatter, Austausch, Ideen, basteln, kurze Nächte, wenig Schlaf…Wie früher auf Klassenreisen. Leider hat der Sturm für Kopfschmerzen gesorgt und nicht wie früher, der Alkohol .Wir sind ja auch keinen Zwanzig mehr. Wir haben uns gut verstanden und werden und Wiedersehen. Über 200 Menschen sind bei dem Sturm aus dem ganzen Land angereist. Neugierig auf die Gesichter, die sich hinter den „Nick Names“ verbergen. Anna hat nach einem Aufruf im Chat, Bilder und gute Wünsche für Borris und Kisten gesammelt. Einige Teilnehmer sind enttäuscht gewesen, weil sie noch nicht so lange dabei sind und ihr Dank nun unausgesprochen bleibt. Anna, wie Mary Poppins mit einer Riesentasche bewaffnet, zauberte aus ihrer unergründlichen Tasche einen kleinen Handdrücker, der die kurzfristig erstellten Bilder als Klebchen erstellte. So haben noch unendlich viele gute Wünsche ihren Weg in das erstellte Büchlein gefunden, das sie erstellt hat. Das Ansinnen von Borris, in anstrengenden Zeiten Brücken zu bauen, und für die, die auf der anderen Seite stehen, eine Möglichkeit zu schaffen, einander  zu begegnen, ist aufgegangen. Kay Ray, der sich seinen Mund nicht verbieten lässt, Ashley und Sven mit ihrer zauberhaften Musik, Spock, als Experte für Alles, eine funktionierendes Location Team, haben zu einer Symbiose geführt, die begeistert hat und nach Wiederholung schreit. Der persönliche Klönschnack , einfach wunderbar. So habe ich auch einige verschollene Bekannte aus Demozeiten wiedergetroffen. Ich wünsche uns sehr, dass wir weiter miteinander lachen und reden können, und dass die Verbindlichkeit bei Verabredungen bestehen bleibt. Ein Traum, wir wachsen und werden immer mehr. In einer Gruppe ist es einfacher auf der Straße zu stehen, als allein.

Hamburg Dulsberg, im Oktober 2025 aus Chaos und Hoffnung entsteht Wirklichkeit, mein Wunsch: es wird etwas Bleibendes. Danke Borris. Mich hat es ein wenig an“O Captain, my Captain“ erinnert. Der Schluss aus dem Film: „Der Club der toten Dichter.“ Zitat aus dem Chat: Epochal!Wir konnten miteinander lachen und das Schweigen war nicht mehr so laut. Das macht Hoffnung

Lauch, warum?

Borris hat uns in der Community von einer Menschengruppe berichtet, die jeder kennt. Es sind die, die Dir auf die Pelle rücken, sich in Szene setzen, wenn sie auf der Bühne erscheinen. Ungefragt lassen sie Dich an ihrem Leben teilhaben. Es sind sich scheinbar gebende Gutmenschen, die sich intellektuell geben. Erkennbar an ihrer Kleidung und mit einer Art, alles, was Du Dir erarbeitet hast, an -und abzugreifen. Sie sind oft mit dem Lastenfahrrad unterwegs und zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht besonders zügig ihre Entscheidungen treffen. Sie leben in ihrer eigenen Blase, mitten unter uns, aber nicht mit uns. Diese Menschengruppe ist seit den C Zeiten sichtbar geworden. Sie sorgen dafür, dass Du Dich als jahrzehntelange Pazifist, plötzlich Gedanken, Bilder und Wünsche im Kopf hast, die Dir fremd sind. Menschen im Holzfäller Hemd verkleidet, aber sie sehen aus wie ein Lauch. Nichts gegen den gemeinen Lauch. Früher wurde er Porree genannt. Stolz steht er aufrecht im Beet, gepflanzt in Reih und Glied. Als Oldtimer bezeichne ich sie auch als Fähnlein Wieselschweif, wie einst in den Comics mit Donald Duck und seinen Neffen. Wenn Du  den Lauch nicht mit Erde anhäufelst, wird der grüne Anteil der Pflanze immer größer, als der mildere weiße Anteil. Bei mir läuft es im Kopf so ab: zuerst komm eine Bildsequenz von dem Pink Floyd Video „The Wall“. Bei kürzeren Begegnungen möchte ich die Lauch´ s einfach vor den Bus schubsen. Bei längeren Begegnungen werde ich zum Octopus und habe an jedem Arm einen Hammer. Im Laufe der letzten Jahre habe ich ein Schutzritual für mich entwickelt. Stehen Lauch´ s vor mir an einem Stand, Tresen, gleich, welcher Art; drehe ich mich freundlich um, strahle sie an und sage:“ Bitte, halten sie für einen Moment die Luft an und vergessen sie ihr Wort nicht!“Tele der jeweiligen Fachkraft meinen Wunsch mit und habe passendes Geld parat, um schnell  die Fluchtvor den Zeiträubern anzutreten. Ich gebe zu; es geschieht  immer mit angespitzen Hörnern.( Sie wachsen in der Stille)

 

Hamburg Dulsberg, im Oktober 2025

Im Elbmaster, bei unserem Community Treffen ist ein mir persönlich bekannter Lauch aufgetaucht. Ein Lauch , der üble Nachrede ausübt und die Taschen voller Streit hat, wenn er auf Dich zukommt. Die Veranstaltung war vorbei, als er einem Lichtengel gleich, die Bildfläche betrat. Er suchte lächelnd  das Gespräch mit Borris. Hilfe, wir werden unterwandert! 

Die Lauch´s wurden in Bobs Morning Show geboren. 

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Weißt Du wohin?

 

Überraschungsbesuch von meiner Freundin. Sie ist berufstätig und Mutter von vier Kindern. Die Zeit für einen Klönschnack ist oftmals aufgrund von Müdigkeit einfach nicht da. Heute hat es gepasst und ihr Mann war zu Hause, um ein Auge auf die quirlige Rasselbande zu haben. Wir hatten einander viel zu erzählen. Sie berichtete mir davon, dass sie und ihr Mann zu Beginn des Jahres, die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen wollten. Sie sind Inhaber einer großen Firma, mit vielen Beschäftigten. Beide sind Europäer  und könnten von ihrer Herkunft nicht unterschiedlicher sein. Ausbildung und Studium haben sie in Hamburg absolviert; und sind geblieben. Die entsprechenden Anträge kamen ins Haus und haben für  Entsetzen gesorgt. Ein Berg von Papier zum ausfüllen, ein anstehender Test zur Einbürgerung und zusätzliche Kosten…Beide haben beschlossen, sie können darauf verzichten. Meiner Freundin hat es gereicht. Sie hat die Papiere zerrissen und ihrem Mann vorgeschlagen, die Firma zu verkaufen und das Land zu verlassen. Sie erzählt von ihrer Angst, dass ihre Kinder in den Krieg ziehen müssen, ihn vielleicht nicht überleben. Ihre in Hamburg geborenen Kinder haben zwei Staatsangehörigkeiten. Die Deutsche gibt sie jetzt für ihre Kinder zurück. Sie hat Fluchtgedanken und weiß nicht, wohin. Sie und ihr Mann kommen aus unterschiedlichen EU Ländern, Jeder in der Familie spricht nicht nur hervorragend Deutsch .Jedes Familienmitglied  beherrscht auch die  Sprache des jeweiligen Herkunftslandes der Anderen. Doch dahin wollen sie nicht zurück. Die Beschränkungen durch den Gesetzgeber, die Einmischung in das Privatleben und der lange Arm aus Brüssel, lassen sie an andere Länder denken. Doch wohin? Die Kinder spielen nicht mit. Sie wollen bleiben, sind sie doch in Hamburg verwurzelt. Meine Freundin ist ein sonst durchweg positiver Mensch. Sie will ihre Kinder schützen. Mit ihren Berufsausbildungen und Abschlüssen finden sie in jedem Land dieser Erde Arbeit. Gera de fehlt es ihnen an Zuversicht und Hoffnung, das andere Zeiten kommen. Ihr geht es so, wie vielen Bürgern in diesem Land.

Hamburg Dulsberg im Oktober 2025 ich bin versucht, mich ihnen anzuschließen. Wer ist dann in diesem Land mutig, und im Widerstand, wenn alle flüchten? Wie ist es mit Dir?

Ach ne, so was Schönes!

 

Gerade habe ich ein Bild vor meinen Augen. In lieber Bekannter von mir ist Vater geworden. In seinen Armen hält er stolz ein Bündel voller Glück. Stolz ist auch in seinen Augen zu lesen. Ich freue mich mit ihm und seiner Familie. In der heutigen Zeit ein Kind in dieser Welt zu setzen, erzählt von Zuversicht und ganz viel Hoffnung. Das kleine Wesen sieht proper und wohlgenährt aus. Der Mutter geht es nach einer anstrengenden Entbindung gut. Normalerweise würde ich eine Karte schicken. Leider habe ich seine Adresse verlegt. Hier ist ein kleines Gedicht(Verfasser unbekannt),  für den neuen Erdenbürger:

Eine herrliche Blumenwiese wünsche ich Dir, Du herrlichstes Kind der Welt. Mit Blumen, die duften und Farben, wunderschön und mit Faltern darauf, die fliegen. Und eines wünsche ich Dir Du kleines Kind, dass immer Menschen bei Dir sind, die Dich lieben, wie Du bist. Auch, wenn Dein Weg nicht immer gerade ist.  

Ein gemeinsames Kind ist gelebte Liebe. Das schönste Geschenk, das man einander machen kann. Dieses gemeinsame Ja, die Verantwortung zu tragen und dieses Kind zu beschützen und liebevoll zu begleiten. Ein kleiner Kämpfer, ein großer Name mit Verantwortung. Ob dieser Name für ihn zum Programm wird? Es ist einen Frage die ich mir stelle, erleben wir doch gerade  eine Welt voller Angst und Krieg. Vielleicht ist dieses Kin auch ein Zeichen. Das Gegenteil von Angst, ist Liebe. So wünsche ich diesem kleinen Kind die Kraft, sie in diese Welt zu tragen, die gerade jegliche Art von Unbill erträgt, da es in unserem Land keinen Widerstand gibt. Ist das Kind vielleicht der Anfang einer kleinen Armee, die zum höchsten Wohle aller, nur das Beste in seine Welt trägt. Für seinen Weg wünsche ich ihm nur das Allerbeste. Ich weiß, dass ihm seine Eltern Werte mit auf seinen Weg geben werden und den Glauben an sich selbst. Ich hoffe, diesem winzigen Hoffnungsträger demnächst persönlich zu begegnen, wenn sich  die Familie auf die Veränderung  eingestellt hat. Das ist mal eine gute Nachricht gewesen, in diesen seltsamen Zeiten.

Obsolet

 

Sprachlos habe ich den Bürgerentscheid zur vorgezogenen Klimaneutralität zur Kenntnis genommen. Nun ist das Geschrei groß. So habe ich in einem Gespräch des NDR mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Fegebank vernommen, dass es noch keinen Plan zur Umsetzung gibt und es fehlt natürlich zur Umsetzung das Geld. Von Bund, Ländern und der EU, werden nun Gelder  zur Finanzierung erwartet. Ich verstehe nicht, dass es noch keinen Plan zur Umsetzung gibt und die Erwartungshaltung, dass bei klammen Kassen, Unterstützung erfolgt.  In Hamburg ist doch bekannt, dass die Planungen, gleich worum es geht, oftmals Jahre dauern. Der anstehende Volksentscheid zu diesem Thema ist schon lange bekannt gewesen. Frau Fegebanks Behörde hat sich nicht bewegt. So entsetzt mich ihre Aussage umso mehr. Wie können wir Bürger nun dafür Sorge tragen, dass der Senat flugs in die Arbeit kommt? Den Bürgermeistern verbal in den Hintern treten? Sie erhalten ein anständiges Salär. Es sollte auch dafür Sorge tragen, dass die Volksvertreter dem Gemeinwohl dienen. Nach Generationen von diversen verschleppten Staus in der Infrastruktur, verwundert mich das Ergebnis des Bürgerentscheides nicht. Es wurde nicht lange und weit genug nachgedacht und überlegt. Nun ist das Geschrei  groß. Auch BGM Tschentscher bittet die großen Firmen um ihren Verbleib in unserer Stadt. Mimimimimi. Wenn ich etwas Schützen will, wird etwas anderes zerstört. Warum ist das keinem Menschen bewusst? Ich habe in Herrn Tschentschers Bürgergesprächen entnommen, die Abstände für Windkraftanlagen sollen verringert werden. Es ist jetzt nur eines der vielen Beispiele. Die gesundheitlichen Folgen des Betreibens von Windrädern, sind den Herstellerseiten zu entnehmen. Giftige Ablagerungen in unseren Lebensmitteln sind bekannt. Das wird alles in Kauf genommen. Mit welcher Berechtigung; der BGM war doch einmal Arzt. Ist diese Ursache einer der Gründe dafür, dass auf den Feldern jetzt Solarpaneele stehen, statt Kartoffeln? Jetzt wird sich beklagt, dass das Leben noch teurer wird, Firmen wandern ab. Nein. Dieser Entscheid bringt den Hamburgern Arbeit ohne Ende. Die Arbeitslosenrate sinkt. Auch die IHK und andere Kammern könnten jetzt die Chancen nutzen. Wie sieht es aus mit Offensiven in  Schulen und das werben für Handwerksberufe. Jetzt ausbilden bedeutet, dem Fachkräftemangel vorbeugen, Zukunftsvisionen haben. Mut machen, statt Angst. Man darf gespannt sein, wann diese Institutionen in den Startlöchern stehen. Das Ziel der 15 Minuten Stadt wird auch erreicht. Schaut man sich die Bebauungspläne der neuen Stadtteile, wie z.B. die Hafen City an; sie sind schon darauf ausgelegt. Warum die Wahlbeteiligung so gering war? Einen Frage, die sich Politiker nie stellen werden. Bürger kommen in der Politik nur noch als Rindviecher vor, die gemolken werden .Wählen ist ein Privileg und wer schweigt, stimmt zu. Lernen wir doch wieder Verantwortung übernehmen, statt Gleichgültigkeit. Wer hat dafür gestimmt? Schnell wurde ein Personenkreis gefunden. Ich habe bis vor einiger Zeit die Altbauten unserer Stadt geliebt. Geht doch einmal zu Fuß u. a. durch die Geschwister-Scholl-, die Erikastraße usw. durch. Schaut genau hin! Es waren schöne Bauten mit Zäunen und Balkonen aus Schmiedeeisen. In den verwahrlosten Vorgärten und auf der Straße stehen zu verschenken Kartons, Pflanzkübel, Kleinmöbel. Es sind kaputte Pflanzkübel, nach drei Tagen im Regen möchte kein Bürger eines dieser aufgequollenen Kleinmöbel oder Bücher mit nach Hause nehmen. Auf Kosten der Allgemeinheit werden diese Sachen dann entsorgt. Wir bezahlen für die Bequemlichkeit anderer. Mein Vorschlag, eine kollektive Strafe für jeden einzelnen Bürger dieser Straßen. Zigarettenkippen sofort einen empfindliche Geldstrafe, für das auf die Straße rotzen auch. 1 Woche lang mit Wasser und Schrubber die Straßen reinigen. Als Fußgänger durch unsere Stadt  entdeckst Du Sachen…So bin ich gelegentlich auch dankbar für die vielen Baustellen in unserer Stadt, weil man im Stau steht. Auffällig sind Hotels, deren Fenster seltsam anmuten. Die Bewohner möchten es ja schön haben bei ihrem längeren Aufenthalt. Einige werden zur Hälfte an unsere Gäste vermietet. Sie stehen mit ihren teuren Autos vor diesen Hotels, Warnblinklicht an, der Fahrer rauchend daneben. Abgeschleppt werden Falschparker mit deutschem Kennzeichen, die mit z.B. ukrainischen nicht. Es wird erzählt, die haben kein Geld. Ich würde sofort das Auto in Zahlung nehmen. Das Geld, das vom Verkauf des Autos übrig bleibt, damit wird die Rechnung im Hotel beglichen. Den zahlenden Gästen vermitteln wir, dass sie bei jeder Hafenrundfahrt ab sofort selber rudern müssen. Das kann ja noch als Abenteuer im Hafen verkauft werden. Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum? Sofortiger Rückbau der Container. Wirtschaftsflüchtlinge ab nach Hause. Das Herkunftsland möchte sie nicht zurücknehmen? Ich hätte eine Idee für ein attraktives Gewerbe. Mit Abenteuerreisen kennen sie sich ja aus. Mit den 1000 Euro vom Staat, die sie erhalten, fallen mir sofort zwei Mittel für den Rücktransport ein. Ich werde auch nicht gefragt, ob ich die Kosten für unsere Gäste bezahlen möchte. ich bin nicht rääächtss, einfach nur voller Unverständnis und sauer. Ich bin für einen Thing im Rathaus und das zügige Umsetzen der rechtsverbindlichen Vorschläge der Bürger, die sie erarbeitet haben. Ich verstehe sicherlich nicht das Ganze, aber ich bin für Konsequenzen und das aber zügig. Zum Thema Bürgerentscheid hat die Stadt die Möglichkeit, diesen nicht zu akzeptieren, wenn er nicht dem Gemeinwohl dient.

 

Hamburg Dulsberg, Oktober 2025

Flucht oder bleiben, das ist hier die Frage. Wegducken ist nicht mehr.

Montag, 13. Oktober 2025

In der Frühe unterwegs

 

Heute habe ich mir vorgenommen für meine Lieblingsmorning Show, die seit mehreren Sendungen ohne Bild Zeitung ist, eine zeitung zu liefern. Für mich bedeutet es, ich springe über meinen Schatten. Normalerweise durfte seit Jahrzehnten nicht einmal der Fisch auf dem Wochenmarkt in diese Zeitung eingewickelt werden. In der Nähe von Familie Brandt gibt es seit Tagen Lieferengpässe.. In Barmbek werde ich ja wohl eine Zeitung erhalten,wäre doch gelacht. Mit Kuchen und Franzbrötchen bewaffnet, bin ich ab 6 Uhr unterwegs. In den ersten Geschäften gibt es keine Bild. Zum Brötchen gibt es keine Zeitung. Ich erhalte aber dumme Sprüche .Jeden dieser Sprüche kann ich vorbehaltlos unterschreiben. Meine Laune steigt. Im 5. Geschäft erhalte ich eine Bild und einen dummen Spruch dazu. Als ich erkläre, damit möchte ich jemanden überraschen, werde ich gefragt:“Oh Gott, was hat Dir dieser Mensch angetan!“Ich fange an, schallend zu lachen. Nun mache ich mich auf den Weg in das Studio, das ich kenne. Es liegt in einem der nobleren Viertel in Hamburg. Zeitig dort angekommen, ist das Haus noch komplett dunkel. Mir ist bekannt, dass der Besitzer sehr eigene Ansichten hat. Ich stehe mit der Bild n der erhobenen Hand vor dem Haus und winke. ich ahne, hier stimmt etwas nicht. Mir wachsen leise Hörner. Ab 7 Uhr spiele ich auf dem Klingelschildern Klavier. Das wollte ich immer schon einmal machen. Nach dreißig Minuten geht endlich das Licht im ganzen Haus an. Jetzt verlasse ich das Grundstück und ich rufe Borris an. Er bedauert das Ganze sehr, aber gesendet wird von woanders. Macht nichts. Bis jetzt hatte ich Spaß. Es ist lange her, dass ich morgens so früh schon gelacht habe. Gerade dieser Montag lädt nach dem Volksentscheid nicht zur Fröhlichkeit ein. Mein Entschluss mit dem Bus bis zum Jungfernstieg zu fahren,steht fest. Um diese Uhrzeit schlafen die üblichen Stressfaktoren noch und ich kann einen Blick auf die Alster genießen. Jedenfalls für einen kurzen Augenblick. Ich treffe auf zwei Obdachlose, ihre Becher für Münzen stehen vor ihnen. Ich biete meine Brötchen an. Einer möchte lediglich die Zeitung, der andere möchte Geld. Das habe ich auch nicht. Suche lediglich Mitesser für mein süßes Frühstück. So fahre ich weiter nach Barmbek. Dort kenne ich die Stellen, wo die Obdachlosen schlafen. Als ich sie um Hilfe bitte, weil ich dringend Mitesser brauche, sind sie überrascht. Bei den meisten ist das Esszimmer nicht mehr komplett und sie strahlen, als sie bei Schokokuchen und die Franzbrötchen zugreifen. Mit Schoko verschmierte Münder, schöner kann ein Tag nicht beginnen.Das ist wie es scheint, wie Wassermelone essen. Gesicht und Hals sind dann auch gewaschen.Ich lerne: Schokokuchen mit Bier geht auch. Sie haben ihr Weniges mit mir geteilt. Würde ist das einzige, was man ihnen nicht nehmen kann, stehen sie in der Nahrungskette bei uns im Land doch ganz unten.,

Hamburg Dulsberg im Oktober 2025 Heute will uns die Sonne noch einmal verwöhnen. Wenn Du die Götter lachen hören willst, mach Pläne.

Hamburg wurde zur Strecke gebracht

 

Am 12.Oktober 2025 hat das Volk entschieden, die Klimaneutralität vorzuziehen. Dieser Entscheid, als Volkentscheid durch die Bürger, wird nun Gesetz. Leider hat keiner der Wähler bedacht, dass die Infrastruktur, gänzlich auf die sogenannten erneuerbaren Energien und Wasserstoff zu setzen, noch gar nicht vorhanden ist. Willkommen 15 Minuten Stadt! Willkommen Handkarren und Lastenfahrräder! Danke für Nichts! Ich rechne nicht damit, dass Hamburg durch den Länderfinanzausgleich  mitfinanziert wird. Dieses Geld wird dringend benötigt, wenn der Hamburger Hafen, als größter Arbeitgeber, wegfällt. Ein jegliches Bundesland ist klamm. Nicht nur wirtschaftliche Fehlentscheidungen sorgen für immense Ausgaben. Die Regierung verschenkt unsere Steuergelder in der ganzen Welt. Das eigene Volk, das es erwirtschaftet hat, wird nicht bedacht. Schulden sind gemacht worden, neu bezeichnet, als Sondervermögen, die noch Enkel und Urenkel zurückzahlen müssen. Hamburg ist bis jetzt ein noch einigermaßen funktionierender Wirtschaftsstandort gewesen. Beachtet die Vergangenheitsform. Warum habe ich keine Aufschreie aus der Wirtschaft vernommen? Haben alle schon Pläne in der Tasche, um abzuwandern in Länder, wo es sich günstiger produzieren lässt? Wie mag dieses Wahlergebnis zustande gekommen sein? Es müssen Wähler gewesen sein, die von der Arbeit anderer leben. Zu kurz gedacht und zu weit gesprungen. Auch sie wird es treffen. Ein Leben ohne Clubs und Lifestyle. Es ist keine Häme von mir. Ich kann die jungen Leute verstehen. Es ist viel angefangen worden durch die Regierungen unseres Landes. Nichts ist zu Ende gebracht worden, Reformstau, wohin man auch schaut. Jede Regierung musste ja das Rad neu erfinden. Das Volk wählt nur noch das kleinere Übel. Zufrieden ist es mit der Politik schon lange nicht mehr. Es ist gut, ein Ziel vor Augen zu haben. Der Weg dahin ist länger, als gedacht. Spreche ich mit Jugendlichen über Bargeld, lachen sie mich als Alte aus. Ich lache sie an und sehe ihr Erschrecken, wenn ich sage, ohne Strom kannst Du ja versuchen Deine Karte zu essen. Das Internet funktioniert auch noch nicht überall. Die Strukturen für Online Marketing, Bürgerangelegenheiten u. ä. fehlen auch noch. Eine funktionierende Arbeiterpartei in unserer Stadt hätte etwas bewirken können; hätte. Stattdessen schreien Viele rächtsss. Andere Ideen dürfen nicht mehr gehört werden, oder ziehen Repressalien nach sich. Der Bundeskanzler hat vor dem Volksentscheid zum bedingungslosen Grundeinkommen verlauten lassen, dieses würde es mit ihm nicht geben. Er missachtet die Volksabstimmung. Bei diesem Ergebnis in Hamburg, würde ich mich freuen, wenn er dieser Entscheidung auch Einhalt gebietet. Das bleibt nur ein Traum. Für mich als Bürger und Rentner ist eh nicht genug Geld vorhanden. Mein Geld, das ich im Vertrauen der Regierung überlassen habe. Nun kann ich nicht schnell genug sterben und koste noch Geld, werde schuldig gesprochen. Die Forderung, die Alten hätten den Jungen etwas zurückzugegeben. Sie ist mehr, als impertinent. Wir haben dafür Sorge getragen, dass es ihnen besser geht als uns. Ein Fehler, denn wir sind ihnen scheißegal.

Hamburg, Oktober 2025 Bin ich ungerecht, weil ich sauer bin? Warum wurde nur von der Wand bis zur Tapete gedacht? Ich verstehe sicherlich zu wenig on diesen Themen. Meine Gefühle lasse ich mir nicht absprechen.

Sonntag, 12. Oktober 2025

Schale Gefühle

 

Es ist erst ein paar Tage her, dass der Monstertruck des Bundestages in Hamburg halt gemacht hat. Das Gespräch mit dem Bürger wurde gesucht. Ein Bild von diesem Tag geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Hinter dem Truck, am Eingang zur U Bahn, hat ein Obdachloser geschlafen. Die Personen, die im Truck ihre Auftritte gehabt haben, sind an ihm vorbei gegangen. Warum wurde das Gespräch mit ihm nicht gesucht? Hat es in den Köpfen der Verantwortlichen Widerwillen erregt? Ist ein Gespräch mit einem Obdachlosen nicht reizvoll genug? Nachts ist es schon sehr kalt. Ich habe nirgends gelesen, dass das Winternotprogramm wieder tätig wird. Was habe ich bloß für krude Gedanken? Ich habe zwei warme Decken geschenkt bekommen. Diese werde ich nachher weitergeben. Ich weiß, wo in meinem Stadtteil draußen geschlafen wird. Mich lässt die fehlende Menschlichkeit in unserem Land oft verstummen. Es sind aus dem System Gefallene, die oft aufgrund eines Schicksalschlages, auf der Straße landen. Warum ist für sie kein Platz in Asylunterkünften? Das Winternot Programm endet nach einigen Monaten, im März des darauf folgenden Jahres. Hier werden keine Vorwürfe laut, dass nicht genug für diese Menschen getan wird. Werde ich ungerecht? Es liegt sicherlich daran, dass es mich traurig macht. Arbeitende Bürger werden in unserem Land nicht gesehen und gehört. Obdachlose fallen gleich ganz unter die Teppichkante. Da kann der Bundestag seinen Truck zur Augenwischerei noch so oft durch die Lande schicken. In unserer Stadt gibt es einen reichen Unternehmer/Millionär, der heißt Herr Kühne. Er ist Mitte achtzig und versucht mit seinem Geld etwas Gutes  zu  tun. Einen Fußball Verein in unserer Stadt hat er unterstützt. Der Verein hat nicht verstanden, wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing. Mit älteren, selbsternannten Fachleuten ist es oft schwierig. Hätten sie ihm die Finanzen überlassen, davon versteht er etwas, wäre es dann etwas leichter gewesen? Ich weiß es nicht. Davon verstehe ich zu wenig, schon gar nichts von Fußball. Nun möchte er Hamburg eine neue Oper schenken. Es sind schon ein paar Millionen, die er spendieren möchte. Nach langem hin und her, steht jetzt fest, dass die Sanierung des alten Operngebäudes sich nicht mehr lohnt. Liegt es an der Wegwerf Mentalität unserer Zeit? Wenn Herr Kühne sich ein Denkmal setzen möchte, dass größer ist, als ein Straßennamen, eine weitere Unterkunft für Obdachlose, wäre auch schön. Leere Büroräume stehen genug in unserer Stadt zur Verfügung. Es ist nicht mein Geld und nur eine Idee. Auch hier verbleibt ein schales Gefühl in meinem Bauch. Ein Projekt, welches seinen Namen trägt und Menschen dieser Stadt wieder auf die Beine hilft, sein Name wäre unvergessen. Prestige, oder geht es auch eine Nummer kleiner. Ich preche von Spenden aus reinem Herzen heraus.

Freitag, 10. Oktober 2025

Auf bald

Auf bald!

Ich sehe Mr. Sunshine hinterher, wie er die Straße heruntergeht. Auf dem Rücken einen schweren Rucksack. Mit der linken Hand zieht er seinen Koffer, in der rechten Hand trägt er zwei schwere Taschen. Ich verspüre arge Wehmut in meinem Herzen. Er wandert aus. Er bleibt in Europa. Seine letzten Tage in Hamburg hat er bei mir verbracht. Seinen Entschluss hat er mit Bedacht gefasst. Die Politik unsers Landes und das seit C. Zeiten immer schlechter werdende Miteinander, auch die fehlende Kommunikation und das Unvermögen, sachlich einen Konsens zu finden, haben seinen Entschluss in Ruhe reifen lassen. Jahrelang hat er eine Fernbeziehung geführt. Nun führt ihn sein Lebensweg zu seiner Liebe; eine gute Entscheidung. Mr. Sunshine ist der letzte einer kleinen Gruppe, die mit mir das initiierte Projekt “Stadtteilaneignung“ getragen hat. Welch ein schnöder Name für eine gute Idee. Die Stadtteilaneignung hat sich ausgezeichnet durch Do it yourself Projekte, ohne Kosten zu verursachen, um in ein Miteinander und in Verantwortung zu kommen, damit unser Stadtteil ein schöner und liebenswerter Ort wird. Mr. S. hat sich um Müllsammelaktionen gekümmert. Die hässlichen und vermüllten Betonringe in unserem Stadtteil gesäubert, mit Erde neu befüllt und hübsch bepflanzt. Die Pflanzen dafür habe ich in Geschäften als Spenden eingesammelt. Es sind Waren gewesen, die auf dem Müll gelandet wären. Ich habe die Pflanzen wiederbelebt, er hat sie mit einer Gruppe junger Leute eingepflanzt. Das Beet vor der Frohen Botschaftskirche erzählt noch davon, auch gibt es in einigen Straßen umgewidmete Rasenflächen, die heute Bienenwiesen und kleine Gemeinschaftsgärten geworden sind, nach Absprache mit den Wohnungsinhabern. Es sind Orte geworden, an den Nachbarn miteinander ins Gespräch gekommen sind. Ich habe mich um Nachbarschaftsfrühstück, Kunst und Kultur für Erwachsene, wie Jam Sessions benachbarter Musiker, Kunstausstellungen unter freiem Himmel und ein Kinderkunst Projekt gekümmert. Alles hat die Stadt keinen Cent gekostet, denn die Verantwortlichkeit hat bei den Mitmachern gelegen. Die Freude über die Veranstaltungen ist immer groß gewesen, die Besucherzahl zum Klönschnack und Kennenlernen, hat immer zugenommen. All diese Veranstaltung sind durch Sachspenden von Nachbarn und einigen Geschäftsinhabern unterstützt worden, weil sie die Idee als gut befunden haben. Nach C Zeiten hat das Engagement Vieler aufgehört. Die Pflanzen in den Betonringen wurden entwendet, Parteien und Bürger mit starkem Geltungsdrang haben fast alles zerstört. Jetzt könnte man meinen, wir wären gescheitert. Das sehen wir nicht so. Wir waren lediglich zu früh in unserer Zeit. Es funktioniert, Jung und Alt im Miteinander, ebenso das Kennenlernen unbekannter Kulturen. Es wird in Zukunft wieder ein neues „Labor der Möglichkeiten geben“. Die Samen wurden ausgebracht. Ich danke Mr. Sunshine für das offene und aufrichtige Miteinander. À bientôt  und alle erdenklich guten Wünsche für Deinen Weg.

Hamburg Dulsberg 2025 Lernen von und miteinander, Verantwortung übernehmen, Lösungen suchen und gemeinsam finden, funktioniert. Partizipation ist möglich.